Artikel mit dem angegebenen Tag "Unistress"

Erklärung der Uni Hannover zu den Studienprotesten

Das kam gerade per E-Mail. Ohne Worte, einfach FYI: Liebe Studentinnen und Studenten der Leibniz Universitaet Hannover, zurzeit ist das AudiMax durch Studierende besetzt, Lehrveranstaltungen sind daher gestern und heute an diesem zentralen Ort der Hochschule nicht moeglich. Das Praesidium der Universitaet hat heute morgen einen Beschluss gefasst,über den ich Sie auf diesem Wege informieren moechte. Beschluss des Praesidiums der Leibniz Universitaet Hannover vom 20. November 2009 1.      Das Praesidium der Leibniz Universitaet Hannover hat Verstaendnis für die Anliegen der Studierenden, insbesondere was die derzeitige Studiensituation betrifft. 2.      Es ist jederzeit bereit, ueber diese Situation mit den Studierenden zu diskutieren, gemeinsam nach Loesungen zu suchen und diese – soweit es der Hochschule selbst moeglich ist – auch umzusetzen. 3.      Besetzungen von Hoersaelen sind kein geeignetes Mittel, um Forderungen durchsetzen. Die Verhinderungen von Lehrveranstaltungen treffen vor allen die Erst- und Drittsemester großer Studiengaenge, und eineüberwaeltigende Mehrheit der Betroffenen hat dafuer kein Verstaendnis. 4.      Der Praesident fordert deshalb die Besetzer nachdruecklich auf, Lehrveranstaltungen nicht weiter zu verhindern. Andernfalls wird er die Raeumung veranlassen und Anzeige wegen Hausfriedensbruch stellen. Mit freundlichen Grueßen Ihr Erich Barke Praesident der Leibniz Universitaet Hannover Anregungen für Herrn Barke einfach an: Praesident AT ZUV.UNI-HANNOVER DOT DE .: Guns’n’Roses – Paradise City...

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Blllaaarrrggghh

Das ist jetzt wieder die Zeit, wo mir die die Worte und auch die nötigen Vokale fehlen, um auszudrücken, was ich sagen will. Irgendwas zwischen Blargh und Wrümsch oder auch Fünününü würde passen, aber das letzte ist ein geschütztes Warenzeichen. Es ist wieder dasübliche. Die Uni macht sehr viel Spaß. Ich arbeite stark an der Planung einer Ausstellung zur Schlacht bei Minden 1759 mit und der Rest der Wochenstunden wird mit normalem, unwichtigen Kram aufgefüllt. Was mir wieder die Lust raubt, ist ganz was anderes. Der ganze Verwaltungsscheiß. Nichts gegen Verwaltungsmaßnahmen oder Struktur, nichts gegen Regeln oder Richtlinien. Ich meine eher, dass Chaos, das durch Mismanagement und fehlende Struktur entsteht. Dieses soll mein letztes Semester werden und alles ist wieder derübliche Wahnsinn. Morgen bin ich damit beschäftigt von Sprechstunde zu Sprechstunde zu rennen, um Dinge zu klären, die man auch in einer kurzen Email hätte regeln können. Nur leider gibt es auf diese Emails immer wieder keine Antwort. Ähnlich, nur schlimmer, sieht es bei einer anderen Sache aus. Ein Schein wurde mir falsch ausgestellt und ich muss klären, ob der korrigiert wird. Ich kläre das seit 4 Wochen, nur bin ich da der einzige. In den Ferien ist das Klären an der Festsetzung eines Termins zur Besprechung gescheitert. Jetzt in der Vorlesungszeit, muss ich in die reguläre Sprechstunde, die aber dank Voranmeldung auf Wochen (keineübertreibung) ausgebucht ist. Der Schein ist essentiell für meinen Abschluss. Ich muss wissen, ob ich das Teilgebiet nun abgeschlossen habe oder nicht. Ich konnte deswegen schon einen anderen Schein nicht machen, weil ich nicht wußte, ob das Teilgebiet nun abgeschlossen ist… oder nicht. Die Dozenten des anderen Scheines, gibt mir noch eine Chance und eine Verlängerung, um die Arbeit nachzuholen. Was mir aber nichts nützt, weil ich ja gar nicht weiß, ob ich die Arbeit machen darf. Am meisten hasse ich daran, dass es so aussieht, als würde ich nichts geregelt kriegen, weil der Student wieder seine Arbeiten nicht fertigkriegt. Ich weiß, dass Dozenten oft viel zu tun haben. Trotzdem ist ein Teil ihrer Tätigkeit eben die Ausbildung und das Unterstützen der Studenten. Wenn sie das nicht wollen, sollen sie sich die Forschungsaufträge an lehrfremden Institutionen suchen. Sie haben eine große Verantwortung bei den Studenten, denn bei uns zählt später „Mein Dozent war Schuld“ nicht, wenn wir bei Vorstellungsgesprächen gefragt werden, warum was schiefgelaufen ist. Ich versuche mir jedenfalls meine Motivation zu behalten. Gerade auch,...

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(Aus)Bildungs-Faschismus

Ich bin alles, nur nicht durchschnittlich, damit meine ich nicht, dass ich unterdurchschnittlich groß oderüberdurchschnittlich schwer bin. Mein Lebenslauf ist alles andere als gradlinig. Wobei die Idee der Gradlinigkeit von Leuten in einer Wirtschaft aufkam, die diese Gradlinigkeit oft selbst nicht bieten können. Ich habe vor der Uni versucht einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Für einen optimistischen Grünschnabel wie mich, stellte das damals kein Problem dar. Dachte ich zumindest, denn in Wirklichkeit sah das anders aus. In dem Jahr kamen damals 103 Bewerber auf 1 Ausbildungsplatz in Hannover, wie ich später mal in einem Artikel gelesen habe. Nach vielen, sehr vielen Bewerbungen, kamen wenige Bewerbungsgespräche und gar kein Ausbildungsplatz. Mir wurde gesagt, dass ich mit 19 zu alt bin, dass ich leider keine berufliche Erfahrung vorweisen kann und auch ab und zu, dass ich mit meinem Abiturüberqualifiziert bin. Die Logik dahinter scheint aber eine andere zu sein. Meine Monteure meintenöfter zu mir, dass sie auch keine Abiturienten nehmen, weil der Betrieb (so wie es bei mir auch gewesen wäre) nur eine Zwischenstation ist. Viele Studieren danach oder machen sich selbstständig, die wenigsten bleiben. Eine Ausbildung sei zu teuer dafür, dass der Betrieb danach nichts davon hat, meinten sie. Das Jahr war gelaufen, da ich mich nur zum Wintersemester auf einen Studienplatz bewerben konnte. Im nächsten Jahr, war ich dann frischer Student für Angewandte Informatik in Hannover. Ich merkte relativ schnell, dass trotz des Interesses am Thema das Studium nichts für mich ist. Wozu Wissen verarbeiten, wenn niemand mehr etwas weiß? Außerdem hatte ich das immer stärker werdende Gefühl, dass der Bachelorstudiengang ein Versuchsprojekt war und ich die Laborratte. Darum wechselte ich zu den Geschichts- und Politikwissenschaften. Ich hatte noch die Wahl zwischen dem Magister- und dem Bachelorstudiengang und entschied mich aufgrund meiner Erfahrung für den Magisterstudiengang. Die nächsten Semester waren toll. Für mich wußte ich, dass ich mich richtig entschieden hatte. Die Uni ist eine eigene Welt und nicht wie eine Schule. Man lernt erst beim Studium Dingeüber das Studieren selbst, die mindestens genauso wichtig sind, wie der eigentliche Studieninhalt. Dazu gehören vorallem interne Dinge. Dozenten und Mitarbeiter sind keine homogene Gruppe, die in Liebe, Friede und Eintracht lebt. Sie diskutieren miteinander, arbeiten gegeneinander und streiten ab und zu auch wie kleine Kinder. Es bilden sich Lager, Gruppen die sich unterstützen und ihre Interessen durchbringen, auch wenn diese schlechter für die Studenten sind. Es geht manchen um Macht und nicht...

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Downtimes & Workload

Irgendwie ist ja immer irgendwas. Nachdem meine Mini-Wiki-Studie schon fast fertig war, war ich erst einmal 2 1/2 Wochen krank. Wenigstens ging es Sophieähnlich und das Kranksein war nicht so einsam.  Es kommt mir langsam ein wenig vor, als wird diese Arbeit meine unvollendete Symphonie. Seit gestern sitze ich wieder am letzten Teil der Arbeit. In diesem Teil suche ich Open Access Material zu 20 zufällig ausgewählten Themen. Dabei wühle ich mich durch Google Scholar, DigiZeitschriften, JSTOR, arXiv und die elektronische Zeitschriften Bibliothek. Dabei helfen mir vor allem zwei Dienste Google Scholar und JSTOR. Aus den Quellen habe ich bis jetzt 100% meines Materials bekommen, alle anderen hatten nichts oder nichts gutes. An sich muss ich sagen, dass ich den Arbeitsaufwand für die Studie unterschätzt habe. Inzwischen sitze ich weitüber 40 Stunden daran und es werden noch einige dazukommen. Auf den 10-12 Seiten, die es am Ende werden, sieht man das eher weniger. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass es etwas neues ist so eine Art Arbeit zu machen. Jedenfalls kostete die Vorbereitung auch schon viel Zeit. Die Richtlinien für das deutsche und englische Portal mussten analysiert werden und die Ergebnisse daraus auf die Studieübertragen werden. Was ist eine Referenz? Was will Wikipedia erreichen? Vorallem: Was will Wikipedia nicht? Dann kam das untersuchen von 254 Referenzen auf Open Access Material. Ist ein Artikel in der FAZ eine Open Access Quelle? Nein. Ist es eine sichere Quelle nach Wikipedias Statuten? Jein. Aber der letzte Teil ist der langwierigste. Das Suchen von Open Access Literatur zu 20 Themen. Als Arbeitserschwernis kommen die vielen fragmentierten deutschen Dienste hinzu. Dann muss ich mich, zumindest ein wenig,über jedes Thema informieren, da ich ja nur relative Open Access Literatur nennen sollte, weil das Experiment sonst sinnlos wäre. Ich finde zum Beispiel aus irgendeinem Grund nichtsüber die Stadt Cannes. Natürlich finde ich hunderte von Einträgenüber die Filmfestspiele, aber das Thema ist die Stadt Cannes selbst. Anscheinend hat niemand einen Open Access Beitrag zu Cannes geleistet. Ist das wirklich so oder finde ich ihn nur nicht? Soll ich jetzt schreiben, dass es zu Cannes nichts gibt (was ich nicht glauben kann) oder besser suchen? Ich entschied mich für das Zweite. JSTOR ist gerade bei mir nicht zu erreichen und so lange mache ich gerade mal Pause. Wenn jemand noch gute deutsche Open Access Dienste kennt, immer her damit. .: Donots – Stop the Clock...

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Die Welt geht nicht unter

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Gestern war eigentlich angedacht, dass ich zum Zahnarzt gehe und danach fröhlich meine Politiksachen schreibe. Falsch gedacht. Ich habe den Aufwand unterschätzt, den man betreiben muss, um eine Krone für einen Zahn vorzubereiten. Nach einer riesigen Dröhnung, die mich noch bis zum späten Abend erheitern sollte, undüber vier vergangenen Stunden, war ich dann wieder zu Hause. Ich hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen und aß erst einmal mein Körpergewicht in Nudeln. Gerade eine halbe Stunde zu Hause, satt und beinahe zufrieden,überrannten mich Handwerker und Mieter mit Problemen. Ich war sowieso zu zugedröhnt und fertig, um schreiben zu können, aber zur Entspannung kam es auch nicht.   Als die Welle des Wahnsinnsüberstanden war, versuchte ich geschlagene zwei Stunden mit meiner Freundin die Satschüssel wieder einzustellen und zu reparieren. Wir schlugen fehl. Keine Ahnung warum, aber ich wir kriegen keinen Kontakt mehr zum Satelliten. Es ist auch eigentlich nicht schlimm, da unser Fernsehprogramm eh nur aus Heroes, den Simpsons, Spongebob Schwammkopf und Mythbusters besteht. Also erstens nicht viel und zweitens nicht viel Sinnvolles.   Naja zur Krönung wurde ich entkront (was ist das Gegenteil einer Krönung?). Die provisorische Krone auf meinem Zahn hat sich (wie vom Zahnarzt befürchtet) selbständig gemacht. Schmerz lass nach! Also habe ich meinem Dozenten erst einmal eine eMail geschrieben, dass ich heute nicht bei ihm, sondern beim Zahnarzt sein werde. Es mag zwar für einige Dozenten nicht stimmen, aber in seinem Fall ist der Zahnarzt wesentlich unangenehmer als der Dozent. So gingen wir dann irgendwann schlafen.   Heute morgen aufgewacht und direkt den Zahnarzt angerufen. Es begrüßte mich eine sehr fröhliche… Bandansage. Am Donnerstag sind sie erst ab 12 Uhr zu erreichen. Na gut na gut. Also habe ich mich erst einmal Kaffee und eMails hingegeben. Das mit den eMails hätte ich lassen sollen. Irgendein *ZENSIERT* Spammer, hat eine Sicherheitslücke in meiner Galerie genutzt, um Spam zu versenden und das massenhaft. Hosteurope tat das einzig richtig und nahm meine gesamten Domains vom Netz. Also schrieb ich den Support an, was jetzt zu tun ist, und wartete auf eine Antwort. Diese sollte die nächsten Stunden nicht kommen. Was für Hosteurope ungewöhnlich ist, da sie normalerweise extrem schnell antworten.   Irgendwann fing ich dann an Wäsche zu Waschen und meine Warhammersachen aufzuräumen. Letzteres dauerte ziemlich lange, insgesamtüber zwei Stunden. Ich habe Schränke ausgeräumt, Sachen weggeworfen usw. was man sonst...

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