Artikel mit dem angegebenen Tag "Sophie"

Drei verdammte Jahre

Heute sind es also drei verdammte Jahre, die wir schon zusammen diesen Weg gehen. Drei verdammt schöne Jahre, drei verdammt anstregende Jahre und drei Jahre, die sich verdammt noch mal mehr gelohnt haben als alles andere in meinem Leben. Damit meine ich nicht nur uns, sondern alles, was so passiert ist. Uni, Krankenhaus – alles hat irgendwie etwas positives gehabt, auch wenn es zuerst sehr viel Arbeit war. Das ist es auch, je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr merke ich auch, was ich so gelernt habe. Viele kleine Dinge, einige Große. Ich bin mir dessen gar nicht so bewußt, weil es jetzt eben normal ist. Es sind drei Jahre in denen viel Kämpfen und Arbeiten mussten. Das schwerste ist nicht gegen Außen zusammenzuhalten oder miteinander zu diskutieren. Das Schwerste ist immer Kämpfe mit sich selbst auszutragen. Gerade das kam bei uns sehr häufig vor und dafür hast Du neben meiner Liebe auch meinen Respekt verdient. Ich kann sagen, dass ich auch niemanden jemals so stolz war wie auf Dich. Ich bin frohüber das was wir erreicht haben, auch wenn wir neben schönen auch schmerzende Erinnerungen gesammelt haben. Das gehört wohl genauso zu uns und zum Leben, wie alles andere. Umso mehr kann man aber auch stolz darauf sein, was man hinter sich gebracht hat. Ich weiß nicht, was noch kommt, ich weiß nur, ich bin für Dich da und bleibe an Deiner Seite. Ich bin verdammt froh Dich zu kennen. Du machst mich zu einem besseren Menschen und wir beide wachsen an unseren Erfahrungen. -> Hier für Dich <- Ich liebe Dich. .: Emilie Autumn – Castle Down...

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Roulette

So gut manche Tage enden, so beschissen fangen andere an. Ich möchte im Moment nur einmal ein Gefühl von Ruhe haben, auch dass ich das Gefühl habe in ungefähr der gleichen Situation aufzuwachen, wie schlafen zu gehen. Das war heute mal wieder nicht der Fall und das fehlt mir. Als wir eingeschlafen sind, konnte ich sie gar nicht genug knuddeln und beim aufwachen, war es eher das Gegenteil. Oft bringt eine Antwort, eine Geste oder ein Traum alles so durcheinander, dass ich gar nicht mehr erkenne, wo ich eigentlich bin. Ich möchte nicht das Gefühl haben Roulette mit uns zu spielen. Es scheint jedes Mal „Alles oder Nichts“ zu sein. Sobald etwas losgeht wie heute, scheint was sonst war kaum noch zu gelten. Die schönen Zeiten, das Bedürfnis nach Nähe ist im Hintergrund und es heißt „Nichts geht mehr“ und die Kugel rollt. Das macht mir auf Dauer Angst, besonders weil ich eben das Gefühl habe, dass nur die aktuelle Situation zählt und nicht was war und was man gefühlt hat. Jeder hat mal einen schlechten Tag, je nach Umstand auchöfter. Jeder träumt, fühlt oder denkt auch komische Dinge. Ich befürchte immer, dass man mich nach meinen schlechten Tagen beurteilt. Ich fühle mich ständig auf dem Prüfstand und ich denke, dass bin ich auch, weil es jeden Tag direkt oder indirekt darum geht, wie wir weiter machen. Aber, vielleicht aus Pessimismus, scheint es manchmal, als zählen vor allem die schlechte Situationen. Wenn mal was schief läuft, wird die indirekt die Frage losgetreten, ob das hier das richtige ist. Während man weniger drüber nachdenkt, wenn es gut ist, weil man mit gutfühlen beschäftigt ist. Wenn dann alles immer situationsweise Wahrgenommen wird, zählt ja eben das schlechte der Situation und das Gute der letzten Zeit nicht so sehr. Das ist jedenfalls der gedankliche Strick, den ich mir gedreht habe. Ich denke immer, dass wenn die guten und schlechten Zeiten zählen würden, nicht alles so leicht erschüttert werden könnte. Ich möchte einfach nur das Gefühl haben, dass hier kein Roulette gespielt wird und mich auch anlehnen können. Aber ich habe viel zu sehr das Gefühl, das davon alles zerbricht. Darum hänge ich hier in der Schwebe, weiß nicht, was ich machen oder denken soll, möchte mich anlehnen, aber habe das Gefühl immer alles falsch zu machen und als wären Gefühle ein Fehler. Kann man sich nicht einfach nur lieben, wenn man sich...

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Kein Happy End

Im Laufe der letzten Tage ist mir klar geworden, dass es für mich und Sophie kein Happy End geben wird. Mehr noch: Es konnte niemals eines geben. Ich glaube das gehört zu den wichtigsten Erkenntnissen, die man in einer Beziehung haben kann. Ein Happy End würde voraussetzen, daß die Beziehung vorbei wäre, sonst gibt es ja kein Ende. Natürlich kann eine Situation vorbei gehen,überstanden werden. Aber darauf folgt oft bald die nächste, auch wenn sie vielleicht kritisch ist. Trotzdem folgt in einer Beziehung, so wie im ganzen Leben, Prüfung auf Prüfung. Dort jedes mal von einem Happy End zu reden, wäre schon inflationär. Ja – na gut… natürlich kann man von einem Happy End sprechen. Alles ist gut gelaufen und Sophie und ich machen weiter. Danke an alle, die uns geholfen, zugehört oder sonst wie ertragen haben. Ich will nur betonen, dass mehr ein Happy Weitermachen als ein Ende ist. Nur weil jetzt klar ist, dass wir beide zusammenbleiben, heißt das nicht, daß wir uns jetzt darauf ausruhen. Wir möchten beide Dinge besser machen, für uns beide, für den anderen und für uns selbst. Es fühlt sich ehrlich gesagt komisch an, daß jetzt alles klarer ist. Ich erwarte wohl, daß ich mich anders fühle als vorher. Tue ich aber kaum. Bis auf die ersten zehn Tage habe kaum an uns gezweifelt. Ich habe mich immer noch geliebt von ihr gefühlt und hatte das starke Gefühl, daß es sowieso gut ausgehen wird. Trotzdem habe ich (sie auch) mir immer wieder gesagt, daß alles nicht sicher ist und ich mir doch nicht sicher sein kann oder darf. Ich sollte mich lieber auf den Einschlag vorbereiten als mit vollem Tempo gegen die Wand zu fahren. Daraus wurde dann in den letzten Wochen ein Wechsel aus guten Phasen und künstlichen Panikphasen. Jetzt ist alles klar und wir stehen auch wieder offiziell zu uns, aber für mich ist es kaum anders als die letzten Wochen. Mich beunruhigt praktisch die Ruhe der letzten Zeit. Das ist fast so blöd wie es paradox ist. Aber ich weiß glaube ich, woran es liegt. Ich habe mir immer wieder gesagt, daß ich eben nicht sicher sein kann, mich künstlich beunruhigt. Wahrscheinlich, weil ich mein Vertrauen oder meine Intuition für verliebtes Wunschdenken abgetan habe. Ich habe mir also absichtlich den Ast abgesägt auf dem ich gesessen habe. Heute kann ich sagen, daß mein Gefühl richtig und mein Vertrauen vollkommen...

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I ain't dead yet

Nachdem ich mit derüberschrift jeden Freund von grammatisch einwandfreiem Englisch jetzt vertrieben habe, hoffe ich, dass wenigstens irgendwer weiterliest. Heute geht’s um das Ich undüber-Ich. Aber keine Sorge, das wird nur dasübliche Geschwafel und kein soziologischer Vortrag mit größerem Nährwert. Das Leben ist schon eine komische Sache. Was uns von Tieren unterscheidet, ist unser Bewusstsein, unser Charakter, also das rationale und emotionale aktive Wahrnehmen und Nachdenken verschiedenster Dinge. Instinkt wird durch Entscheidungen ersetzt. Beispielsweise denken wir ab und zu „Oooohh ein Ball!“ und wenn er uns an den Kopf fliegt, hätte sich ein Tier schon lange instinktiv geduckt. Das ist im täglichenüberlebenskampf oftähnlich. Während sich Tiere zielstrebig mit Fortpflanzen und Fressen beschäftigen, ist das bei uns komplizierter. Ganz davon abgesehen, dass wir den Luxus des Lebens gewohnt sind, also Autos, Getränke in Flaschen und Instant-Nudelsuppen, erfordert das Zusammenleben mit so vielen querdenkenden anderen Menschen ganz andere Taktiken. Wir sind nun doch irgendwie Herdentiere, die aber miteinander oft nicht klarkommen, weil sie mit sich selbst irgendwie nicht klarkommen. Das wurde in den letzten Jahren nicht besser. Die Rollenverteilung hat sich geändert, Religion und andere einen Rahmen gebenden Werte verschwinden und wir werden grundsätzlich auch verrückter. Mit anderen Worten: Zu zweit ist das ganz schön kompliziert. Es kostet Kraft, Nerven und tut – egal wie es läuft, irgendwann auch weh. Es hat kaum etwas anderes so ein großes Potential jemandem weh zu tun, wie Liebe. Dabei brauchen wir Liebe nicht zumüberleben. Sex klappt auch so ganz gut und das Fortpflanzen leider schon zu gut. Aber würden wir nur das tun, was wir zumüberleben brauchen, würde uns noch eine Keule und eine praktisch möblierte Höhle reichen. Das ist mir zu blöd. Ich bin froh, dass ich im Gegensatz zu vielen Tieren ein Ich habe. Ich fühle, Gutes wie Schlechtes und das gerne. Natürlich wünsche ich mir, dass Schmerz aufhört und ich Angst besiegen kann, aber ohne die schlechten Zeiten verlernt man die guten zu schätzen. Ich habe keine Lust mich zu benehmen wie ein gefühlsmäßiger Einzeller. Wobei ich dann ab und zu zum gefühlsmäßigen Amokläufer werde. Man braucht eben schon Schutzschilde, um sich abzuschirmen gegen alles, was einen zu sehr mitnimmt, zu viel Kraft kostet, um weitermachen zu können. Am besten löst man solche Dinge, bevor sie so groß werden, dass sie einen erschlagen können. Am besten tut man so was, wenn es geht, auch zu zweit. Ich denke, dass man alleine...

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Gegen Windmühlen

Im Moment ist jeden Tag alles gleich und doch so anders. Meine Gedanken kreisen und die Gefühle schwanken von Hoffnung bis Verzweiflung, schaukeln immer wieder hin und her, wie ein Boot auf offener See. Ich weiß nicht was morgen ist und noch nicht ein mal, was heute Abend sein wird. Nichts ist sicher und alles kann sein. Alles dreht sich immer wieder um die Frage: Was ist Liebe? Liebe ist, denke ich, nicht nur ein Gefühl, sondern auch eine Einstellung und etwas, das einander verbindet. Verknallt sein, Schmetterlinge und ein verrücktes Bauchgefühl, so fängt meißt alles an. Wir brauchen diese Energie, um vertrauen aufzubauen, sich füreinander zu interessieren und vertrauen zu lernen. Doch dasändert sich mit der Zeit, wenn mehr vertrauen und eine positive Art von Gewohnheit entsteht (Gewohnheit heißt nicht Gleichgültigkeit). Irgendwann teilt man mehr als ein Gefühl, man teilt zwei Leben miteinander. Man darf sein eigenes dabei aber nicht vergessen, weil sonst der eigene Teil der zwei entfällt. Liebe heißt zu vertrauen, zu teilen, zu geben und auch zu nehmen – sich zu zweit im Leben zu verwurzeln, die Vergangheit zu teilen und die Zukunft zu erwarten. Je mehr ich Sophie kennenlerne, desto sicherer bin ich mir, dass wenn ich einen Menschen kenne, der Lieben kann, dann ist sie es. Ich kenne niemanden der mehr gibt und so gutmütig und liebevoll durch das Leben geht. Aber ich habe sehr schnell gemerkt, dass sie sehr hohe Ansprüche an sich hat, zu hohe wie ich meine, aber das bin eben nur ich. Sie hat oft so ein schlechtes Gewissen für Kleinigkeiten, macht sich zu viele Sorgen um andere und dass sie etwas falsch machen könnte. Diese Sorge zeichnet sie aus. Dabei sind Menschen nicht perfekt, machenöfter Fehler und ausversehen kann leider auch viel passieren.  Es kommt darauf an, wie man damit umgeht. Irgendwann am Anfang hat sie mal gesagt, dass ich bestimmt nie so viel positivesüber sie schreiben könnte, wieüber meine Exfreundinnen. Oh man, wie falsch sie da liegt. Sie ist der beste Mensch den ich kenne und mehr als ich jemals erhoffen konnte. Sie denkt immer, dass sie mir nicht reicht, dass ich sie in so vielen Dingen schlechter finde als meine Exfreundinnen. Aber warum bin ich dann mit ihr zusammen? Warum gehe ich in dieser Situation nicht weg? Weil sie es mehr als wert ist. Wenn ich was an ihr auszusetzen habe, dann hängt das meistens damit...

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