Artikel mit dem angegebenen Tag "Sad Karma"

Eines der schwersten…

Es ist mitten in der Nacht und ich bin wieder schlaflos. Nicht, weil ich unentspannt oder nervös bin, ich werde im Moment einfach nicht müde. Morgen kommt Sophie wieder und ich freue mich auf sie, wie ein kleiner Junge auf sein hübsch verpacktes Weihnachtsgeschenk. Aber ich denke gerade auch an andere Dinge. Abgesehen davon, dass ich gerade Eureka gucke und die Serie es mir wirklich angetan hat. Ich habe ja auch das Twittern angefangen vor ein paar Monaten. Als einen der ersten habe ich einen Doktor kennengelernt, der immerüber Krankheiten twitterte, versuchte alle zu informieren und eine Heidenspaß daran hatteüber Vietnam und das Essen da zu reden. Er fliegt wohl immer rüber, um den Menschen da zu helfen und will mich auch mal mitnehmen. Ich denke, er meint das sogar ernst. Interessant finden, würde ichs sogar. Er hat mir Mut gegeben, als ich wegen Sophie verzweifelt bin. Aber seit Dienstag habe ich ihn nicht mehr verstanden. Was er gesagt hat, ergab nicht so richtig Sinn und vernünftig geantwortet hat er auch nicht mehr. Heute habe ich erfahren, dass er Dienstag nach sehr kurzer Krankheit gestorben ist. Ob er sich etwas eingefangen hat, als er anderen geholfen hat? Keine Ahnung. Seit Dienstag Twittert immer seine Verlobte. Sie wünscht ihm einen schönen Morgen und eine gute Nacht. Sagt ihm jeden Tag, dass sie ihn vermisst und noch liebt. Das Leben ist eines der schwersten. Ich wünsche ihr alles Gute und frage mich, warum es immer die Guten zuerst erwischt. Auch im kalten, unpersönlichen Internet, auch wenn es keinen richtigen Sinn hat, ich wünsche ihm, dass er in Frieden...

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Wo bist Du?

Vor zwei Tagen verschwand mein kleiner Teufel. Mein Kater ist weg und so langsam werden die sorgen größer. Er kommt nie rein, wenn es regnet, weil er sich irgendwo verkriecht. Leider fing es Abends an zu Regnen und hat seitdem hier nicht für 5 Minuten aufgehört. Der Regen schwämmt alles weg. Leider auch meine Hoffnung. .: Dido – Don’t Leave Home...

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Ruhe Bitte

Ganz schön still hier. Ich wünschte mir, es wäre hier auch so still und es könnte mal in meinem Kopf so still sein. Manchmal glaube ich, dass Stress genauso ist, wie Energie. Er geht nicht verloren, sondern wandelt sich nur um. Jedes Mal, wenn man ein Stück erledigt hat, kommt das nächste. Für mich reicht es gerade. Kurz nachdem der ganze Dreck erledigt und ich wirklich erleichtert war, gingen andere Dinge los. Nichts was ich hier erklären will, weil ich es auch nicht kann. Ich könnte es nicht genau genug wiedergeben und ich will nicht unfair oder ungerecht sein. Ich weiß nur, dass mich alles ankotzt und aufregt. Ich wünsche mir das Gefühl mal nicht durch ein Minenfeld laufen zu müssen. Man wird irgendwann müde und paranoid. Einfach mal Leben wäre toll und ich will von keinem jetzt ein „das will ich doch auch nur.“ hören. Dafür bin ich jetzt zu egoistisch. Irgendwann ist man so weit runtergebrannt, dass man alles, was einem noch etwas Zufriedenheit spendet, mit Klauen und Zähnen verteidigt wird. Jedenfalls wirkt sich so langsam die nicht vorhandene Ruhe auf mein Studium aus, wie ein flammendes Inferno auf eine Bibliothek. Alle Ideen gehen verloren. Irgendwann will man nur noch etwas schlafen, weil es schön still ist. Wer mir jetzt Suizid-Gedanken einredet, liegt erstens daneben und sollte sich zweitens mal selbst untersuchen lassen. Das schlimmste ist aber, dass mich das ganze schon wieder an jemanden erinnert. An etwas, dass ich früher nicht verstanden hab. Aber es liegt wohl an fehlender Erfahrung und an fehlendem Einfühlungsvermögen, wenn man Dinge nicht versteht. Manche möchte man wohl auch nicht verstehen. Vorallem hatte ich kein großes Interesse daran, Dich noch mal besser zu verstehen. Aber vor einer Erkenntnis wegzurennen, ist so ziemlich eine der dämlichsten Sachen, die man machen kann. Genau wie sich nur dort abzugeben, wo man bestätigt wird. Mal sehen, ob ich meine Ruhe noch finde. Alles Gute. (Wobei gut noch zu definieren wäre Harharhar). Apro pos. Mein Sarkasmus steigt z.zt. ins unendliche. .: Evanesence – Going Under...

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Nr. 3 für heute

Come to where the Textflut is. Nein, ich habe nichts Besseres zu tun, als Werbeslogans zu mißbrauchen. Die Texte tun es dem Schweiß gleich und sprudeln fröhlich hinaus, was aber leider nicht für Referate gilt. Diesen Textschwall bekam Vanessa leider auch schon ab und ich hoffe, sie nimmt es mir nicht zu krum. Ich bin auf dem Weg zu meiner Mutter, um meinen neuen Untermieter abzuholen. Seit gestern manifestiert sich eine schöne Melancholie in mir. Wobei Melancholie das falsche Wort ist. Ich bin nicht schwermütig, es eher so, daß es sich anfühlt, als sei nun Lebensabschnitt dem Ende nahe. Ich lenke hierbei, den bösen Zungen zum Trotz, die Aufmerksamkeit auf das Wort Lebensabschnitt. Keine Sorge, ich lebe weiter. Aber welcher Abschnitt gerade zu Ende geht weiß ich nicht. Vielleicht ist es, was ich gestern schon geschrieben habe. Ich fange an mich von der Erbschuld der letzten sechs Jahre zu befreien. Ich fühle mich langsam nicht mehr schuldig für alles, was mal passiert ist, werde es aber niemals vergessen. Nichts wiegt schwerer als mein schlechtes Gewissen, nur man sollte sich auch irgendwann selbst verzeihen. Man ist selten alleine die Wurzel allenübels, dazu gehören meistens zwei Menschen. Hier bin ich nun und schmunzeleüber viele Kleinigkeiten. Freunde, die sich auf dem Bahnhof verabschieden, Liebende, die sich wieder sehen und Rätselnde, die sich fragen was doch in meinem Katzenkorb sei. Ich finde im Moment sogar das Gefühl schön entmachtet zu sein. Mal jemanden nicht einschätzen zu können, hätte ich mir nicht träumen lassen. Ausgerechnet jetzt wo ich Sicherheit mehr denn je angepeilt hatte. Wenn ich doch etwas noch gut kann, ist es die meisten Menschen einzuschätzen, was hier alle sehr genau wissen. Genau wie ich weiß, daß ich dann grobe Fehler mache, wenn ich mit den Menschen umgehen soll. Keiner weiß wirklich, was Montag alles durcheinander gebracht hat und noch weniger können es verstehen. Aber ich bin froh, daß dem Kontrollfreak in mir gut zugesetzt wurde. Ich verabscheue Kontrolle, aber anscheinend war es lange ein Teil meines Lebens. Ich fühle mich leichter jetzt, wenn auch auf ungewohntem Gebiet. Ahh ich muß aussteigen. *wink* .: Danke Jones – Invisible...

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Orte

Please, please forgive me, But I won’t be home again. Maybe someday you’ll look up, And, barely conscious, you’ll say to no one: „Isn’t something missing?“ -Evanescence – Missing Wieder ein Stück weiter stehe ich hier an diesem unbekannten Ort. Ich weiß wie ich hier hin kam, aber ich weiß nicht wo ich bin. Eine weitere Sache der ich seit der Trennung aus dem Weg gegangen bin, waren einige Lieder von Evanescence. Gestern nach dem Gefühlsschub habe ich unterwegs alles gehört. Es gab mir den Rest des Trittes den ich brauchte. So flogen die Worte auf das Papier während ich merkwürdig von den anderen Fahrgästen angesehen wurde. Es mag vielleicht daran liegen, daß ich etwas zu dick angezogen war. Als ich meine Lederjacke und den Pullover anzog war ich mir der 30°C draussen auch nicht im klaren. Aber ich glaube es lag eher an meinem besessenen Gesichtsausdruck und dem debilen Grinsen. Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander. Leider bin ich viel zu weit auf der zweiten Hälfte, um ein mal etwas geniales zu machen. Obwohl es ziemlich genial war, was sich gestern alles bewegt hat. Nach so langer Zeit wieder die Inspiration einmal zu fühlen war wunderschön. Wenn man die Reue einmal verdrängt, dann kannst Du mir nur Recht geben. In Gedanken tust du es die ganze Zeit. Ich sehe mir gerade einen alten Schatz an, der seinen Wert verloren hat. Das woran er mich erinnert halte ich aber in Ehren. Wünsche ich mich zurück an diesen Ort? Nein, ich wünsche mich fort – ganz weit. Aber nicht allein. So höre ich Evanescence und lese was auf dem Schatz steht:“ 24.12.04 Larissa.“ .: Evanescence – Missing...

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