Artikel mit dem angegebenen Tag "Politikverdrossenheit"

(Fast) Ohne Worte: Expertenkreis Amok

Die wittern nach der Wahl von Schwarz-Gelb wohl ihre Chance. Werden sie sie kriegen? Jetzt machen Computerspiele natürlich wieder gewalttätig. Mehr noch, sie er höhen die Treffsicherheit. Ja wir sind alles kleine Scharfschützen, vielleicht haben sie auch nur Angst vor einem Militärputsch durch hochtrainierte Spieler. Die Taliban trainieren auch nicht in der Wüste, sondern auf LAN-Parties immerhin gibt es bei diversen Spielen Terroristen als spielbare böse Fraktion. Außerdem fordern sie eine europäische und internationale Harmonisierung des Jugendschutzrechts. Was heißt dabei harmonisieren? Unharmonisch ist neben China und Australien als einziges Deutschland. Harmonischer wäre international gesehen den Jugendschutz und dieses leidige Lobby- und Wahlkampfthema endlich zu beenden. Aber anscheinend denken sie, dass der Jugendschutz in anderen Ländern strenger ist als hier. Vielleicht hätten die Experten jemanden Fragen sollen, der sich damit auskennt. Natürlich war klar, dass in diesem Rahmen die Kinderpornosperren, eh Internetsperren wieder zum Zuge kommen. Hier der Linküber dessen Inhalt ich mich aufrege. „Expertenkreis Amok“ fordert Spielverbot und Internetsperren @...

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Wahlkampf-Geschenke

„Von Laien regiert“ ist ein Ausspruch, der von der Debatte um die Internet-Sperren geprägt wurde. Aber im Moment scheint es weniger ein Randeffekt, sondern das Motto der Politik zu sein. Zu bedenken ist aber auch Eines, ich bin Historiker und Politikwissenschaftler (aber eher Historiker) und kein Wirtschaftswissenschaftler oderähnliches. Trotzdem bleiben für mich bei der Politik einige fragen offen. Es entstehen sogar wesentlich mehr Fragen durch die Antworten. Frei nach dem Motto: Wenn das ihre Lösung ist, hätte ich gerne mein Problem wieder. Was war die Umweltprämie? Zuerst einmal, war es wohl eher eine Abwrackprämie, deswegen ist es auch der eher geläufige Name. Die Umwelt hatte davon wenig. Zwar sind neue Autos oft energiesparender und so weiter, aber es wurde eine Menge Energie sinnlos verschrottet. Ein großer Teil der Autos waren fahrtüchtig und wurden durch neue Autos ersetzt, für die natürlich auch riesengroße Mengen an Rohstoffen und Energie aufgebracht werden mussten. Sehr umweltschonend. Nun gut, aber was hat es der Bevölkerung und den Unternehmen genützt? Zuerst einmal war es eine Förderung eines sehr schmalen Wirtschaftsbereiches. Fahrzeughersteller, Zulieferer, Autohäuser etc. wurden gefördert. Andere Wirtschaftszweige oder die Innenstädte hatten davon nichts. Außerdem wurden nicht nur deutsche Autohersteller oder deutsche Produktionen gefördert, sondern ein internationaler Markt, ganz im Sinne der Globalisierung. Aber was hatten wir davon? Du und ich? Ein Freund von mir, wird wahrscheinlich von der Prämie profitieren. Aber ich? Ich habe kein Auto und kann mir durch die Prämie auch kein neues Leisten, da ich ja keines kriege, wenn ich noch keines habe. Sophie, der geht es genauso. Ein anderer Freund hat ein Auto, würde ein neues kaufen, hat aber nicht genug Geld. Meine Nachbarn hingegen haben ein schönes Auto, brauchen aber Geld für die Renovierung des Hauses. Also bezahlen wir (niemals vergessen, die Steuerzahler bezahlen so was)über eine halbe Milliarde Euro für Leute, die ihr Auto nicht mehr schön genug finden. Wir helfen Armen nicht, ein Auto zu bekommen. Dafür aber einer Familie, die sich zwar Nahrung kaum noch leisten kann, mit einem neuen Schlitten rumzufahren. Menschen, die einfach kein Auto wollen, sind selbst Schuld. Hilfen aus Steuern sind immer eine Art Umverteilung, wir zahlen alle unterschiedlich viel Geld ein und bekommen unterschiedlich viel raus. Wenn es schon Steuern gibt, sollten meiner Meinung nach, wenigstens die Menschen etwas raus bekommen, die wenig haben. Hier werden generell nur die Autofahrer gefördert, egal ob arm oder reich. Wobei die Reichen sich eher...

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Aasgeier-Methodik

Ein gefundenes Fressen, anders kann man es wohl nicht beschreiben. Die Leichen sind noch nicht ganz kalt und schon werden sie geschlachtet und die Möglichkeit bis aufs letzte ausgeweidet. Amokläufe sind immer ein gefundes Fressen. Für Lobbies und Verbände, Zeitungen und Fernsehen und natürlich für die Politik. Alle sind dankbar für ein neues Thema, denn die Finanzkrise nutzt sich langsam ab. Außerdem musste bei all der Diskussion um Computerspiele als Kulturgut, wieder ein Gegenbeispiel gefunden werden, sonst wären unsere Medienzecken wie Dr. Pfeiffer auf längere Sicht arbeitslos. Generell fehlt Medien und Politik wohl anscheinend das kreative Element. Sie schaffen keine Inhalte, sondern nutzen Geschehnisse wie Parasiten oder Aasfresser aus. Ob nun Dinge zur Chefsache erklärt werden oder wieder eine Reihe von Berichten auf Frontalüber Killerspiele läuft. Während in den ersten 36h noch der Fokus auf den Opfern lag, werden diese jetzt post mortem missbraucht. Ihr Tod dient nicht dafür das in der Zukunft zu verhinden, sondern allein um Geld mit ihrem Leiden zu machen oder Wahlkampf zu treiben. So geraten die vielen Initiativen zur besseren Betreuung der Kinder und der Prävention von Amokläufen wieder aus dem Fokus der Medien. Verbieten ist immer einfacher und im Falle der Medien sind Artikel mit gedroschen Phrasen und einfachen Feindbildern, weniger aufwändig zu schreiben, als richtiger fundierter Journalismus. Und so beginnt alles wieder von Vorne. Solange den Menschen kein Gefühl von Hoffnung und einer Zukunft gegeben wird, werden weiter viele Kinder und erwachsene Menschen in Amokläufen umkommen. Ohne Spiele, werden auch nicht weniger sterben. Der Amokläufer war psychisch krank und hat die Therapie verlassen. Selbst das wird kaum noch thematisiert. Nach Ursachen wird nicht gesucht, sondern aus ausschlachtbaren Einzelheiten. Und genau diese Dummheit der Menschen löst die Wut aus, die irgendwann unerträglich wird. Aber wenigstens schaffen die CDU und SPD nun ein Wahlkampfprogramm zu erstellen, dass sich letztendlich einmal unterscheidet. Dafür mussten auch nur 17 Menschen sterben. Während die CDU ganz klassisch ein Killerspiele-Verbot fordert, möchte die SPD stärkere Kontrolleüber Schützenvereine. Könnte man sich auf die SPD verlassen, hätten sie wohl meine Stimme. Aber wer hilft den Opfern? Wer versuchtüber seinen Vorteil hinaus sowas in Zukunft zu verhindern? Für mich bleibt außerdem noch eine Frage. Selbst mit den ganzen Verboten, warum laufen in Deutschland, dem Land mit der stärksten Gewaltzensur der Welt, mehr Menschen amok, als in anderen Ländern? Deswegen bin ich auch skeptisch, dass ein Verbotüberhaupt etwas bewirkt. Ich bin jedenfalls auch...

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Merkel verbieten

Nur mal wieder so ein kurzer Einwand. Ich bin dafür Merkel abzuschaffen und nach deutschem Recht  zu indizieren und beschlagnahmen. Nachdem jetzt Obama Bush ersetzt, gibt es nur noch die asiatischen Länder, die ein Klimaproblem darstellen. Nein Moment – Deutschland entpuppt sich als Klimablocker. Frau Merkel, in ihrer reaktionären Planlosigkeit, stellt sich auf Seiten der Industrie und der Umwelt verpester. Eine Kanzelerin sollte regieren und nicht selbst von Angst regiert werden, aber das wird sie. Die letzten Monate waren voller irrsinniger Hauruck-Debatten und sie hatte nichts zu sagen, außer „Ma’gucken“. Bekommt das Gewerbe Gutscheine für Verschmutzungsrechte. Nach der Finanzkrise muss man schützen. Die Arme Wirtschaft kann eben nicht auf sich selbst aufpassen. Die Kurzsichtigkeit dieser Maßnahme ist so offensichtlich, dass man fast erblinden muss, um sie zu ignorieren. Eine vielleicht ein paar Jahre dauernde Krisenphase (die dadurch bestimmt nicht verhindert wird), wird durch eine permanente Zerstörung unseres Planeten ersetzt. Ein guter Tausch? Wohl kaum. Damit dürfte wohl Merkel (nicht allein) mehr Kinder umgebracht haben als jedes Killerspiel. Verbietet Merkel! .: Dune & The London Session Orchestra – Nothing Compares 2 U...

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Der Sinn des Lebens, mal wieder.

Vielleicht liegt es daran, dass mein Kopf vollkommen verschnupft ist und ich durch Sauerstoffmangel eine Bewusstseinserweiterung erfahre, aber es ist mal wieder kurz Zeit, umüber den Sinn des Lebens zu spekulieren. Ich versuche auch kürzere Sätze zu machen, als den vorherigen. Geschafft. Wenn ich an Philosophie denke, denke ich zuerst an die Antike und die Wiedergeburt dieser in der Renaissance. Zwar gab es im Mittelalter sehr viel religiöse Philosophie, aber zuerst denke ich eben an die anderen beiden Epochen. Falls das auf mangelndes Wissen meinerseits zurückzuführen ist: Entschuldigung. Ich glaube, dass auch zum Nachdenken ein paar Vorbedingungen erfüllt sein müssen. Man braucht die Freiheit und Zeit, ein Thema und auch eine gewisse geistige Leistungsfähigkeit. Um sich Fragen zu stellen, braucht man die Zeit dafür. Je mehr Zeit man hat, desto mehr Fragen kommen auf. Brot und Spiele ist ein antikes Konzept, um die Leute zufrieden zu stellen und vom Denken abzuhalten. Heute wären das wahrscheinlich eher Alkohol und Pornos, aber das Konzept ist sehr flexibel. Alles in allem will ich sagen, dass ich denke den Menschen muss es besonders gut oder besonders schlecht gehen, um viel zu philosophieren. Natürlich versiedet das nicht in durchschnittlichen Zeiten. Je besser es uns geht und je mehr Möglichkeiten wir haben, desto eher denken wir darüber nach, was wir mit unserer Zeit anfangen sollten. Das setzt uns in unserer leistungsorientierten Zeit unter den Druck nicht nur das Richtige zu tun, sondern das Bestmögliche aus einer wirtschaftsorientierten Sicht. Wenn man mit demüberleben beschäftigt ist, hat man keine Zeit oder auch keine Wahl darüber nachzudenken, was man denn gerne tun würde. Während man früher tun musste, was dasüberleben sichert, tut man heute etwas und weiß nicht, was dabei rauskommt. Viele Menschen Arbeiten und können ihrüberleben damit nicht sichern. So wie man früher eine schlechte Ernte hatte, kann heute eine Krise eines globalen Konzerns, regional das Leben verderben. Auch wenn man in unserem (!) Teil der Welt selten verhungern muss, der Feind istüberall. Manager, Politiker, Amok-laufende Schüler, Bart-und-Turban-Träger oder die Kollegin, die deinen Job will – das Unheil scheint manchmal unausweichlich. Auch wenn an den Feindbildern nicht viel dran ist, Turbane machen keine Terroristen und die Kollegin war vielleicht einfach nur scharf auf dich, die allgemeine Angst und Verunsicherung (nicht die Band), ist schon spürbar. Was ist also das Richtige? Was ist das Sicherste? Das Bedürfnis nach Sicherheit verdrängt oft die Frage nach einem Sinn. Was soll...

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