Artikel mit dem angegebenen Tag "German Angst"

Im Kreis drehend, auf der Suche nach dem eigenen Schwanz

Vor einem guten halben Jahr ist das Thema schon mal bei mir sauer aufgestoßen. Da der Dalai Lama jetzt wieder durch die Politik geistert, als wäre er ein Zeichen der drohenden Apokalypse, sehe ich so langsam wieder rot. Gut, dass ich Schnupfen und einen dicken Kopf habe, weswegen ich generell gerade etwas  träge bin. Sonst würde ich mich wahrscheinlich mehr aufregen. Mal wieder steht die Frage im Raum, ob man sich mit einem Friedensnobelpreisträger und Vertreter einer pazifistischen Religion treffen soll oder sich lieber auf die Seite einer faschistischen Republik stellt, die immer noch gerne Staatsfeinde (also Menschen mit eigener Meinung) verschwinden lässt (also wohl tötet). Oh, ich polarisiere gerade. Darf man das als Deutscher? Eher nicht, aber wenigstens werde ich jetzt nicht „verschwinden“ (hoffe ich). Es gibt bestimmt viele Gründe, warum wir Bedenken bei einem Treffen mit dem Dalai Lama hat, aber sehr wenige gute. Da wir sowieso immer Angst vor der eigenen Identität (sowohl als Staat als auch als Person) haben, folgen wir wohl immer noch dem, der am lautesten ruft. Leider ruft Chinas Politik und vor allem Wirtschaftsmacht lauter, als diskussionsbereiter Philosoph. Der Dalai Lama argumentiert, bei uns muss man dreist schreien. Wir zogen für den Nationalsozialismus in den Krieg, für Öl und Rohstoffe und auch um Bündnispartner zu unterstützen. Schwer lastet auf uns die Schuld der Judenverfolgung. Wäre es da nicht angebracht vielleicht ein unterdrücktes Volk zumindest moralisch zu unterstützen? Leider nicht, denn unsere Barbies sind Made in China und wir folgen dem nächsten Diktator.  Selbst wenn der Dalai Lama empfangen wird, werden sehr viele dagegen sein. Da spiegelt eine Einstellung in der Politik wieder unter der ich nicht Leben kann und will. Zwar denke ich, dass man immer etwas verändern sollte, etwas schaffen, wenn man unzufrieden ist. Aber für Deutschland vergeht mir langsam die Lust. Dazu gehört ein gewisses Nationalbewusstsein und etwas Patriotismus. Aber wir haben schon Ende des 19. Jahrhunderts aufgehört eine Nation zu sein und waren mehr die Summe unserer Führer. .: The Offsping – Pretty Fly...

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Merkel und der Weg zum Glück

Ich bin davon ausgegangen, dass sich das Thema nach kurzer Zeit wieder in Luft auflöst, aber da habe ich mich wohl geirrt. Stattdessen, dass es verschwindet, avanciert es zu einem wichtigen Thema. Leider wird es eher zu Tode geritten, als diskutiert. Dabei ist es inzwischen viel zu wichtig, um es „[…] im Ton und mit den Argumenten zänkischer Kesselflicker abzuhandeln.“   Ich spreche vom privaten Empfang des Dalai Lamas durch Angela Merkel. An sich, sehe ich an der Frau nicht viel Positives und an der CDU/ CSU als solches erst recht nicht. Aber der Empfang war richtig. Zwar gibt man sein Privatleben als Politiker größtenteils auf, weil man als Ganzes im Beruf steht und ihn nicht zu Hause ablegen kann. Als Merkel Chinas Staatsfeind empfing, kühlten sich die diplomatischen Beziehungen stark ab. Dafür wird seitdem heiß diskutiert, nicht nur von Diplomaten, sondern auch im Bundestag. Wobei den Wortwechseln oft der Anspruch fehlt,überhaupt Diskussion genannt werden zu können. Stattdessen, dass sich Deutschland, um eine Strategie für China bemüht, wird gezankt und Wahlkampf gemacht. Alles auf einem Nänänänä-Du-bist-so-doof-Niveau.   Vielleicht hat Merkel die Auswirkungen des Treffens unterschätzt. Vielleicht war es wirklich kurzsichtig und dumm. Aber wir müssen auch gucken mit wem wir hier verhandeln. Chinas Vorteil für uns ist seine wirtschaftliche Macht. Abgesehen davon ist es ein wunderschönes Land (finde ich) mit einer interessanten Kultur und netten Menschen.   Davon mal abgesehen, müssen wir China auch als Staat sehen. Offiziell verhandelt Deutschland nicht mit Terroristen, warum dann mit China? China ist eine totalitäre Diktatur. China steht für alles, das eine Demokratie nicht sein will. Wir sind gegen Rassismus, aber wenn ein Staat aus politischen Gründen seine eigenen Einwohner ermordet ist das ok, ja? Meinungsfreiheit und Menschenrechte braucht sowieso niemand. Vielleicht sollten wir Anfangen Ideen aus China zu importieren und nicht nur aus den USA und Dänemark. Dann wären Wahlkämpfe einfacher undüber die Nebenkosten würde sie auch niemand interessieren.   Aber solange es hier noch nicht so ist, sehe ich nicht ein, warum wir uns von einer Diktatur unser Verhalten diktieren lassen sollten. Die Politik sieht das nicht so klar. Geld macht wohl eben doch schön. .: Hab keine Musikidee gerade...

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Scheiß auf die Meinungsfreiheit

Was ist eigentlich das Internet? Ich meine ausser einer Datenleitung, die jeden kleinen Heim PC mit einem gigantischen Netzwerk verbindet. Zuerst einmal, war es eine riesen große Ansammlung von Pornos. Dann kam das große Zeitalter des Spams. Aber nebenbeiüberquilte das Internet nicht nur mit Brüsten, sondern mit Meinungen. Die Meinungen haben dabei ein Spektrum, das die Farben eines Regenbogens bei weitemübertrifft. Dabei gilt auch wie immer: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Oft ist die geistige Umnachtung so Finster, dass man die Hand vor Augen nicht sieht. Na und? Meinungen sind Meinungen und jeder Mensch sollte eine haben. Wenn einem die Meinung eines Anderen nicht gefällt, kann man sie im Diskurs widerlegen oder ihn einen Idioten nennen und die Sache bei sich belassen. Nein wir sind Deutsche und Meinungen sind gefährlich. Natürlich ist Dummheit nicht gerade der Gesellschafts bestes Gut. Aber Foren, Blog und Wikipedia sind hervoragende Mittel, um die Dummheit aus der Welt zu schaffen. Im besten Falle, werden Fehler im gemeinschaftlichen Diskurs bereinigt. Die Menschen lernen etwas. Das ganze kann ja nur schlecht sein, wenn der Lerneffekt nicht von einer traditionellen Lehrperson ausgeht. Statt den Lerneffekt zu begrüßen oder eben den Umgang mit dem Internet zu lehren, versuchen Viele den typischen deutschen Weg zu gehen und es zu verbieten. Filtert Meinungen, zensiert das Web und beschränkt den Zugang. Und das in einem Land, das wie kaum ein anderes auf den Fortschritt angewiesen. Wir sind Export-Weltmeister. Wie lange noch? Zu den Dingen, die wir nicht exportieren gehören auf jeden Fall Ideen. Die importieren wir eigentlich auch nicht, es sei denn, sie klingen amerikanisch. Kein Wunder, Ideen, die Neues bringen, sind unbeliebt. Auch kein Wunder, dass so viel Müll im Internet steht. Wir sind es kaum noch gewohnt eine Meinung zu haben und das Vakuum muss irgendwie gefüllt wird. Man sieht das auch im Umgang mit unserer Vergangenheit. Der Nationalsozialismus ist das dunkelste Kapitel unseres Landes. Aber man darf ihn nicht totschweigen. Nein – er wird nicht tot geschwiegen. Er wird oft genauso ernst genommen, wie der Kirchenunterricht vor der Konfirmation von den Kindern. Er ist Mittel zum Zweck zu einer guten Note, aber wird wirklich Verständnis erreicht? Wohl kaum, sonst wären Sachsens Wahlergebnisse oft anders. Ganz davon abgesehen sieht man Hakenkreuze nicht nur in Dokumentationen, sondern auch in Filmen und Serien. Erscheinen sie in Spielen (es gibt auch sowas wie Antikriegsspiele) werden sie verboten. Was nicht anders zu...

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Durchgebrannt

Ich dachte ja immer, dass mir irgendwann eine Sicherung durchbrennt, aber so wie es jetzt gekommen ist, war das ganze nicht gedacht. Ich war immer wieder krank, wenn das eine vorbei war, kam das Nächste. Das ganze hat mich ziemlich mit genommen. Ich wurde deprimiert und lethargisch auf der einen Seite und intolerant und aggressiv auf der anderen. Aus meiner Uni-Freude wurde im Laufe der Zeit eine Existenzangst. Erfolge kann ich nicht mehr verbuchen, nicht dass ich keine hätte, aber mir erscheint alles, was ich tue wertlos und ungenügend. Ich meine, ich hab trotz Krankenhaus meine Zwischenprüfung geregelt bekommen, bekam auf die Hausarbeit eine 1,3 und leiste wirklich gute Arbeit. Nur zieht das ganze an mir spurlos vorbei. Dafür wiegt die Tatsache, dass ich schon im 6. Semester und gerade so auf der Hälfte bin, sehr viel schwerer. Es zieht mich runter, begräbt mich unter sich und paralysiert mich. Das klingt theatralisch, fühlt sich aber trotzdem so an. Genau wie dieser Blog hier. Ich weiß, dass ich schreiben kann. Ich habe mir und vielen anderen Leuten geholfen, aber mir reicht das nicht mehr, um mir das Gefühl geben zu können, dass ich was kann. Wenn ich jetzt nochüber den Stress der letzten paar Jahre rede, höre ich mich gleich an als wäre ich suizid gefährdet. Kommen wir vom deprimierten psychischen zum angegriffenen physischen. Wie gesagt, ich bin andauernd krank. Jetzt kuriere ich gerade eine Gehörgangsentzündung aus, nachdem meine Bindehautentzündung abgeklungen war. Wegen der ganzen Erkrankungen wurden jetzt zum zweiten mal in diesem Jahr meine Blutwerte von oben bis unten durchgecheckt. Mir wurde so viel Blut abgenommen, dass es für einen mittleren Vampirclan gereicht hätte. Außerdem wurde ich, eben wegen den Immunproblem das zweite Mal auf HIV geprüft. Das Ergebnis war zum Glück dasselbe wie letztes Mal. Bezieht man die anderen Tests mit ein, dann waren meine Blutwerteüberragend gut. Mein Immunsystem ist fitter als ein normales, gesundes. Warum bin ich dann immer wieder und immer mehr krank? Kommen wir doch mal zurück zu meiner deprimierenden Einleitung dieses Eintrags. Dass ich unter dem Stress leide, ist mir klar und daran versuche ich was zuändern. Aber das ganze nimmt auch noch eine weitere Wendung. Den ganzen Mist kann man auch unter einer Sache abhaken. Burnout-Syndrom. Da es keine offensichtlichen physischen Ursachen gibt, liegen psychische Nahe. Durch mein Verhalten und meine Symptome, liegt das Burnout Syndrom oder etwasähnliches am nächsten. Also werde ich...

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Stumpfe Klinge

Ladies and Gentlemen, welcome to my… ach was zum Teufel. Seit meiner Hausarbeit, die jetzt etwasüber eine Woche abgeschlossen ist, ist mein Gehirn leer geschrieben. Wenn ich mir einige Passagen meiner Arbeit durchlese, fällt mir auf, dass mein Gehirn wohl auch schon vorher leer war. Ich habe mein Schwert stumpf geschlagen, ich schwinge es aus Müdigkeit nicht mehr mit aller Kraft und Präzision. Das soll nun ein Ende haben. Ich muss wieder mehrüben, mehr Schreiben, mehr Kämpfen. Immerhin gabs hier lange nichts zu sehen. Ab und zu mal ein paar vereinzelte Glücksbärchis und Hasstiraden. Das geht auch anders und eben besser. Dabei gibt es jetzt mehr denn je zu schreiben. Jetzt wo Politiker durch die Straßen ziehen und mit Lug und Trug die Menschen fangen, als hätten sie das Zeugen Jehovas Studium abgeschlossen und ihren Master in Scientology gemacht. Nein, wir wollen heute nichtüber Jesus sprechen. Wiedergeburt und Erlösung sind viel zu weit entfernt, besonders wenn Killerspiele, Handyvideos und Flatrate-Sauf-Parties den Belzebub in die Herzen unserer Kinder führt. Die Menschen wagen es wiederüber den Zweiten Weltkrieg zu reden, anstatt in stiller Furcht und Schande zu Leben. Sie machen sogar Komödien darüber! Außerdem fällt die Geschichtswissenschaft, die zu einem großen Teil zur Wiedergutmachung ihre Kapazität stark auf WW2 legte, auch davon ab. Wenn das kein Zeichen für die Verdammnis des Staates ist, was dann? Ich glaube es ist ein Zeichen dafür, dass wir den richtigen Weg gehen. Wir lernen mit unserer Vergangenheit leben und dafür, dass es nicht wieder geschieht, muss man auch darüber reden und nicht nur anmahnen:“Siehst du das da? Tu das NIE! Und wenn du jetzt noch mal darüber redest, GEHST DU DIREKT INS GEFÄNGNIS, GEHST NICHTüBER LOS UND ZIEHST KEINE 2500€ EIN!“ Es sind vor allem die migräneverursachenden Warum-Fragen, die eine Antwort verdienen. Nazi-Symbole (darf ich das Wortüberhaupt benutzen?), die durchgestrichen, zerschmettert und in irgendeiner anderen Form vernichtet dargestellt waren, durch weder getragen noch gekauft werden, weil man sich zu sehr an ihren Anblick gewöhnen könnte. Zum Glück, wurde das Urteil kürzlich aufgehoben. Aber was für eine Logik steckt hinter dem Verbot. „Was ich nicht sehe, das gibt es auch nicht.“ Diese Logik versteht jeder 4-jährige. Wobei 6-jährige meistens schon erwachsener sind und diese Logik entkräften können. Dadurch, dass ich Hakenkreuze (Verzeihung!) sehe, werde ich sofort zum Nazi. Wenn ich sie nicht sehe, natürlich nicht. Mit sozialen Umständen hat das natürlich nichts zu tun. Ich werde...

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