Artikel mit dem angegebenen Tag "Familie"

Geschützt: Phoenix aus der Asche?

Aufwachen ist schwer. Wenn man langsam realisiert, das nichts mehr ist wie vor ein paar Tagen, dass jemand fehlt, dass ein großer Teil von sich selbst fehlt. Es ist jetzt das zweite Mal ohne sie. Und sie braucht Zeit, um sichüber vieles klar zu werden. Das kann ich gut verstehen. Sie hat eine schwere Zeit hinter sich, die zwar langsam besser wird, aber alles was war, ist ja immer noch ein Teil von einem selbst. Aber in den fast drei Jahren habe ich auch gelernt, was wir zusammen alles schaffen können, wie schön alles sein kann und wie sehr ich ihr vertraue. Sie ist für mich alle Mühen wert, auch dieses Zittern hier. Sie ist so ein guter Mensch und leidet auch viel, weil sie sich zu viele Gedanken um mich macht. Dabei ist es nur menschlich immer mal die Orientierung zu verlieren und an allem zu zweifeln. Wir haben es doch bis jetzt auch immer wieder gefunden. Wir sind sooft ein Herz und eine Seele, kuscheln und tun was zusammen, das würden wir nicht, wenn wir keine Verbindung mehr hätten. Ich musste gestern Abend noch so weinen, weil meine Mutter angerufen hat, nach langer Funkstille. Sie hat nur gesagt, dass sie sich das beste für uns wünscht, weil wir so ein schönes Paar sind und sie weiß, wie viel man verlieren kann, wenn es nicht immer versucht. Sie wollte das erste mal gar nichts selbst und hat einfach nur alles Gute für uns gewünscht. Gestern war ich bei der Therapeutin, zu der wir als paar gehen wollten. Ich merke jetzt erst, was alles möglich ist, was man wie anders verstehen kann. Ichärgere mich total, dass wir da nicht früher hingegangen ist und das ich es war, der zuerst gegen eine Paartherapie war. Wenn es jetzt vorbei sein sollte, dann ist das so tragisch. Das Therapiegespräch gestern hat mir so einen Mut gemacht, das man unsere Verständnisprobleme in den Griff kriegen kann. Ich wünsch mir nämlich immer, dass ich ihre Sprache lerne, weil ich immer etwas sage und für sie dann das Gegenteil ausdrücke. Wir haben so eine gute Basis und ich bin davonüberzeugt, dass wir das schaffen würden. Ich habe auch gelernt, wie ich michändern kann, um besser zu reden. Wir sind nicht das erste Mal in dieser Situation. Wir haben zwei mal danach einen Fehler gemacht. Ich wollte so vieländern, will das auch immer noch. Nur es...

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Verbieten statt Verhindern

Den folgenden Artikel habe ich Freitag geschrieben, aber heute erst fertig gemacht. Aber er kommt ja passend zum Gesetzesentwurf. Es gibt Momente, da fällt mir auch nicht mehr viel ein. Jetzt zum Beispiel muss ich mich wesentlich mehr darauf konzentrieren keine geifernden Hasstiraden zu schreiben, als auf den eigentlichen Text. Ab heute treten wir in die Fußstapfen sämtlicher moderner, faschistischer Diktaturen und Filtern das Internet. Gut – faschistische Diktaturen und Australien. Aber wie Zensurparanoia voranschreiten kann, zeigt Australien ganz gut. Heute die Kinderpornos und morgen die ganze Welt. Natürlich muss auch hier erstmal die Demutsbekundung erfolgen: Ich verabscheue Kinderpornos und die Täter gehören bestraft. Nur das eine, also die Kinderpornos, hat mit dem anderen, dem Internetfilter, wenig zu tun. Noch ein Mal von Vorne. Das liebe Supermädel und dieübermutter Ursula hat wieder ihre alte Leyer vorgespielt, um ein erneutes Mal die Welt zu verändern. Nachdem ihre erhöhten Zuschüsse für Familien aus den Frauen immer noch keine Gebärmaschinen gemacht haben, legt sie sich dieses Mal direkt mit der Demokratie an. Der neue Feind heißt Internet, nein noch nicht direkt, sondern Kinderpornographie. Immerhin sind solche Bilder und Videos im Internet an jeder Ecke frei verfügbar, weswegen man mit den normalen rechtsstaatlichen Mitteln nicht mehr weiterkommt. Darum hat sie die großen Provider an einen Tisch gebeten und alle, die nicht mitmachen, sind Kinderpornographen. Die Schweine. Unterzeichnet wurde ein Vertrag zur Sperrung von Inhalten, die das BKA vorgibt. Dabei hatte sie es so eilig, das sich nicht auf ein entsprechendes Gesetz warten konnte. Vielleicht hätte ja auch das kinderpornographieschützende Bundesverfassungsgericht etwas dagegen gehabt. Demokratie und der ganze Kram, der einem bei so was immer den Tag verdirbt. Nein nein, dann lieber nach faschistischer „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ Mentalität ordentlich auf den Putz hauen. Aber recht hat sie damit, weder im Bundestag, noch bei den Providern widerspricht ihr jemand. Der Chaos Computer Club und die normalen Internet Nutzer sind sowieso pervers, auf die muss man nicht hören. Genausowenig, wie man auf irgendjemanden hören muss. Wenn ein LKA sagt, dass die Sperre nur für die Demokratie bedenklich ist, für die Kinderpornographen aber nicht, dann gibt das Zensursula wenig zu denken. Auch nicht, dass solche Bilder kaum im Internet sind, sondernüber Handynetze oder private Server verteilt werden. Außerdem ist eine Sperre des DNS Servers sowieso nutzlos, da man die Server nochüber ihre IP erreichen kann. Worum geht es dann der Zensursula? Denkt...

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Zerrspiegel

Ich werde aus dem Spiegel bzw. Spiegel Online nicht schlau. Der Spiegel hat so deutlich nachgelassen, dass ich ihn nur noch online lese und nicht mehr dafür zahlen will. Gleichzeitig führen sie eine konservative anti-Internet-Kampagne und springen auf jeden „Flavor of the Month“-Journalismus-Zug auf. Trotzdem gibt es auch immer wieder wahre Artikel wie diesen hier. .: Emil Bulls – Pure Anger...

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Helas!

Tagchen, also das ist ja ein deprimierendes Bild hier. Wäre ich nicht, ich selbst, dann würde ich mir aber was von mir anhören müssen. Ich bin etwas vom Weg der Worte abgekommen. Nein – ich habe keine Midlifecrisis, obwohl ich feststehen muß, daß ich Frauen und Autos mag. Trotzdem ist das wohl eher ein Grundbestandteil meines Charakters. Nicht alle Dinge lassen sich mit Worten lösen. Oft sollen Worte Gefühle vermitteln. Bloß wie soll man Gefühle genau beschreiben? Sie sind oft so komplex und verwirrend, daß eine zweifelsfreie Erklärung nicht möglich ist. Man kann die schönsten Sätze der Welt bauen, nur leider muß der andere sie auch genauso interpretieren, wie man sie gemeint hat. Mein Tipp der Woche: Redet weniger und laßt die Menschen mehr spüren was ihr empfindet. Ich distanziere mich hiermit von jedem Verbrechen und etwaigem Schaden, der durch diesen Tipp entsteht. Jetzt bin ich gleich auf dem Weg zur Bank, dann zum Fitnessstudio (3x s?) und dann auf dem Weg in die Uni. Ich konnte das letzte Posting auch nicht noch länger stehen lassen. Mit meiner Freundin ist alles in Ordnung, es ist zwar eine Achterbahn der Gefühle, aber eine aus der ich niemals Falle und die den Eintritt wert ist. Familie heißt zusammenhalten, füreinander da sein. Ich hoffe unser Weg trennt sich niemals. .: Dido – White Flag...

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Mein Weg

Huhu, ich hatte heute wieder einen Selbstfindungstag. Mein Routenplaner war wohl offline und alles was sich angestaut hat, baute sich ab. Dasäußerte sich in einem langen Gespräch mit meiner Oma und einer verdammt langen Email an meine Stiefmutter. Das Problem ist, wie immer: Mein Unigewissen. Ich bin zu wenig in der Uni, aber mehr hingehen bringt auch nichts. Die Sääle sindüberfüllt und meine Scheine kriege ich trotzdem, aber meine Semesterwochenstunden nicht. Abgesehen davon bin ich ein Schandpfleck der Gesellschaft, weil ich nicht mehr arbeite und Unterhalt von meinen Eltern bekomme. Aber mir geht es gut so! Ich bin wer ich bin, nur komme ich damit wohl nicht mehr klar. Ich bin ehrlich, ich bin verantwortungsvoll, intelligent. Ich bin ein guter Mensch. Seit ich 14 bin kümmere ich mich um die Häuser, ich hab schon früh mehr Verantwortungübernommen, als viele jetzt haben. Ich mache mir so viele Gedanken um alles. Das wißt ihr besonders. Ich mag mich! Ich helfe allen und verzichte gerne. Ich habe nur ein Problem damit, daß ich noch mehr Streß auf mich nehmen soll, nur um anderen zu gefallen. Ich bin zu wenig in der Uni, aber ich erledige alles andere. Ich lerne jetzt zu Hause und lese Bücher, auch wenn sie nicht zum Seminar gehören. Ich will lernen und ich lerne gerne. Aber ich sitze nicht gerne sinnlos inüberfüllten Vorlesungsäälen ohne was zu verstehen und zu lernen. Wenn ich mir mit dem Verhalten was kaputt mache, werde ich es danach besser machen. Aber das hier ist mein Weg im Moment. Ich brauche mehr Sicherheit für mich selbst, mein Gewissen macht mich verrückt. Ich versuche das zu tun, was für mich das richtige ist und nicht was alle tun, nur weil es eben alle tun. Verdammt ich bin 23 und nur einmal jung. Ich habe nie etwas schlimmes angestellt, ich habe nie etwas versaut. Jetzt will ich darauf stolz sein können und sagen:“Das ist mein Weg.“ Denn es ist mein Weg und ich muß damit leben. Ich habe keine Ahnung, ob er perfekt oder vorbildlich ist. Ja er ist etwas faul, aber dafür tue ich eine Menge andere Sachen. Versteht das oder nicht. Im nächsten Jahr will ich einigesändern. Ein paar Sachen an mir, aber viele Sachen daran, wie ich die Welt auf mich wirken lasse. Ich möchte ich sein. Im Moment heißt das, daß ich das Leben genießen möchte. Das heißt für mich natürlich: Spaß...

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