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Energiewende

Jetzt wo ich wieder eine Plattform habe, um meine Meinung ins Internet zu pusten, muss ich das auch tun. Aber wir sprechen heute nicht über Zwangstörungen. Fukushima hat die Energiediskussion wieder aufleben lassen. Mir ist damals schon sauer aufgestoßen, als die CDU eine variable Laufzeitverlängerung beschlossen hatte. Die „Jahre“, die die Meiler weiterlaufen, sind Zeitkontingente, die auf die Auslastung der AKWs umgerechnet wird. Also sind zehn Jahre keine zehn Jahre, wenn das Kraftwerk nur auf 70% läuft. Bei einem atomaren Unfall spiel es allerdings keine Rolle, wie stark das AKW vorher ausgelastet war. Zurück zur Energiewende. Wie eine Freundin zu einem völlig anderen Thema meinte:“Drei mal Links ist ein Rechts.“ Und so kamen wir vom Atomausstieg zur Atomförderung zur Brückentechnologie zum Ausstieg und mal sehen, wo wir morgen stehen. Ein Punkt, den man im Moment oft hört, ist, dass so viele Dinge nicht gleichzeitig schief gehen können, um in deutschen Kraftwerken einen GAU auszulösen. Es wäre sehr unwahrscheinlich. Aber sind Unfälle bzw. Katastrophen nicht immer eine Verkettung unglücklicher Umstände? Sieht man das nicht gerade in Fukushima? Es ist völlig irrational jetzt mit Angst vor einer atomaren Katastrophe kopflos durch die Gegend zu rennen. Aber das heißt nicht, dass ein Atomaustieg nicht der richtige Weg wäre und auf die nächsten 100 Jahre bezogen, ist eine Katastrophe vielleicht unwahrscheinlich, aber ein unnötiges Risiko. Ich wollte eigentlich eine Lanze für Thorium Reaktoren brechen, da diese sicherer sind als unsere typischen Reaktoren. Ein Grund, warum wir sie nicht nutzen, ist dass sie für die Energieunternehmen zu teuer sind. Genau das ist das Problem, was ich mit der Energiediskussion habe. Die Risiken werden von marktorientierten, oft kurzfristig operierenden Unternehmen verwaltet. Bei all meiner liebe zum Kapitalismus, sollte eine Schmutzige Bombe nicht in den Händen von Unternehmen sein. Natürlich geht es den Unternehmen auch um Sicherheit, aber nur um die, die sie auch erfüllen müssen. Gut, dass Merkel alle AKWs überprüfen will oder? Das schöne am Begriff „Prüfen“ ist, dass er keine weitere Handlung impliziert. Wie ich von dpa-Mitarbeitern weiß, sollen zumindest Merkels Prüfungen wie folgt ablaufen: Jemand ruft im AKW an. Sie fragen, ob alles in Ordnung ist. Sie bekommen eine Antwort. Ende. Aber kommen wir zu den Thoriumreaktoren. Die Lanze breche ich jetzt nicht mehr, da ich erinnert wurde, dass man auch verantwortungsvoll mit atomarer Energie umgehen muss.  Zur Erklärung schaut einfach mal hier. Also was tun? Ich denke, es ist völlig falsch...

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