Artikel mit dem angegebenen Tag "Bielefeld"

Reisebericht

Es ist gerade Sonntag und das Wochenende ist zum Glück um. Ich sitz im ICE von Bielefeld Richtung Hannover. Um alle Vorurteile zu bestätigen: Der ICE ist natürlich mit 15 Minuten Verspätung abgefahren. So viel zum Plan gleich eine Freundin pünktlich vom Zug abzuholen. Aber fangen wir doch erst einmal am Freitag an. Freitag morgen lag ich auf dem Sofa, schlaftrunken und traurig. Ich schlafe im Moment nicht im Bett, weil mir dann auffällt wie sehr sie mir dann fällt. Klar – es ist ruhiger und wir streiten uns nicht, aber ich denke gut von ihr. Ihre Wärme fehlt mir. Die nächsten Stunden wurden qualvoll totgeschlagen indem ich mich von jedem langsam verabschiedete und noch mit meiner Mutter stritt. Ich mußte an die nächste Woche denken. Immer wieder hallen die Worte, die ich ihr sagen möchte in meinem Kopf wieder. Immer wieder gehe ich Möglichkeiten und Reaktionen durch. Immer wieder und wieder. Endlich war es so weit, naja nicht ganz, ich fuhr eine Stunde zu früh in die Stadt. Ich habe es zu Hause mit meinen Gedanken nicht mehr ausgehalten. Im Bahnhof besorgte ich das Ticket für Samstag und schlug noch eine Stunde mit Erinnerungen und Gedanken tot. Warum denkt sie nicht mal an mich? Sie lä0t keine guten Gefühle zu, nicht mal den Gedanken daran, daß es jetzt anders wäre. Dann war es soweit, ich traf mich mit Julia und fuhr mit ihr zu ihrem Mann nach Hause. 2 Flaschen Met und einige hoffnungslose Gespräche später ging es Richtung Capitol feiern. Also alle schienen zu feiern, nur ich nicht. Mir gefiel es dort ganz gut, ich konnte nur denken: Warum ist sie nicht hier? Warum hat sie keinen Spaß mit mir? Sie will etwas erleben, warum denkt sie, daß ist mit uns nicht mehr möglich? Ich hatte Spaß, ich hab gefeiert. Gegen 3 Uhr bin ich aber dann schon nach Hause. Immerhin wollte ich um 10 Uhr wieder in der Stadt sein. Gesagt, getan. Samstag hieß es dann auf nach Bielefeld! Einerseite hab ich fast geweint, weil ich nie wieder diese heimatlose Wanderstimmung haben wollte. Andererseits hatte ich ganz viel Hass auf diesen Ort und war froh von Zuhause weg zu sein. Was Bielefeld anging hat alles geklappt. Der Zug war pünktlich, obwohl er als verspätet angekündigt worden war. Gegen 13:30 Uhr war ich dann schon in Bielefeld beim lieben Fassy. Wir sind schnell nach Hause gelaufen und...

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