Artikel mit dem angegebenen Tag "Bad Karma"

Mord in Wohnblock-Szene

…war wohl etwas zu normal, da in den etwas trostloseren Vierteln von Berlin oder Halle soetwasöfter vorkommt. Oder vielleicht sollte ja herausgestellt werden, dass auch in der Gothic Szene soetwas mal vorkommt. Naja hier der Spiegelartikel: Mord in der Gothic-Szene. Nachtrag: So jetzt habe ich etwas mehr Zeit. Ich glaube dieser Artikel ist einer der Gründe dafür, dass ich für den Spiegel kein Geld mehr ausgeben will. Ich weiß gar nicht, wo ich rein sachlich anfangen soll. Ich kann verstehen, dass der Titel Mord in der Gothic-Szene lautet. Immerhin sind gefährliche Randgruppen immer ein guter Aufmacher. Anstatt, dass man vielleicht Nekrophilie im Titel unterbringen muss, bekommt man das mit diversen kleingeistigen Assoziationen, die man wahrscheinlich aus Unwissen hat, direkt mit einer Gruppe geliefert. Aber in dem Artikel zeigen sich wieder die Grundpfeiler der Horrorliteratur. Man nimmt eine Gruppe,über die nicht viel bekannt ist, außer vager Stereotypen. Dann schürt man dieses Misstrauen noch weiter mit ein bis zwei zwielichtiger Elemente, wie zum Beispiel Internet(bekanntschaften) und „brutale“ sexuelle Praktiken. Vielleicht stellt man die Verkommenheit noch mit einem Beispiel da, wie mit dem Po-Foto auf der linken Seite. Die Bildunterschrift „Gothic-Mode: Auch im Internet tauscht sich die Szene aus.“ Ich dachte das war ein Artikelüber einen Mord, nichtüber Mode oder einen Po. Aber es ist immerhin ein Gothic-Po und somit immerhin themenverwand. Ich kann es kaum erwarten zum nächsten G8-Gipfel den Po unserer Klimakanzlerin zu sehen. Verkehrt diese eigentlich auch im Internet? Damit ist sie doch auch potentiell gefährlich oder? Ich schweife ab. Also neben dem Unbekannten, dem Unheimlichen und dem Po, bietet der Artikel eine ganz spannende Artikelüber den Abgrund in den eine menschlich Seele fallen kann. Es macht den Anschein, als wäre dieses Verbrechen vom Gothic-Dasein und Internetverkehr heraufbeschworen worden. Es klingt als wäre er ein ganz normaler Mensch, aus einem guten Millieu – Akademiker sogar, der dann am Ende doch pervertiert wurde. Es liest sich wirklich eine von Lovecraft’s Geschichten und nicht, wie eine nüchterne Berichterstattung, aber vielleicht war dahinter ja der Sinn und eine normale Schilderung zu dröge. Aber ich bin auch zugegebenermaßen etwas empfindlich und befangen. .: Machinae Supremacy – Otherworld...

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(Aus)Bildungs-Faschismus

Ich bin alles, nur nicht durchschnittlich, damit meine ich nicht, dass ich unterdurchschnittlich groß oderüberdurchschnittlich schwer bin. Mein Lebenslauf ist alles andere als gradlinig. Wobei die Idee der Gradlinigkeit von Leuten in einer Wirtschaft aufkam, die diese Gradlinigkeit oft selbst nicht bieten können. Ich habe vor der Uni versucht einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Für einen optimistischen Grünschnabel wie mich, stellte das damals kein Problem dar. Dachte ich zumindest, denn in Wirklichkeit sah das anders aus. In dem Jahr kamen damals 103 Bewerber auf 1 Ausbildungsplatz in Hannover, wie ich später mal in einem Artikel gelesen habe. Nach vielen, sehr vielen Bewerbungen, kamen wenige Bewerbungsgespräche und gar kein Ausbildungsplatz. Mir wurde gesagt, dass ich mit 19 zu alt bin, dass ich leider keine berufliche Erfahrung vorweisen kann und auch ab und zu, dass ich mit meinem Abiturüberqualifiziert bin. Die Logik dahinter scheint aber eine andere zu sein. Meine Monteure meintenöfter zu mir, dass sie auch keine Abiturienten nehmen, weil der Betrieb (so wie es bei mir auch gewesen wäre) nur eine Zwischenstation ist. Viele Studieren danach oder machen sich selbstständig, die wenigsten bleiben. Eine Ausbildung sei zu teuer dafür, dass der Betrieb danach nichts davon hat, meinten sie. Das Jahr war gelaufen, da ich mich nur zum Wintersemester auf einen Studienplatz bewerben konnte. Im nächsten Jahr, war ich dann frischer Student für Angewandte Informatik in Hannover. Ich merkte relativ schnell, dass trotz des Interesses am Thema das Studium nichts für mich ist. Wozu Wissen verarbeiten, wenn niemand mehr etwas weiß? Außerdem hatte ich das immer stärker werdende Gefühl, dass der Bachelorstudiengang ein Versuchsprojekt war und ich die Laborratte. Darum wechselte ich zu den Geschichts- und Politikwissenschaften. Ich hatte noch die Wahl zwischen dem Magister- und dem Bachelorstudiengang und entschied mich aufgrund meiner Erfahrung für den Magisterstudiengang. Die nächsten Semester waren toll. Für mich wußte ich, dass ich mich richtig entschieden hatte. Die Uni ist eine eigene Welt und nicht wie eine Schule. Man lernt erst beim Studium Dingeüber das Studieren selbst, die mindestens genauso wichtig sind, wie der eigentliche Studieninhalt. Dazu gehören vorallem interne Dinge. Dozenten und Mitarbeiter sind keine homogene Gruppe, die in Liebe, Friede und Eintracht lebt. Sie diskutieren miteinander, arbeiten gegeneinander und streiten ab und zu auch wie kleine Kinder. Es bilden sich Lager, Gruppen die sich unterstützen und ihre Interessen durchbringen, auch wenn diese schlechter für die Studenten sind. Es geht manchen um Macht und nicht...

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Heil Firewall!

Nur kurz eine kleine verbale Entgleisung am Rande. Was zum Teufel ist eigentlich mit den nahezu demokratischen Staaten im Moment los. Nachdem unser gutes Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung hier einschränkt, geht hier bestimmt bald der nächste Versuch los. Aber hier ist alles noch relativ in Ordnung. Während man Chinas Zensur Internet-Zensur schon fast akzeptiert hat, gibt die Zensur-Welle in Australien von neuem zu denken. Natürlich sind es immer dieselben Gründe: Terrorismus oder Kinderpornographie. Man will die Kinder schützen oder eben die freie Welt. Trotzdem werden solche Zensuren selten für gute Zwecke genutzt. Man greift ein, will unter Druck setzen oder geht auf Lobby-Interessen ein. Aber auch die Briten haben einen Plan nachdem die Nackt-Scanner nicht so gut angekommen sind. Sie speichern lieber gleich jede Art von Kommunikation. Da ist auch nicht so wichtig, sich vorher zuüberlegen, was denn gesetzmäßig vertretbar ist. Wenn man alles aufzeichnet, ist sicherlich schon was gutes dabei. Also willkommen im Wunderland der Zensur und Kontrolle. Ein kleiner Faschist steckt wohl in jeder Demokratie. Es kommt einem so vor, als wäre die Meinungsfreiheit nur eingeführt worden, weil es unmöglich war jede Meinung zuüberwachen. Sobald es geht, interessiert sich auf einmal jeder dafür. In diesem Sinne suche ich mir schon mal eine Therapiegruppe. „Hallo, mein Name ist Philipp… und.. und ich habe eine Meinung.“ Für alle anderen, die sich schon mal daran gewöhnen wollen, empfehle ich das hier. .: Metallica – My Apocalpyse...

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Vitamin B

Aller guten Dinge, drei und so. Noch mal etwas Frust. Ich versuche mich gerade wieder mit einem meiner Lieblingsdozenten wieder gut zu stellen. Die Beziehung vor einem Jahr den Bach runter als ich immer wieder krank war und im Krankenhaus davor. Da bin ich natürlich irgendwann nicht mehr gekommen. Aber auch wenn ich für den Krankenhausauffenthalt nicht wirklich etwas kann, hat er mich wohl als faulen, doofen Studenten abgestempelt. Jetzt versuche ich den Ruf wieder gut zu arbeiten, aber ständig versteht er mich falsch oder sieht nur das negative an meinen Aussagen, ohne wirklich auf etwas einzugehen. So schnell gebe ich nicht auf, aber das ist einfach nur blöd. .: AC/ DC – Back in Black...

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Zorn

Ich bin, auch wenn es oft anders scheint, ein ausgeglichener Mensch. Dadurch, dass ich sage was ich denke, reflektiere was ich fühle und nichts verdränge (jedenfalls nicht bewußt), lässt sich eine Menge abfedern. Aber wenn ich mir die Welt dadraussen ansehe, kann ich nicht anders als böse zu werden. Das einzige, was da noch hilft, ist nur noch in seiner eigenen kleinen Welt zu leben und sich von der großen abzuwenden. Egal ob es mit Musik, Partys, Komasaufen, Sport, Spielen, Streit oder blindem Hass ist – irgendwann muss man sich den Frustüber die ganze Scheiße aus dem Gehirn prügeln. Und Frust ist, was entsteht, wenn man sich umguckt. Aber ich bin auch eher der Mensch der Magengeschwüre vom Nachdenken bekommt, als sich lieber mit etwas abzufinden oder sich wegzudrehen. Was geht mich das an? oder weiß nicht und ab und zu auch Mir doch egal! hört man heuteöfter als Antworten auf Probleme, als irgendwelche ernstzunehmenden Gedanken. Ich kann das gut nachvollziehen. Das Leben ist kein Ponyhof, wie es so schön heißt, das soll es auch nicht sein. Aber Ungerechtigkeit kann ich nicht ausstehen. Jede Aktion erzeugt eine Reaktion, um gleich den nächsten schlauen Spruch loszuwerden – und genau darum geht es. Entweder steigt die Ungerechtigkeit weiter so stark an, dass sich irgendwann alle Menschen nur noch ablenken und es ein paar wenige gibt, die aktiv Leiten und Lenken. Dazu kommt noch das immer miesere Bildungsniveau, die Politikverdrossenheit und die durch die beiden Punkte verkümmerte politische Partizipation. Das alles macht verwundbar für Führer aller Art. Egal ob das nun Institutionen, Firmen oder Personen sind. Oder die andere Möglichkeit tritt ein. Ich denke nicht, dass sich die Menschen so verführen lassen könnten, wie vorüber 70 Jahren. Dazu sind alle zu passiv und zynisch. Klar, ich denke schon, dass viele hörig sind, aber es fehlt die konstruktive Energie. Aber was vorhanden ist, ist destruktive Energie. Die Dummen hassen die Andersartigen. Die Hoffnungslosen hassen SAART. Die Liberalen hassen Korruption. Irgendwann wird Frust zu Hass. Selbst wenn der Frust in Passivität resultiert, irgendwann reicht ein kleiner Funke dafür, dass die Hölle losbricht. Gemeinsame Feinde schweißen zusammen und die Zahl der Hassendenübersteigt die, der Feindbilder bei weitem. Politiker, Reiche, Firmen, Lehrer – irgendwann entläd sich die Wut auf sie und was dann kommt, das weiß heute keiner. Gerade deshalb ist eine ehrliche, transparente und Wahlperiodenübergreifende Politik im Sinne des Staates. Die Regierung sollte dem deutschen...

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