Artikel mit dem angegebenen Tag "Angst"

Roulette

So gut manche Tage enden, so beschissen fangen andere an. Ich möchte im Moment nur einmal ein Gefühl von Ruhe haben, auch dass ich das Gefühl habe in ungefähr der gleichen Situation aufzuwachen, wie schlafen zu gehen. Das war heute mal wieder nicht der Fall und das fehlt mir. Als wir eingeschlafen sind, konnte ich sie gar nicht genug knuddeln und beim aufwachen, war es eher das Gegenteil. Oft bringt eine Antwort, eine Geste oder ein Traum alles so durcheinander, dass ich gar nicht mehr erkenne, wo ich eigentlich bin. Ich möchte nicht das Gefühl haben Roulette mit uns zu spielen. Es scheint jedes Mal „Alles oder Nichts“ zu sein. Sobald etwas losgeht wie heute, scheint was sonst war kaum noch zu gelten. Die schönen Zeiten, das Bedürfnis nach Nähe ist im Hintergrund und es heißt „Nichts geht mehr“ und die Kugel rollt. Das macht mir auf Dauer Angst, besonders weil ich eben das Gefühl habe, dass nur die aktuelle Situation zählt und nicht was war und was man gefühlt hat. Jeder hat mal einen schlechten Tag, je nach Umstand auchöfter. Jeder träumt, fühlt oder denkt auch komische Dinge. Ich befürchte immer, dass man mich nach meinen schlechten Tagen beurteilt. Ich fühle mich ständig auf dem Prüfstand und ich denke, dass bin ich auch, weil es jeden Tag direkt oder indirekt darum geht, wie wir weiter machen. Aber, vielleicht aus Pessimismus, scheint es manchmal, als zählen vor allem die schlechte Situationen. Wenn mal was schief läuft, wird die indirekt die Frage losgetreten, ob das hier das richtige ist. Während man weniger drüber nachdenkt, wenn es gut ist, weil man mit gutfühlen beschäftigt ist. Wenn dann alles immer situationsweise Wahrgenommen wird, zählt ja eben das schlechte der Situation und das Gute der letzten Zeit nicht so sehr. Das ist jedenfalls der gedankliche Strick, den ich mir gedreht habe. Ich denke immer, dass wenn die guten und schlechten Zeiten zählen würden, nicht alles so leicht erschüttert werden könnte. Ich möchte einfach nur das Gefühl haben, dass hier kein Roulette gespielt wird und mich auch anlehnen können. Aber ich habe viel zu sehr das Gefühl, das davon alles zerbricht. Darum hänge ich hier in der Schwebe, weiß nicht, was ich machen oder denken soll, möchte mich anlehnen, aber habe das Gefühl immer alles falsch zu machen und als wären Gefühle ein Fehler. Kann man sich nicht einfach nur lieben, wenn man sich...

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Kopflose Hühner und Panik Profis

Nur einmal wieder etwas Kurzes. Mir scheint langsam wirklich als denkt keiner mehr selbst. Als gebe es nur einen Hauptstrom, dem alle Fische folgen (ich wollte mal den vorbelasteten Begriff Mainstream vermeiden). Das sieht man auch daran, wie empfindlich die Börsenkurse seit der Finanzpanik auf die Presse reagieren. Ein Minister sagt etwas gutes, auf einmal steigt die Börse wie verrückt. Dann wird in einer Zeitung Panik gemacht, schon rasen die Kurse in den Keller. Als würde sich die wirtschaftliche Entwicklung im Minutentakt definitivändern und als hinge sie nur davon ab, was ein paar Persönlichkeiten sagen. Natürlich kann ich verstehen, wenn Meldungen wie „Conti schließt alle Werke“ die Aktie vernichten. Aber ob nun jemand das Wirtschaftswachstum auf -2,5% oder -2,55% schätzt, krempelt die Weltwirtschaft nicht um. Es scheint alles reaktionär und panisch. Aber das gilt nicht nur für die Finanzmärkte. Die (deutsche ?) Öffentlichkeit war schonöfter reaktionär, wenn auch auf eine eher gefrustete Art und Weise. So sucht man auch beim neusten Amoklauf händeringend um Erklärungen. Spiele sind dabei natürlich ein einfaches und für viele unbekanntes Mittel.  Immerhin leben in Deutschland immer noch verhältnismäßig alte Menschen, die keinen eigenen Kontakt mit Computerspielen als Medium gemacht haben. Die Öffentlichkeit dürstet es nach einer Erklärung der Tat, um auch die Angst zu beruhigen, dass soetwas auch bei ihnen passieren könnte. Es ist eine Absicherung und ein enormer Wunsch nach dem Verständnis der Tat. Trotzdem kann der Wunsch nach Verständnis nicht so groß sein, sonst wären nicht nur die simpelsten und einfachsten Lösungen beliebt. Es werden wieder Sündenböcke hingerichtet, ohne wirkliche Ursachen zu suchen, darum ist die Lösung auch  nicht von Dauer. Wenn keine wirklichen Lösungen angestrebt werden, ist es kein Wunder, dass immer und immer schärfere Versionen der Placebo-Lösung keinen Effekt haben. Das Problem ist aber auch der Druck, der durch Presse und Öffentlichkeit entsteht. So zieht z.B. Kaufhof alle Spiele ab 18 Jahren aus dem Angebot zurück. Wenige Artikel sehen sich das Problem genauer an, so wie dieser Artikel der TAZ. Alles was bleibt und sich verkauft ist Panik. Das schade und keine Lösung. .: The Prodigy – Invaders must die...

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Merkel verbieten

Nur mal wieder so ein kurzer Einwand. Ich bin dafür Merkel abzuschaffen und nach deutschem Recht  zu indizieren und beschlagnahmen. Nachdem jetzt Obama Bush ersetzt, gibt es nur noch die asiatischen Länder, die ein Klimaproblem darstellen. Nein Moment – Deutschland entpuppt sich als Klimablocker. Frau Merkel, in ihrer reaktionären Planlosigkeit, stellt sich auf Seiten der Industrie und der Umwelt verpester. Eine Kanzelerin sollte regieren und nicht selbst von Angst regiert werden, aber das wird sie. Die letzten Monate waren voller irrsinniger Hauruck-Debatten und sie hatte nichts zu sagen, außer „Ma’gucken“. Bekommt das Gewerbe Gutscheine für Verschmutzungsrechte. Nach der Finanzkrise muss man schützen. Die Arme Wirtschaft kann eben nicht auf sich selbst aufpassen. Die Kurzsichtigkeit dieser Maßnahme ist so offensichtlich, dass man fast erblinden muss, um sie zu ignorieren. Eine vielleicht ein paar Jahre dauernde Krisenphase (die dadurch bestimmt nicht verhindert wird), wird durch eine permanente Zerstörung unseres Planeten ersetzt. Ein guter Tausch? Wohl kaum. Damit dürfte wohl Merkel (nicht allein) mehr Kinder umgebracht haben als jedes Killerspiel. Verbietet Merkel! .: Dune & The London Session Orchestra – Nothing Compares 2 U...

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Der Sinn des Lebens, mal wieder.

Vielleicht liegt es daran, dass mein Kopf vollkommen verschnupft ist und ich durch Sauerstoffmangel eine Bewusstseinserweiterung erfahre, aber es ist mal wieder kurz Zeit, umüber den Sinn des Lebens zu spekulieren. Ich versuche auch kürzere Sätze zu machen, als den vorherigen. Geschafft. Wenn ich an Philosophie denke, denke ich zuerst an die Antike und die Wiedergeburt dieser in der Renaissance. Zwar gab es im Mittelalter sehr viel religiöse Philosophie, aber zuerst denke ich eben an die anderen beiden Epochen. Falls das auf mangelndes Wissen meinerseits zurückzuführen ist: Entschuldigung. Ich glaube, dass auch zum Nachdenken ein paar Vorbedingungen erfüllt sein müssen. Man braucht die Freiheit und Zeit, ein Thema und auch eine gewisse geistige Leistungsfähigkeit. Um sich Fragen zu stellen, braucht man die Zeit dafür. Je mehr Zeit man hat, desto mehr Fragen kommen auf. Brot und Spiele ist ein antikes Konzept, um die Leute zufrieden zu stellen und vom Denken abzuhalten. Heute wären das wahrscheinlich eher Alkohol und Pornos, aber das Konzept ist sehr flexibel. Alles in allem will ich sagen, dass ich denke den Menschen muss es besonders gut oder besonders schlecht gehen, um viel zu philosophieren. Natürlich versiedet das nicht in durchschnittlichen Zeiten. Je besser es uns geht und je mehr Möglichkeiten wir haben, desto eher denken wir darüber nach, was wir mit unserer Zeit anfangen sollten. Das setzt uns in unserer leistungsorientierten Zeit unter den Druck nicht nur das Richtige zu tun, sondern das Bestmögliche aus einer wirtschaftsorientierten Sicht. Wenn man mit demüberleben beschäftigt ist, hat man keine Zeit oder auch keine Wahl darüber nachzudenken, was man denn gerne tun würde. Während man früher tun musste, was dasüberleben sichert, tut man heute etwas und weiß nicht, was dabei rauskommt. Viele Menschen Arbeiten und können ihrüberleben damit nicht sichern. So wie man früher eine schlechte Ernte hatte, kann heute eine Krise eines globalen Konzerns, regional das Leben verderben. Auch wenn man in unserem (!) Teil der Welt selten verhungern muss, der Feind istüberall. Manager, Politiker, Amok-laufende Schüler, Bart-und-Turban-Träger oder die Kollegin, die deinen Job will – das Unheil scheint manchmal unausweichlich. Auch wenn an den Feindbildern nicht viel dran ist, Turbane machen keine Terroristen und die Kollegin war vielleicht einfach nur scharf auf dich, die allgemeine Angst und Verunsicherung (nicht die Band), ist schon spürbar. Was ist also das Richtige? Was ist das Sicherste? Das Bedürfnis nach Sicherheit verdrängt oft die Frage nach einem Sinn. Was soll...

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Paralyse

Gestern war ich das erste Mal seit beinahe einem Jahr wieder im Fitnessstudio. Es war ganz lustig, die meisten kannten mich noch und das Training lief wider erwarten gut. Ich bin letztes Jahr nicht mehr hingegangen, weil ich nach der Gallen-Op so viel Stress mit der Uni und Sophie hatte. Danach war ich wiederum krank und hatte Stress. Irgendwas ist ja immer. Genau deswegen habe ich mir gestern gedacht, dass ich genauso gut auch hinfahren könnte. Gedacht, getan. Aber ich habe es später bereut. Nori (eine unserer Katzen, die ich noch vorstellen wollte, aber jetzt hat er sich wohl erstmal direkt in den Mittelpunkt hier gedrängelt) hat sich beim Abendessen ein Stück Mettwurst geklaut. Der Haken an der Sache war nur leider, dass daran noch zwei Metalstücke und eine Schnur war. Sophie machte sich der Geschwinigkeit einer Arcor Kundenberaterin an die Verfolgung während ich noch „???“-denkend den Grünkohl umrührte. Ich dachte Sophie hätte Nori schon das Fleisch weggenommen, da sie sich sonst mehr beeilen würde. Aber ich habe mich geirrt. Sophie dachte „Der wirds schon nicht so schnell fressen.“ Sophie hatte sich auch geirrt. Immerhin fressen die kleinen wie Piranhas. Nicht wie normale kleine, gierige Katzen, sondern wie Piranhas. Da wir einen Darmverschluss befürchteten fuhren wir zur Tierklinik und verbrachten dort die Nacht von 22:00 Uhr bis  3:30 Uhr. Bilanz des Abends: Brechmittel hatte nicht gewirkt. Magen ausspülen hätte nicht gewirkt – also endoskopiert. Damit reiht sich der Abend neben 25€ für mein Warhammerspielfeld, 90€ für mein Lieblingslarpschwert mit 300€ für die Katzenklinik würdig in diese Woche ein. Noch dazu bin ich ziemlich platt vom Training und war dann durch den gestrigen Abend noch platter. Ich weiß jetzt wieder, warum ich nicht zum Training gegangen  bin, weil alles andere so schon anstrengend genug ist. Sport schafft mir daneben keinen Ausgleich mehr wie früher, sondern gibt mir den Rest. Noch dazu mein schöner Warhammer Plan. Ein Spielfeld hab ich schon seit Kami’s Attacke gestern nicht mehr. Heute bin ich zu platt, um irgendwas anzumalen oder zusammenzubauen. Neben Sophie und den Viechern bleibt nicht viel Zeit für irgendwas. Ab Montag geht die Uni wieder los und da muss dann jede Zeit rein, die ich habe. Ich beende das ganze mit den tiefgründigen Worten, die jeder Deutsche kennt: Alles Scheiße. .: Drowning Pool – Hate...

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