Artikel mit dem angegebenen Tag "Amoklauf"

Info- & Politainment

Man muss nicht das Rad immer neu erfinden, darum nur mal kurz zwei Links auf zwei gute Artikel. Ich habe genug selbst geschrieben und man erfährt sowieso mehr, wenn man viele Meinungen zu einem Thema einholt. Winnenden und mediale Verantwortung @ Spiegelfechter.com Deutschland sucht den Super-Opel-Retter @ Spiegelfechter.com .: Michal Jackson – Beat it...

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Kopflose Hühner und Panik Profis

Nur einmal wieder etwas Kurzes. Mir scheint langsam wirklich als denkt keiner mehr selbst. Als gebe es nur einen Hauptstrom, dem alle Fische folgen (ich wollte mal den vorbelasteten Begriff Mainstream vermeiden). Das sieht man auch daran, wie empfindlich die Börsenkurse seit der Finanzpanik auf die Presse reagieren. Ein Minister sagt etwas gutes, auf einmal steigt die Börse wie verrückt. Dann wird in einer Zeitung Panik gemacht, schon rasen die Kurse in den Keller. Als würde sich die wirtschaftliche Entwicklung im Minutentakt definitivändern und als hinge sie nur davon ab, was ein paar Persönlichkeiten sagen. Natürlich kann ich verstehen, wenn Meldungen wie „Conti schließt alle Werke“ die Aktie vernichten. Aber ob nun jemand das Wirtschaftswachstum auf -2,5% oder -2,55% schätzt, krempelt die Weltwirtschaft nicht um. Es scheint alles reaktionär und panisch. Aber das gilt nicht nur für die Finanzmärkte. Die (deutsche ?) Öffentlichkeit war schonöfter reaktionär, wenn auch auf eine eher gefrustete Art und Weise. So sucht man auch beim neusten Amoklauf händeringend um Erklärungen. Spiele sind dabei natürlich ein einfaches und für viele unbekanntes Mittel.  Immerhin leben in Deutschland immer noch verhältnismäßig alte Menschen, die keinen eigenen Kontakt mit Computerspielen als Medium gemacht haben. Die Öffentlichkeit dürstet es nach einer Erklärung der Tat, um auch die Angst zu beruhigen, dass soetwas auch bei ihnen passieren könnte. Es ist eine Absicherung und ein enormer Wunsch nach dem Verständnis der Tat. Trotzdem kann der Wunsch nach Verständnis nicht so groß sein, sonst wären nicht nur die simpelsten und einfachsten Lösungen beliebt. Es werden wieder Sündenböcke hingerichtet, ohne wirkliche Ursachen zu suchen, darum ist die Lösung auch  nicht von Dauer. Wenn keine wirklichen Lösungen angestrebt werden, ist es kein Wunder, dass immer und immer schärfere Versionen der Placebo-Lösung keinen Effekt haben. Das Problem ist aber auch der Druck, der durch Presse und Öffentlichkeit entsteht. So zieht z.B. Kaufhof alle Spiele ab 18 Jahren aus dem Angebot zurück. Wenige Artikel sehen sich das Problem genauer an, so wie dieser Artikel der TAZ. Alles was bleibt und sich verkauft ist Panik. Das schade und keine Lösung. .: The Prodigy – Invaders must die...

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Sinnfragen

Abgesehen davon, dass alle am Rande erwähnen, dass der Vater des Amokläufers „schon irgendwie“ fahrlässig gehandelt hat, scheinen sich darum wenige zu kümmern. Selbst wenn Spiele aggressiv machen, es ist wesentlich schwerer mit bloßen Händen oder mit Killerspiele-DVDs bewaffnet amok zu laufen, als es mit Schusswaffen ist. Alle Jugendlichen hatten Waffen und Munition. Sie waren psychisch krank und gefährlich. Vielleicht ist das ganze hier auch der Führer-Gedanke. Irgendeiner muß Schuld gewesen sein. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es auch auf einmal keine Nazis mehr, obwohl kurz vorher noch alle gegen Ausländer geschimpft haben. Aber da war das Deutsche Volk ja nicht Schuld, sondern Hitler – er hat alle verführt. Im ersten Weltkrieg waren es auch nicht die Deutschen, sondern der Kaiser. Vielleicht liegt der Gedanke auch deswegen so fern, dass man Killerspiele konsumieren kann (allein das Wort Killerspiel ist eine politische Schöpfung) und trotzdem nicht gleich alles töten will. Klar eine eigene Meinung und ein Charakter ist nie gerne gesehen, aber trotzdem haben den nun die meisten, die nicht Hitler’s Helfer waren oder ihre direkten Nachfahren sind. .: Emil Bulls – Pure Anger...

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Aasgeier-Methodik

Ein gefundenes Fressen, anders kann man es wohl nicht beschreiben. Die Leichen sind noch nicht ganz kalt und schon werden sie geschlachtet und die Möglichkeit bis aufs letzte ausgeweidet. Amokläufe sind immer ein gefundes Fressen. Für Lobbies und Verbände, Zeitungen und Fernsehen und natürlich für die Politik. Alle sind dankbar für ein neues Thema, denn die Finanzkrise nutzt sich langsam ab. Außerdem musste bei all der Diskussion um Computerspiele als Kulturgut, wieder ein Gegenbeispiel gefunden werden, sonst wären unsere Medienzecken wie Dr. Pfeiffer auf längere Sicht arbeitslos. Generell fehlt Medien und Politik wohl anscheinend das kreative Element. Sie schaffen keine Inhalte, sondern nutzen Geschehnisse wie Parasiten oder Aasfresser aus. Ob nun Dinge zur Chefsache erklärt werden oder wieder eine Reihe von Berichten auf Frontalüber Killerspiele läuft. Während in den ersten 36h noch der Fokus auf den Opfern lag, werden diese jetzt post mortem missbraucht. Ihr Tod dient nicht dafür das in der Zukunft zu verhinden, sondern allein um Geld mit ihrem Leiden zu machen oder Wahlkampf zu treiben. So geraten die vielen Initiativen zur besseren Betreuung der Kinder und der Prävention von Amokläufen wieder aus dem Fokus der Medien. Verbieten ist immer einfacher und im Falle der Medien sind Artikel mit gedroschen Phrasen und einfachen Feindbildern, weniger aufwändig zu schreiben, als richtiger fundierter Journalismus. Und so beginnt alles wieder von Vorne. Solange den Menschen kein Gefühl von Hoffnung und einer Zukunft gegeben wird, werden weiter viele Kinder und erwachsene Menschen in Amokläufen umkommen. Ohne Spiele, werden auch nicht weniger sterben. Der Amokläufer war psychisch krank und hat die Therapie verlassen. Selbst das wird kaum noch thematisiert. Nach Ursachen wird nicht gesucht, sondern aus ausschlachtbaren Einzelheiten. Und genau diese Dummheit der Menschen löst die Wut aus, die irgendwann unerträglich wird. Aber wenigstens schaffen die CDU und SPD nun ein Wahlkampfprogramm zu erstellen, dass sich letztendlich einmal unterscheidet. Dafür mussten auch nur 17 Menschen sterben. Während die CDU ganz klassisch ein Killerspiele-Verbot fordert, möchte die SPD stärkere Kontrolleüber Schützenvereine. Könnte man sich auf die SPD verlassen, hätten sie wohl meine Stimme. Aber wer hilft den Opfern? Wer versuchtüber seinen Vorteil hinaus sowas in Zukunft zu verhindern? Für mich bleibt außerdem noch eine Frage. Selbst mit den ganzen Verboten, warum laufen in Deutschland, dem Land mit der stärksten Gewaltzensur der Welt, mehr Menschen amok, als in anderen Ländern? Deswegen bin ich auch skeptisch, dass ein Verbotüberhaupt etwas bewirkt. Ich bin jedenfalls auch...

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Nachtrag zu: Verbietet Brot

So ist das mit dem guten Journalismus und guter Polizeiarbeit. Angeblich soll er seine Tat im Internet angekündigt haben. So reagiert aber die betreffende Seite auf diese Angabe -> http://krautchan.net/ „Internet-Chat“ wurde (auch wenn es ein Forum ist) ja auch als böses Wort benutzt, was die Verderbheit des Jungen charakterisieren sollte. Sieht so aus, als schießt man daneben, wenn man zu viel verallgemeinert. Edit: Tjo, ich sags ja Innenminister verließ sich auf falsche Spur im Internet. .: Emilie Autumn – What if...

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