Artikel mit dem angegebenen Tag "1759"

Die Schlacht bei Minden

Die Schlacht bei Minden

  Weil ich so selten dazu komme, etwas zu schreiben im Moment, recycle ich ein wenig. Die Ausstellung zur Schlacht bei Minden ist seit vorletztem Samstag eröffnet und ich habe wenigstens mal Fotos hochgeladen. Die könnt ihr euch ganz einfach > hier < angucken. Als Bonus gibt es noch den Text, den ich für die Einführung des Ausstellungskatalogs geschrieben habe. Er ist zwar auch etwas auf Mindener ausgerichtet aber natürlich für jeden geschrieben. Das hier ist die nicht redigierte, jungfräuliche Version.   Eine Schlacht um Minden? Es gab keine Schlacht um Minden. Das Treffen beider Parteien nahe Minden scheint heute eher zufällig. Aber es gab nichtsdestotrotz eine Schlacht bei Minden. Auch wenn es dabei nicht um die Stadt Minden ging, so war die Schlacht für die Menschen in und um Minden nicht weniger bedrohlich. Sie wurden unweigerlich zu Schlachtteilnehmern. Sie versorgten die Soldaten mit Essen, boten ihnen Unterkunft und pflegten die Verwundeten. Ihre Ernte wurde zum Futter der Soldatenpferde und gleichgültig der Tatsache, daß die Einwohner Mindens nicht selbst kämpften, machten umherschwirrende Gewehrkugeln keinen Unterschied zwischen Soldat und Mutter. Not entstand nicht nur durch die Kämpfe, sondern auch durch Verknappung der Ressourcen, allem voran der Nahrung. Ungeachtet dessen, dass Minden nicht beabsichtigtes Ziel der Schlacht war, waren die Mindener ihre Opfer. Sie trugen ihren Teil zum Sieg gegen Frankreich und Österreich bei und dieser sollte seine Schatten bis nach Amerika werfen. Die Schlacht bei Minden liegt nun 250 Jahre in der Vergangenheit. Aber sie ist alles andere als Vergessen. So erinnern sich heute auch noch Sieger, Verlierer und vor allem die Mindener „an einen nebligen Morgen“ im Jahr 1759. Aber wirklich erinnern kann sich keiner mehr von uns. Alle Informationenüber die Schlacht wurden tradiert,überliefert, weil heute kein Zeuge der Schlacht noch am Leben ist. Niemand kann uns aus erster Hand erzählen, was damals geschehen ist. Alles was uns bleibt sind Berichte, Bilder,überreste und viele andere Arten von Quellen, die wir richtig deuten müssen, weil auch diese nicht von selbst zu sprechen beginnen. Also liegt es an den Menschen aus den stummen Zeugen der Schlacht ihre Geschichte zu rekonstruieren. Was ist Geschichte? In diesem Kontext wird wiederholt von Erinnern und Geschichte gesprochen, diese Begriffe wurden aber noch nicht weiter erklärt. Natürlich sind das zwei ganz alltägliche Begriffe, trotzdem muss man vielleicht oder vor allem weil diese Wörter so selbstverständlich sind, noch mal auf ihre Bedeutung eingehen. Was sich Erinnern bedeutet...

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Blllaaarrrggghh

Das ist jetzt wieder die Zeit, wo mir die die Worte und auch die nötigen Vokale fehlen, um auszudrücken, was ich sagen will. Irgendwas zwischen Blargh und Wrümsch oder auch Fünününü würde passen, aber das letzte ist ein geschütztes Warenzeichen. Es ist wieder dasübliche. Die Uni macht sehr viel Spaß. Ich arbeite stark an der Planung einer Ausstellung zur Schlacht bei Minden 1759 mit und der Rest der Wochenstunden wird mit normalem, unwichtigen Kram aufgefüllt. Was mir wieder die Lust raubt, ist ganz was anderes. Der ganze Verwaltungsscheiß. Nichts gegen Verwaltungsmaßnahmen oder Struktur, nichts gegen Regeln oder Richtlinien. Ich meine eher, dass Chaos, das durch Mismanagement und fehlende Struktur entsteht. Dieses soll mein letztes Semester werden und alles ist wieder derübliche Wahnsinn. Morgen bin ich damit beschäftigt von Sprechstunde zu Sprechstunde zu rennen, um Dinge zu klären, die man auch in einer kurzen Email hätte regeln können. Nur leider gibt es auf diese Emails immer wieder keine Antwort. Ähnlich, nur schlimmer, sieht es bei einer anderen Sache aus. Ein Schein wurde mir falsch ausgestellt und ich muss klären, ob der korrigiert wird. Ich kläre das seit 4 Wochen, nur bin ich da der einzige. In den Ferien ist das Klären an der Festsetzung eines Termins zur Besprechung gescheitert. Jetzt in der Vorlesungszeit, muss ich in die reguläre Sprechstunde, die aber dank Voranmeldung auf Wochen (keineübertreibung) ausgebucht ist. Der Schein ist essentiell für meinen Abschluss. Ich muss wissen, ob ich das Teilgebiet nun abgeschlossen habe oder nicht. Ich konnte deswegen schon einen anderen Schein nicht machen, weil ich nicht wußte, ob das Teilgebiet nun abgeschlossen ist… oder nicht. Die Dozenten des anderen Scheines, gibt mir noch eine Chance und eine Verlängerung, um die Arbeit nachzuholen. Was mir aber nichts nützt, weil ich ja gar nicht weiß, ob ich die Arbeit machen darf. Am meisten hasse ich daran, dass es so aussieht, als würde ich nichts geregelt kriegen, weil der Student wieder seine Arbeiten nicht fertigkriegt. Ich weiß, dass Dozenten oft viel zu tun haben. Trotzdem ist ein Teil ihrer Tätigkeit eben die Ausbildung und das Unterstützen der Studenten. Wenn sie das nicht wollen, sollen sie sich die Forschungsaufträge an lehrfremden Institutionen suchen. Sie haben eine große Verantwortung bei den Studenten, denn bei uns zählt später „Mein Dozent war Schuld“ nicht, wenn wir bei Vorstellungsgesprächen gefragt werden, warum was schiefgelaufen ist. Ich versuche mir jedenfalls meine Motivation zu behalten. Gerade auch,...

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