Sayonara Kami

Sayonara Kami

Am Sonntag ist Kami gestorben. Er wurde überfahren, wie sein Bruder, nicht ganz ein Jahr nach ihm. Die beiden waren immer etwas anders als weitere Katzen. Ein wenig wehleidiger, ein bisschen schüchterner. Kami ist direkt nach unserer Geburtstagsfeier gestorben. Für mich ist das, neben aller Trauer, eine Erinnerung daran wie wertvoll das Leben und damit auch der Tod ist. Ohne den Tod hätte die Zeit, die wir hier verbringen, weniger Sinn. Ohne ein Ende, ein endliches Leben, hätten wir weniger, das uns voran treibt, uns dazu bringt etwas schaffen zu wollen. Momente ziehen vorüber und wir erleben höchstens in unseren Erinnerungen eine Wiederholung. Alles hat ein Ende und ich weiß das. Womit ich kämpfe sind die Umstände. Ich frage mich, ob ich etwas hätte tun können. Was ich tun kann, um so etwas in Zukunft zu verhindern. Ich verstehe, dass solche Gedanken Kami nicht wiederbringen und das gibt mir auf gewis se Weise Frieden. Was mir keinen Frieden bringt, ist dass er alleine gestorben ist. Ich wünschte ich hätte bei ihm sein können. Er hätte mit der gleichen Liebe gehen sollen, die ihn hier jeden Tag begleitet hat. Das alles macht nun für Kami keinen Unterschied mehr und ich weiß, dass er jetzt nicht mehr leidet. Genauso wie ich mir bewusst bin, dass alles Leid vorüber geht. Nur noch ist es das nicht und bei aller Einsicht, vielleicht möchte ich das auch nicht. Mein Leiden geht erst vorüber, wenn ich bereit bin Abzuschließen oder mit meinem eigenen Tod. Aber für den bin ich erst recht nicht bereit. Danke Kami für alles was Du mir gegeben...

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Nori

Nori

Heute ist leider Nori gestorben. Jetzt wird es für immer ungeklärt bleiben, ob er nun Fußfetischist war oder nicht. Schade, dass ich nicht mehr Zeit mit ihm verbringen konnte, aber ich wünsche ihm alles Gute. Gute Nacht kleiner Bär. Du bist etwas ganz besonderes. Und wenn Du so traurig bist, wie ich, dass wir uns nicht mehr Streiten können, hör das...

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Blogocalypse

Eine der Regeln der Welt ist, dass wenn man nichts zu tun hat, etwas zu tun bekommt. Eine andere ist, dass wenn man viel zu tun hat, noch mehr zu tunbekommt. Freitag war, zumindest geplant, mein Nichts-Tu-Tag. Donnerstag habe ich sechs Stunden mit Saugen, Fensterputzen, Staubwischen, Umräumen und Polieren verbracht. Nach diesen sechs Stunden war immerhin ein Raum fertig, das Arbeitszimmer. Es erstrahlt in neuem Glanz und optimierter Ergonomie. Sophies Sachen sehen endlich nicht mehr reingequetscht aus, sondern sind Teil des Zimmers und Staub gibt es dort auch nicht mehr. Als Sophie und ich dann beim Abendessen entspannten, schien Nori nicht mit meinem Tagwerk zufrieden gewesen zu sein und verschüttete 1/2 Liter Rotwein auf dem Boden. Den ich dann in der nächsten Stunde mit Salz und knapp 15 Litern Wasser aus dem Teppich schruppte. Auch das war irgendwann erledigt und es näherte sich der Nichts-Tu-Freitag… Als ich Freitag morgen den PC anschaltete, um mich auf diversen Nachrichtenseiten rumzutreiben, bemerkte ich, dass statt meines Blogs eine rote Warnseite erschien. Ah ja – die Google Warnung war wieder da. Dabei war alles so schön still, seit der Mensch von Google Deutschland sich darum gekümmert hatte. Jetzt war alles wieder beim alten. Google hatte mich als badware Verbreiter geflagt und Firefox wollte mich nicht mehr auf meine eigene Seite lassen. Natürlich wurde auch wieder nur festgestellt, dass ich böse bin und nicht genau mitgeteilt, was ich eigentlich getan habe. Ich entschied mich zur Radikalkur. Da sowieso die neue Version von WordPress erschienen war, habe ich die Dateien des Blogs gelöscht und neu aufgespielt. Unter anderem habe ich mich vom Visitor Map Plugin verabschiedet und von Google Analytics. Also ist der Blog bis auf das Zotero Metadaten Plugin jetzt ziemlich schnickschnackfrei, wobei ich Googleanalytics wohl wieder einbauen werde. Das Blogupdate lief nicht so, wie sonst. Fehlermeldungenüberzogen meinen Bildschirm und ich sah mein Netz-Leben vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Nach dem Datenbank update fehlten einige Dinge. Inklusive Kategorien, dem Adminbereich, Umlauten und Absätzen. Im WordPress Forum habe ich dann erfahren, dass die Fehler davon kommen, dass WordPress jetzt den UTF8 Zeichensatz versteht. Leider kann UTF8 vieles, ausser mit einigen Datenbanken sprechen. Wenn man im Sidebar von WordPress eigenen Text hat (meine Lizenz), kann das bei bestimmten Zeichen die Installation fehlschlagen lassen. In den nächsten Stunden habe ich das ganze dann repariert. Einzelne Datensätze in einer Datenbankändern macht ja so einen Spaß. Immerhin macht es...

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Katerstrophe

Katerstrophe

Um mal meine Null-Bock-Phase zuüberwinden, schreibe ich mal eine dieser unerzählten Geschichten auf, die ich in letzter Zeit loswerden wollte. An Sophies Geburtstag waren wir ja im Zoo. Abgesehen davon, dass es ein schöner Tag war, wurde er auch noch relativ lustig. Es war der erste Tag mit dauerhaft richtig schönem Wetter. Darum waren wir auch nicht verwundert, dass die Katzen zu Hause rumlagen, als wären die Siebziger und der damit einhergehende Drogenkonsum wieder da. Nori war besonders glücklich. Er grinste und freute sich, als wäre sein Lächeln in Marmor gemeißelt. Seine Gehirnfunktionen schienen auf zwei Dinge reduziert worden zu sein: Rumrollen und Miooooooow  sagen. Irgendwannänderte sich das aber und er lag dann eher stocksteif auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt während er debil lächelte. Es wurde ihm wohl zu laut, denn nach mehrmaligem hin- und herrollen fand er die Balance und saß mehr oder minder aufrecht da. Ich konnte nicht anders. Mit den Worten „Hey Nori, piiiieeks!“ stupste ich ihn auf den Rücken. In diesem Moment hatte ich mehrere Flashbacks. Das erste war von einer nicht näher erkannten Party. Betrunkene, die sich gerade noch zusammenreißen können nicht ihr Innerstes unter die Leute zu bringen, reagieren oft empfindlich auf kleine Schockmomente. Das zweite Flashback war vom Vorabend. Ich war in der Küche und habe Sophie Muffins zum Geburtstag gebacken. Eierlikörmuffins. Das dritte und finale Flashback führte mich nur ein paar Stunden zurück. Als wir nach Hause kamen fehlten ein paar dieser Muffins. Wir dachten, dass die Katzen sie genommen haben, aber hey.. sowas passiert. 1 + 1 = Oh verdammt! Leider zu spät zum Bremsen berührte jetzt mein Finger Nori. In dieser Sekunde sprang Nori „Mooooooow, mmiiooowowooowoow“-schreiend auf und rannte Richtung Flur. Er kam bis zur Türschwelle. Dann erbrach er seinen Mageninhalt, aus dem man gut ein weiteres Blech Muffins hätte backen können,über den Boden. Ich konnte leider kein Mitleid empfinden, ich rang um Luft – vor Lachen. Er nüchterte die nächsten Stunden aus. Sophie hat den Zustand einmal bildlich nachgestellt. .:  Cory Williams – mean kitty song...

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Hass Hass Hass Hass

Hass Hass Hass Hass Hass Hass Hass Hass. Ich habe schon immer Katzen gehabt. Seit ich mich erinnern kann (und das ist lange) hatten wir immer Katzen. Ich liebe Katzen. Aber mir reichts. Die beiden Kami & Nori, so süß sie auch sein mögen, bringen mich dazu ein Leben ohne Katzen zu schätzen. Abgesehen von der 300€ Rechnung von gestern und einigen anderen Schäden. Rauben sie mir Zeit und Nerven. Alle Nerven. Ich weiß nicht, wann ich die letzte Nacht mal mehr als 2h am Stück geschlafen habe. Entweder beissen sie einen in die Augen, wenn man schläft und wenn man sie aussperrt Jaulen sie und zerstören ihr Gefängnis. Außerdem habe ich in den Monaten in den wir sie haben, keine einzige Warhammer Figur fertig gemacht. Warum? Sie springen mir in den Nacken, wenn ich mich zum Anmalen konzentriere. Sie stürzen sich ins Skalpel oder springenüber den Tisch und nehmen es mit, wenn ich mich gerade am Kopf kratze. Sie jagen meine Figuren, nein alle Figuren. Schaut man nur eine Sekunde nicht hin, fehlt was. Die Leute, die mit mir spielen, wissen das. Ich bin fiese Katzen gewohnt, echte Katzen, Bauernkatzen, aber das reicht einfach. Jedes mal wenn ich mich zum basteln hinsetze bin ich weniger weit, als vorher. Warum? Es fehlen dann Teile, die ich für €€€ neu kaufen muss. Nori hat glaube ich gerade einen Bolter gefressen, als ich den Hund von Sophies Mutter davon abhielt den Müll zu durchsuchen. Was das heißt? Entweder natürliche Auslese einer dämlichen Katze oder noch mal 300€ für eine Endoskopie. Nachtrag: Wir haben uns vertragen und gucken mal, was dabei jetzt rauskommt. Unkraut vergeht nicht. .: Drowning Pool – Hate...

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Paralyse

Gestern war ich das erste Mal seit beinahe einem Jahr wieder im Fitnessstudio. Es war ganz lustig, die meisten kannten mich noch und das Training lief wider erwarten gut. Ich bin letztes Jahr nicht mehr hingegangen, weil ich nach der Gallen-Op so viel Stress mit der Uni und Sophie hatte. Danach war ich wiederum krank und hatte Stress. Irgendwas ist ja immer. Genau deswegen habe ich mir gestern gedacht, dass ich genauso gut auch hinfahren könnte. Gedacht, getan. Aber ich habe es später bereut. Nori (eine unserer Katzen, die ich noch vorstellen wollte, aber jetzt hat er sich wohl erstmal direkt in den Mittelpunkt hier gedrängelt) hat sich beim Abendessen ein Stück Mettwurst geklaut. Der Haken an der Sache war nur leider, dass daran noch zwei Metalstücke und eine Schnur war. Sophie machte sich der Geschwinigkeit einer Arcor Kundenberaterin an die Verfolgung während ich noch „???“-denkend den Grünkohl umrührte. Ich dachte Sophie hätte Nori schon das Fleisch weggenommen, da sie sich sonst mehr beeilen würde. Aber ich habe mich geirrt. Sophie dachte „Der wirds schon nicht so schnell fressen.“ Sophie hatte sich auch geirrt. Immerhin fressen die kleinen wie Piranhas. Nicht wie normale kleine, gierige Katzen, sondern wie Piranhas. Da wir einen Darmverschluss befürchteten fuhren wir zur Tierklinik und verbrachten dort die Nacht von 22:00 Uhr bis  3:30 Uhr. Bilanz des Abends: Brechmittel hatte nicht gewirkt. Magen ausspülen hätte nicht gewirkt – also endoskopiert. Damit reiht sich der Abend neben 25€ für mein Warhammerspielfeld, 90€ für mein Lieblingslarpschwert mit 300€ für die Katzenklinik würdig in diese Woche ein. Noch dazu bin ich ziemlich platt vom Training und war dann durch den gestrigen Abend noch platter. Ich weiß jetzt wieder, warum ich nicht zum Training gegangen  bin, weil alles andere so schon anstrengend genug ist. Sport schafft mir daneben keinen Ausgleich mehr wie früher, sondern gibt mir den Rest. Noch dazu mein schöner Warhammer Plan. Ein Spielfeld hab ich schon seit Kami’s Attacke gestern nicht mehr. Heute bin ich zu platt, um irgendwas anzumalen oder zusammenzubauen. Neben Sophie und den Viechern bleibt nicht viel Zeit für irgendwas. Ab Montag geht die Uni wieder los und da muss dann jede Zeit rein, die ich habe. Ich beende das ganze mit den tiefgründigen Worten, die jeder Deutsche kennt: Alles Scheiße. .: Drowning Pool – Hate...

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