LG G3 32gb RIP

LG G3 32gb RIP

The english version of this post is on the bottom of this page or click here. Gleich zuerst: Niemand hat mich gezwungen mein neues Handy fallen zu lassen und es ist meine eigene Tollpatschigkeit. Allerdings bin ich ziemlich verstört darüber wie groß der Schaden am Handy ist. Nach einigen iPhones wollte ich auch mal, gerade wegen der größeren Displays, in die Android Welt. Ich habe Fernseher von LG, wollte bald einen LG Side by Side Kühlschrank kaufen… also warum kein LG Handy? Ich habe mich heute (ja Sonntag) auf den Weg zur Arbeit gemacht. Als ich meine Schuhe zugebunden habe, ist mir das Handy runtergefallen. Im knien, einfach so, weil ich doof bin. Es waren maximal 20cm und ich war am Fluchen, dass ich jetzt Kratzer habe. Stattdessen habe ich mir in den Finger geschnitten beim Hochheben und sehe, dass das Display gesprungen ist. Klickt auf die Fotos für eine höhere Auflösung. Man sieht, dass es Display unten rechts anfing zu splittern. Links neben dem Handy seht ihr übrigens die Displayschutzfolie aus „True Glass“ (Marketing!), die vollkommen unbeschädigt ist. Das Handy ist nicht mit dem Display aufgekommen, sondern mit der rechten unteren Kante. Wer allerdings großen Schaden am Rahmen erwartet, wird auch enttäuscht. Es gibt auf der Kante einen kleineren Abrieb, aber nichts kritisches. Allerdings wird das wohl gereicht haben, um auf das Glas zu drücken, damit es springt – aus 20 Zentimetern. Der Touchscreen reagiert gar nicht mehr, also hat eine weitere Nutzung keine Chance. Ich bin mir bewusst, dass Handys leicht kaputt gehen, aber ein wenig mehr Stabilität als bei einem Ei habe ich mir schon erhofft. Mein iPhone habe ich auch fallen lassen und es gibt genug iPhones mit einem hübschen Spinnennetzmuster. Aber der subjektive Eindruck nach 6 Jahren iPhones ist: Das hält schon mehr aus. Ich werde jedenfalls LG mal anschreiben und gucken was die so sagen. Es ist meine Schuld, aber ich erwarte irgendwie eine höhere Qualität für 600€.   Obviously no one forced me to drop my phone and I know it’s entirely my fault. However I’m pretty shocked by the amount of damage a drop from less than 8 inches did to the phone. After serveral iPhones I wanted to try android phones, especially for the bigger display. I’ve got a 3D TV from LG, I want to buy a LG Side by Side Fridge … so why no mobile phone? I was just leaving the...

Mehr

Konstruierte Wirklichkeit

Konstruierte Wirklichkeit

Die Welt wandelt sich von Territorialstaaten in eine globalisierte Welt. Firmen gehören nicht mehr nur einem Staat an, sondern vielen. Unternehmen bekommen mehr und mehr Macht, ihnen werden Rechte zugestanden, die vorher nur Menschen vorbehalten waren. Sie beeinflussen das politische Geschehen, machen und stürzen Könige. Die Menschen kommunizieren über ein weltweites Netz, das immer zentraler in der Rolle des täglichen Lebens ist. Einige der mächtigsten Firmen erhalten Immunität gegenüber den normalen Gesetzen. Es besteht die Möglichkeit, dass Konzerngelände zu einem extraterritorialem Gebiet wird. Und irgendwann bricht die Matrix zusammen und mit ihr die Welt. Das war ein kleiner, simpel-gehaltener Auszug aus der Geschichte von Shadowrun. Auch wenn es gegen Ende offensichtlich fiktional wurde, war der Anfang den heutigen Zuständen doch sehr ähnlich. In Shadowrun ist die Welt eine Konzern-gelenkte Dystopie. Geld regiert die Politik, die Menschen kann man meist zu Recht als Lohnsklaven bezeichnen und die Erde ist vernarbt von Naturkatastrophen und Umweltverschmutzung. Also ist die Welt unserer schon ähnlich, nur Shadowrun ist inzwischen 60 Jahre weiter in der Zukunft. Heute ein Bild von so einer Zukunft zu machen liegt nahe. Aber Shadowrun ist 1989 erschienen und hat damit eine gewisse Weitsicht gezeigt. Als Historiker stelle ich mir natürlich die Frage, wie man Geschichte so glaubwürdig und treffend konstruiert. Da habe ich hier auch keine Antworten drauf, aber wollte an dieser Stelle mal mutmaßen und die Welten vergleichen. Auf gewisser Ebene sind Menschen immer Menschen und wir als Menschheit bewegen uns in Zyklen. Wir haben einige Verhaltensmuster, die wir generationsübergreifend teilen. Shadowrun scheint einige davon als Grundlage zu nehmen und überlegt wie eine Gesellschaft so auf extreme Ereignisse reagiert. Krieg und Katastrophen sind z.B. zwei Ereignisse, die sowohl in der echten Welt als auch in Shadowrun die Gesellschaft stark beeinflussen. Dazu kommen aber auch fiktionale Zäsuren, wie das Auftreten von Magie, der Mutation der Menschheit und … Drachen. Durch all diese Einschnitte zieht sich aber eine Konstante: Die Konzerne. Angetrieben von Wachstumseifer versuchen sie aus jeder Situation ihren Vorteil zu ziehen und gestalten so die Welt mit. Wenn man sich anschaut, wie Lobbyarbeit in Amerika schon funktioniert und das dort auch Konzerne ein Recht auf freie Meinungsäußerung (durch Geldspenden an Politiker) haben, scheint das sehr realistisch. Die technische Seite der Shadowrun-Welt wurde vorher schon oft ausgefeilt. Globale Kommunikationsnetze, Virtual Reality, Cyber-Gliedmaßen und Drohnen – alles Sachen, die es vorher schon gab und die bei uns inzwischen zum greifen nah sind....

Mehr

Playstation 4

Playstation 4

Vor ein paar Stunden war es soweit. Im Geiste von Steve Jobs hat Sony auf großer Bühne die Playstation 4 angekündigt. Der Ehrengast selbst war nicht zu sehen, aber viele Fakten, Drittentwickler und Einzelheiten. Nachdem ich gestern in meinem frustrierten Rundumschlag auch gegen Sony ausgeholt habe, ist es nur fair Sony jetzt etwas meiner Zeit zu schenken. Also schauen wir uns die PS4 in Hardware, Software und Support genauer an.   Hardware Autopsie Da die PS4 selbst nicht zu sehen war, konzentrieren wir uns erst einmal auf die inneren Werte und die sehen wie folgt aus: x86-64 AMD „Jaguar“ 8-core CPU „Enhanced“ AMD next-gen Radeon GPU CPU/GPU on the same die 8 GB unified GDDR5 RAM On-board hard drive (no size announced) Blu-ray optical drive USB 3.0 Bluetooth 2.1 Gigabit Ethernet 802.11b/g/n wifi HDMI, analog video, digital optical audio Quelle: Polygon.com Gleich vorne Weg: Beim Prozessor bin ich mir unsicher. Es ist teilweise von einem sehr modifizierten x86 Prozessor die Rede und dann wieder von einer 64-bit Version. Das aller Wichtigste an der Architektur der neuen PS4 ist nicht die Geschwindigkeit, sondern das Sony behauptet, die Architektur wäre sehr simpel und das Programmieren dafür einfach. Ein Hauptgrund der Probleme bei der PS3 war die komplexe Architektur und das Speichermanagement, dass das Entwickeln, besonders von Multiplattformtitel, unnötig erschwerte. Aber auch die Hardware Details sehen gut aus. Während die Taktung des CPUs nicht bekannt ist, sind 8-Kerne und ein GPU mit angeblichen 1,84 Teraflops eine gute Nachricht. Die beste ist allerdings die 8 GB DDR5 Ram. Keine 4GB wie vermutet, sondern das Doppelte. Damit wäre der Weg frei für scharfe Texturen auf Konsolen. Auch bei der Speicherart wurde nicht gegeizt. DDR5 Ram hat einen wesentlich höheren Datendurchsatz als der vermutete DDR3 Ram. Wenn Sony’s Werte von 176 GB/s Bandbreite stimmen, sieht die PS4 einer guten Zukunft entgegen. Die Leistung sieht auf dem Papier sehr gut aus. Nicht vergessen, Konsolenspiele nutzen die Hardware im besten Fall wesentlich effizienter aus als PC Spiele. USB 3.0 schafft genügend Übertragungsrate für zusätzliche Hardware, wie immer die auch aussehen mag. Die Grundlage ist mehr als nur gut. Bitte anfassen Der Controller ist praktisch unser Tor zu einer anderen Welt. Mit ihm manipulieren wir die Spielwelt und ihn werfen wir gegen die Wand, wenn etwas schief läuft. So sieht der Dual Shock 4 Controller auf dem Papier aus: Ein Hybrid-Controller aus Move, Touchpad und normalem Gamepad Touchpad vorne...

Mehr

Grau ist das neue Schwarz

Grau ist das neue Schwarz

Dieser Artikel beginnt mit einer Binsenweisheit: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Das stimmt auch. Zwar kann man darüber diskutieren, aber das endgültige Fazit liegt bei jedem selbst. Das Fazit ist nicht einmal final, sondern ändert sich mit der Zeit und den gemachten Erfahrungen. Unser Geschmack wird auch durch unser Umfeld beeinflusst, das gilt besonders für die Jugend. Aber nicht nur da wollen wir zu Gruppen dazugehören. Unsere Identität kommt nicht nur von uns selbst, sondern auch von den Gruppen denen wir zugehören. Jetzt sind wir bei den Schubladen angekommen, es gibt immer welche, die passen, wenn sie grob genug sind. Goths, Emos, Gangsta, Hippies, Juppies, Bunnies und Bayern. Irgendwo passt man immer rein, zumindest teilweise. Schaut man genauer hin, werden immer mehr Gruppen sichtbar, die Unterschiede größer und Widersprüche offensichtlich. Am Ende passt kein Mensch wirklich in eine Schublade und selbst wenn, ist er bald über sie hinaus gewachsen. Wir Menschen sind zwar ähnlich, aber auch einzigartig und im Endeffekt gibt es verdammt viele von uns. Gerade diese Vielfalt hat dafür gesorgt, dass so langsam alles langweilig ist. Ich spreche von Musik, Filmen, Spielen, Parteien – allem, was man verkaufen will und was mit Geschmack oder persönlicher Präferenz zu tun hat. Immer wieder denke ich, dass ich einfach nur zu alt für manchen Scheiß bin oder zu wählerisch. Aber dieses Interview hat mir wieder vor Augen geführt, dass es Vielfalt verschwindet und das schon seit über zehn Jahren. Um zu möglichst vielen Parties eingeladen zu werden, muss man möglichst vielen Menschen gefallen. Versucht man nur zu gefallen, verliert man seinen Charakter, seine Eigenheiten. Genauso ist es auch bei Musik und Spielen. Wenn es keinen Massenmarkt gibt, wird versucht einer zu schaffen. Ein Mainstream hat heute riesige Ausmaße angenommen und lässt frühere Mainstreams als Nischenprodukte erscheinen. Produkte werden nur noch nach Marktforschung gemacht. Die Zielgruppen bestimmen alles, wobei diese schon durch die Masse an Erheben endlos verwässert sind. Alles ist grau, alles ist das gleiche, nur mit verschiedenen Namen drauf. Bei Spielen läuft der Trend langsam Rückwärts. Seit 1-2 Jahren werden wieder Versuche gemacht alte Werte wiederzufinden, weil durch das Internet die Independent-Entwickler die Möglichkeit bekommen haben selbst zu veröffentlichen. Die Spiele sind oft nicht so poliert, wie die großer Entwickler aber machen wesentlich mehr Spaß für viel kleineres Geld. Natürlich machen sie nicht jedem Spaß, aber vielen. Genug, um Leute reich zu machen. Nun ziehen die Publisher nach. Ob sie das...

Mehr

Shikin Haramitsu Daikomyo

Shikin Haramitsu Daikomyo

Nein bei diesem Blogposting geht es um keine Animeserie, sondern um meine Erfahrungen beim Bujinkan Budo Taijutsu, das ich seit einigen Monaten ausübe. Dabei handelt es sich um eine Kampfkunst, die wir im Volksmund wahrscheinlich als Ninjutsu beschreiben würden. Ihr wisst schon: Krieger in Schwarz mit Katanas, die in den Schatten lauern. Unser Bild vom Ninja ist oft das Bild eines Assassinen, dabei steckt in Nin („Aushalten“) und („Jutsu“) Techniken schon der Begriff Überlebenstechniken und nach den Regeln des Ninjutsu ist es verboten seinen Gegner zu töten. Darum geht es dann auch beim Bujinkan Budo Taijutsu: Überleben. Das Ziel ist nicht seinen Gegner möglichst spektakulär zu besiegen, sondern ihn effektiv zu Überwinden und dazu gehört sowohl die Flucht als auch den Kampf als solches zu vermeiden. Shikin Haramitsu Daikomyo ist ein Mantra, das wir bei der Begrüßung sagen.  Es ist schwer ins Deutsche zu übersetzen, generell ist damit die Bitte nach Erleuchtung gemeint oder dass jeder Augenblick die Möglichkeit zur Erleuchtung bietet. Aber um die physische Ebene geht es mir an dieser Stelle nicht, sondern um die Mentale. Zum Taijutsu gehört eine gewisse geistige Einstellung. Jetzt werden einige sagen, dass es nach Zen stinkt. Das ist in Teilen vielleicht auch richtig, aber da sich Ninjtsu von anderen Kampfsportarten unterscheidet, ist es auch anders zu betrachten. Im Gegensatz zu Judo oder Karate ist Ninjtsu keine Wettkampfsportart. Wir trainieren nicht, um uns mit anderen zu messen. Buddhismus, Taoismus und andere Wertesysteme nützen einem Karateka innerhalb eines Wettkampfes nur so viel, dass er einen ruhigen Kopf bewahrt und seine stärken und schwächen kennt. Im Bujinkan ist das anders. Wir trainieren, um Leid und Gefahren zu überstehen, im Gewissen Sinne also für den Ernstfall und nicht für künstliche Konflikte, wie Tuniere. Bujinkan Budo Taijutsu als Ganzes gesehen ist ein Lebensweg, der in jeder Art Konflikt und nicht nur in physischen Helfen kann. Ob man davon etwas für sich übernimmt, ist seine Sache. Für mich ist es so, dass ich vor dem Bujinkan schon viel für mich aus dem Buddhismus übernommen habe. Jede Religion beinhaltet sinnvolle Regeln für das gesellschaftliche Leben und mit dem Niedergang der Gläubigkeit sind es diese Regeln, die helfen können Malaise und Entwurzelung zu überwinden.  Der Dalai Lama hat zwischen Buddhismus als Religion und Buddhismus als Wertesystem unterschieden. Ähnlich als befolgt man die Zehn Gebote und glaubt nicht an Gott. Ich glaube auch nicht an Gott, es geht mir dabei...

Mehr

Der Digitale Widerstand

Der Digitale Widerstand

Wann kam eigentlich das letzte Mal etwas wirklich Gutes im Fernsehen? Vor allem etwas, dass man nicht schon im Internet, Kino oder auf DVD gesehen hat? Die meisten guten Sachen kommen jedenfalls nach Deutschland und werden hier nicht produziert – höchsten schlecht übersetzt. Was ist mit Musik? Wie viele wirklich kreative Musiker gibt es noch? Wie viele Lieder drücken wirklich aus, was ihr fühlt?  Solange man nicht auf RTL2 oder Casting-Shows steht, ist man außen vor. Wie sieht es mit Politik aus? Wer interessiert sich für Politik? Wer nicht und warum nicht? Politik geht jeden an. Aber wer fühlt sich von der Politik noch berücksichtigt? Die Gesellschaft klafft auseinander. Nicht nur zwischen Arm und Reich oder Modern und Konservativ, sondern auch zwischen Online und Offline. Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Im Technologischen, wie Gesellschaftlichem. Und das Brechen, das Brechen tun wir. Wir sind die Jungen, die Alten, die Außenseiter, die Hipster, die Nerds, die Couchpotatoes und die Drama Queens. Wir arbeiten als Lehrer, sind Schüler und Rentner, schuften an der Kasse, am Band, Schreiben über Gott und die Welt oder verkaufen Versicherung. Wir sind alle und wir sind keiner. Keine Schublade ist groß genug, aber gemeinsam haben wir, dass wir digital Leben. Wir arbeiten online, schaffen Welten aus Bits & Bytes,  sind vernetzt, teilen, konsumieren, remixen und vor allem: Wir produzieren. Youtube, Vimeo, Scribd, Flickr, Deviantart, Blogger, WordPress, Reddit, Soundcloud, Github, sourceforge – unsere Kreativität füttert das Web. Natürlich auch mit viel Müll, aber hat jemand in der letzten Zeit Deutschland sucht den Superstar geguckt? Produziert wird fast nur noch für den Mainstream, was ihn nicht anspricht hat wenig Chance. Aber während wir unser Geld irgendwo in einem Büro verdienen, versuchen wir der Welt etwas von uns mitzugeben. Wir singen, zeichnen, schreiben und manche von uns schaffen etwas ganz Großes. Hier entstehen Spiele, die sonst keine Chance gehabt hätten, Serien, keiner ausstrahlen wollte und Genres, die vorher keiner kannte. Das Netz ist unser Medium, unser Werkzeug und unser home ground. Darum verteidigen wir es und nicht damit wir in einer kostenlos Kultur folgen können. Wir sind nicht dumm, wir wissen genau, dass Spiele, Filme und Musik produziert werden müssen. Deswegen geben wir auch unser Geld dafür. Wir haben nichts dagegen, dass jemand Reich und Berühmt mit einer Idee wird. Wir wundern uns höchstens warum Unternehmen, die von uns gerettet werden mussten, heute wieder große Gewinne machen und wir immer noch...

Mehr