Here comes Chaos

Here comes Chaos

„Lol, er hat rofl gesagt.“ – ChaosPhoenix Rückblickend sieht vieles immer sehr logisch aus. Gerade ist es für mich sehr logisch, dass nach meinem letzten Beitrag eben dieser kommt. Ich bin nach dem ganzen gespamme auch gar nicht mehr zum schreiben bekommen, was jetzt in einem dahingefaselten Beitrag endet. Ehrlich gesagt sind hier gerade viele Parallelen zu meiner letzten Trennung. Gleichzeitig aber auch keine. In mir drin sieht es von Anfang an besser aus. Ich bin zwar weder glücklich noch zufrieden, aber ich bin fröhlich und gut gelaunt. Sehr selten traurig, dafür in der letzten Woche öfter mal wütend. Da steigere ich mich zugegeben auch rein, habe es aber wieder unter Kontrolle. Wut schadet am Ende immer einem selbst. Manchmal wünsche ich mir nur einfach ein wenig Instant-Karma zum austeilen, allerdings bin ich nicht der Gott der Ausgleichenden Gerechtigkeit und sollte mich zumindest auch nicht so benehmen. Hier ist kurz gesagt Chaos. Die gute kreative Art von Chaos. Die Dynamik, die Überraschung, aber auch die Unbeständigkeit. Ich habe das vermisst. Es entspricht einfach meiner Art. Woher sonst kommt sonst mein Pseudonym. Und teilweise hasse ich es auch, denn ich mag Beständigkeit. Aber Chaos.. Chaos fordert alles was ich kann. Beständigkeit kann jeder. Ein kleiner innerer Konflikt deutet sich hier ein, wobei es in der Theorie natürlich alles ganz einfach ist. In Ruhe liegt die Kraft. Damit ist kein ruhiges Leben gemeint, welches Leben ist das wirklich schon immer zu jeder Zeit und ohne Pause. Die Ruhe muss im Geiste im Innern sitzen, also eine tiefe Geistesruhe sein. Dann klappt das auch, sowohl mit der Beständigkeit als auch mit meinem geliebten Chaos. Die letzten Jahre waren zwar kein Stillstand, aber eine angespannte Beständigkeit. Einfach war auch das nicht, nichts wirklich wichtige ist einfach, was allerdings nicht bedeutet, dass alles Schwere wichtig ist. Im Moment ist es schön sich einfach treiben zu lassen, wobei ich mich im Moment eher wie beim Rafting fühle und nicht entspannt im Toten Meer dahingleite. Irgendwann würde ich mich gerne wieder auf einen sicheren Hafen freuen, um die Analogie mal zu Tode zu reiten. Egal ob vor 8, 10 oder 14 Jahren, manche Dinge lerne ich wohl nie und möchte es auch nicht. Ich mag es chaotisch, romantisch und verrückt, die  Haken daran sind mir vollkommen bewusst. Zumindest bin ich mit mir und der Situation glücklich. Und da steckt auch wieder das Gleichnis drin, dass Probleme und...

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Here I go again

Here I go again

„The reports of my death are greatly exaggerated.“ – Mark Twain Jeder lebt in seiner eigenen Welt. Das ist nun mal so und das wird auch immer so bleiben. Durch unsere Erfahrungen sehen wir alles immer mindestens eine Nuance und manchmal eine ganze Welt anders. Wer das nicht versteht und akzeptiert, kann niemals wirklich im Einklang mit sich und seiner Umwelt im Einklang leben. Es ist wichtig immer empathisch sich selbst und anderen gegenüber zu sein, da man sonst die Verbindung zur Außenwelt und sich selbst verliert. Also wie sieht es in meiner Welt aus? Sehr gut. Nicht die Art von Regenbogen-kotzenden Einhörnern gut, aber viel besser als ich erwartet hätte. Immer noch und so langsam wird aus dem Trend die Regel. Das kann man mir glauben oder nicht, für mich stimmt es. Die letzten zwei Monate waren einfach und ich freue mich auf etwas Ruhe. Aber wenn ich könnte, würde ich nichts ändern, nichts rückgängig machen und alles noch mal wiederholen. Ich habe so viele wichtige Erfahrungen gemacht und die wichtigsten sind meistens nicht die schönsten. Die wichtigste ist, dass ich immer noch ich bin und das gut so ist. Es klingt so banal wie offensichtlich. Aber ich war lange nicht mehr ich selbst, ich wollte es auch nicht sein, weil ich irgendwann dachte es wäre nicht gut genug. Aber für mich ist meine Art die beste. Mit allen Vorteilen und den ganzen Nachteilen. Andernfalls wäre ich jetzt immer noch traurig, statt seit vier Wochen schon wieder zu lachen. Selbstverständlich gibt es auch wolkige Zeiten, aber das sind inzwischen nur noch kurze Augenblicke. Ich bin stolz darauf, dass ich mich nicht ducken muss, mich nicht verkrieche und nichts verdränge. Andere Methoden sind wahrscheinlich einfacher und meine grauen Haare kommen bestimmt nicht von ungefähr, aber so bin ich. Bis jetzt habe ich damit auch nur Freunde verstört und nicht vertrieben ;-). Durch diese Prüfung habe ich zu alter Stärke zurückgefunden und damit mein unendliches, egozentrisches und eingebildetes Selbstbewusstsein wiederentdeckt. Irgendwann muss ich dafür noch ein passendes Halsband finden, um es an die Leine zu legen. Wenn das losgelassen wird, hat es früher schon einigen Schaden angerichtet. Aber es geht nicht nur darum seine Stärken, Schwächen und Dämonen in Ketten zu legen. Eine Schwäche kann immer eine Stärke sein. Wer empfindlich und ängstlich ist, kann empathisch und einfühlsam sein. Wer öfter mal Kontrolle ausübt, kann jemanden unterbuttern, aber auch vorangehen, wenn jemand...

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Inneres Feuer

Inneres Feuer

Ich habe ein enormes Potential für Wut in mir. Früher, ganz früher trat das regelmäßig an die Oberfläche. Heute passiert das sehr selten, weil ich größtenteils im Frieden mit meiner Umwelt und insbesondere mit mir Lebe. Das Feuer in mir brennt aber immer noch, es zeigt sich in Leidenschaft, Dynamik, aber auch und oft in zu viel Reden und Schreiben ;-). Wut entsteht nur noch durch Ungeduld oder Enttäuschung. Wenn etwas sinnlos erscheint oder ich mich weigere den Sinn zu sehen. Gerade muss es wieder raus. Mich kotzt die ganze Sache im Moment an. (Wenn das der erste Beitrag ist, den Du von mir ließt… nimm mal einen anderen.) Mein Gott, ich versuche immer noch aus der ganzen Trennung einen Sinn zu ziehen. Gut, es hat ganz viel Sinn. Mir sind einige Sachen klar geworden, die ich sonst nie gewusst hätte. Ich denke, ich habe die wichtigsten Sachen schon gelernt und verstanden. Außerdem konnte ich mir so wirklich wichtige Fragen selbst beantworten, die wirklich wichtig für mich waren. Ich fühle mich jetzt komplett und im Frieden mit mir. Weshalb ich auch nicht wütend auf Sie oder irgendetwas anderes bin außer dem jetzigen Gefühl. Das sollte doch eigentlich genug Sinn ergeben und ich sollte zufrieden damit sein. Bullshit. Eine Sache bleibt unbeantwortet. Was ist mit der nächsten Beziehung und was ist mit den nächsten Problemen? Im Grunde hätten Sophie und ich uns auch schon nach einem Jahr trennen können. Nein, ehrlich gesagt, hätten wir die Beziehung gleich ausfallen lassen können. Die Gründe der Trennung sind auch die Gründe von damals. Aber was heißt das für die Zukunft? Was soll ich daraus für eine Lehre ziehen? Bitches be crazy. Bitches be crazy? Nein, das ist sowohl beleidigend als auch oberflächlich. Jeder hat eine Macke. Oder mehrere. Oder alle. In jeder Beziehung gibt es Probleme. Soll ich dann nächstes Mal gleich zu Anfang aufgeben, nur weil es Probleme gibt? So führt man auch kein konstruktives Leben und ich bin niemand, der aufgibt. Ich sage heute, rückblickend und in vollem Bewusstsein dafür, dass auch einiges richtig beschissen war: Ich würde alles wieder machen. Ich würde dieser Beziehung nicht aus dem Weg gehen und es ist kein Fehler es über acht Jahre versucht zu haben. Humans be crazy. So ist es nun mal. Mein einziges Fazit ist, dass es manchmal klappt und manchmal eben nicht. Auch nach sehr langer Zeit. Ich kann jetzt schauen,...

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Warrior Spirit

Warrior Spirit

Dieser Beitrag ist schon ein paar Monate alt, aber nie fertig geworden. Damals fühlte es sich auch scheinheilig an ihn zu schreiben. Mir ging es sehr gut und alles war in Ordnung. Da ist es einfach über Kampfgeist und eine positive Lebenseinstellung zu reden. Aber jetzt, wo es nicht mehr so toll ist, fühlt er sich immer noch richtig an. Deswegen poste ich ihn endlich. Alles hat sich ein wenig bestätigt. Dieser Beitrag stinkt vielleicht etwas nach Zen, wie mir jemand nahelegen würde, der diesen Blog wahrscheinlich nicht liest. Für mich geht es heute um etwas, worüber ich schon seit langem nachdenke. Es geht um Budō, etwas stumpf übersetzt: Den Weg des Kriegers. Wie bei den meisten japanischen Begriffen, ist das nicht wörtlich zu nehmen. Jedes japanische Schriftzeichen kann auf diverse Arten übersetzt werden. Das beinhaltet eine elementare Erkenntnis. Es gibt keine absolute Wahrheit, nur bestimmte Perspektiven aus denen heraus man etwas betrachtet. Es geht um mein Leben seit ich Bujinkan Budo Taijutsu angefangen habe. Heute fällt es mir schwer „seitdem ich trainiere“ zu sagen. Für mich ist es wirklich „dō“, ein Weg geworden. Das Training fängt nicht im Dojo an und Endet auch nicht mit einer Verbeugung und den Worten „domo arigato gozaimasu.“ Diesen Weg gehe ich, jeden Tag, auch wenn ich nicht physisch übe, wie in den letzten Wochen. Am Anfang habe ich mich nur auf das körperliche Training beschränkt und war immer frustriert, wenn ich keine Zeit hatte oder krank war. Das passierte in den letzten Jahren häufig, wie auch in den letzten Wochen. Mein Taijutsu ist starr und unaufmerksam geworden, noch mehr als es sowieso schon war. Das gefällt mir offen gesagt nicht. Aber ich gehe weiter meinen Weg und das jeden Tag. Budō ist eben nicht nur Kampf. Besser gesagt: Es ist nicht mal Kampf. Wer kämpft bringt sich in Gefahr. Es geht ums (Über)Leben. In der heutigen Welt sind Brutalität und Gewalt nicht so fern, wie es oft scheint. Aber der tägliche Kampf ist meist ein anderer. Wir sind jeden Tag sozialen und mentalen Konflikten ausgesetzt. Schon morgens auf dem Weg zur Arbeit, können Leute in der Bahn unfreundlich und störend sein. Kollegen können auf der Arbeit nicht nur stören, sondern auch Steine in den Weg legen und der Chef kann den Tag ganz versauen. Die Kunst ist eben nicht damit zu kämpfen. Man sollte sich einpassen, nicht an der Situation anhaften und nehmen was kommt, anstatt...

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Ebbe und Flut

Ebbe und Flut

Das Leben dreht sich immer ein wenig im Kreis, bewegt sich in bestimmten Zyklen. Manche davon bekommen wir nicht vollständig mit. Von der Geburt bis zum Sterbebett ist zum Beispiel einer, den wir nur bei anderen vollständig beobachten können. Andere haben wir schon hinter uns. Ein immer wiederkehrender Zyklus ist laut Desmond Morris „Halt mich fest“, „lass mich los“, „lass mich allein“, wie bei aufwachsenden Kindern sehr schön zu beobachten ist. Bedürfnisse und Wünsche ändern sich mit den Lebensphasen und jeder durchläuft diese drei Phasen immer wieder in zwischenmenschlichen Beziehungen. Oft wird gesagt, man trennt sich, weil man sich auseinander gelebt hat. Man fühlt sich mehr als Freunde oder Geschwister. Das Gefühl kenne ich gut. Das hatte ich nicht nur bei Sophie, auch bei anderen Frauen schon. Aber eben phasenweise. Das wichtigste ist für mich, sich nicht darauf zu konzentrieren, sondern es zu beobachten und zu akzeptieren. Irgendwann geht es dann wieder. Manchmal nach ein paar Wochen, manchmal nach einigen Monaten. Lieben zu können, heißt den Wandel akzeptieren zu müssen. Auch den Wandel des eigenen Herzens. Nichts ist ewig, auch kein Gefühl und auch kein negatives Gefühl. So kam es auch immer wieder zu „Halt mich fest“ Phasen bei mir, auch nachdem schon länger „lass mich los“ und manchmal „lass mich alleine“ den Ton angaben. Wer diesen Wandel nicht akzeptieren kann, kann keine dauerhafte, glückliche Beziehung führen. Sorgen und Panik zerstören alles. Wenn wir Ebbe und Flut beobachten, befürchten wir ja auch nicht, dass das Wasser irgendwo in einen magischen Abfluss läuft. Jedenfalls nicht nachdem man es ein paar mal beobachtet hat. Aber meistens scheint heute das Vertrauen und die Ruhe für so eine Beobachtung zu fehlen. Ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass sich bei uns die Wegwerfgesellschaft auch auf zwischenmenschliche Beziehungen erstreckt. Das ist schade, weil unser Leben, unsere Erfahrungen und unsere Erinnerungen durch diese kurze Zeit begrenzt ist, die wir Leben dürfen. Für mich ist der Wandel in einer Beziehung von Vorteil. Wenn man sich liebt (wie auch immer die Definition ist) und in einer der nicht so anhänglichen Phasen ist, kann man die Zeit doch gut für das eigene Leben nutzen. Man konzentriert sich wieder auf das Individuum, das man ist. In einer späteren Phase, wenn die Bedürfnisse befriedigt sind, kommt man sich wieder näher. Nicht jede Beziehung macht das mit, nicht jeder Partner ist damit glücklich. Aber wenn beide den Wandel akzeptieren, ist es...

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Über Liebe/ Über Uns #update

Über Liebe/ Über Uns #update

Die Beiträge der letzten Tage sind schon fast ein kleines Buch oder eine Abhandlung darüber, wie ich mit allem Umgehe. Was ich denke und versuche anders zu sehen. Über eine Sache habe ich bis jetzt wenig nachgedacht und das ist die Liebe an sich. Das wäre dann auch das nächste logische Kapitel in meinem Verarbeitungsmarathon. Aber es hat sich gezeigt, dass ich an dem Punkt sehr wenig zweifle, sehr wenig daran ändere. Ich sehe Liebe heute noch genauso, wie vor zwei Jahren, wie vor sechs Jahren, wie vor acht Jahren. Ich fühle mich höchstens, selbst durch die Trennung, bestätigt. Ich kann nur davon sprechen was ich denke, was Liebe ist. Kein Gefühl ist stärker, komplexer, verwirrender und vielfältiger. Liebe steht für mich nicht im Gegensatz zu sexueller Anziehung und Schmetterlingen im Bauch, aber es ist für mich etwas anderes. Ich flirte sehr gerne, lerne sowieso gerne Menschen kennen und wenn daraus dann Schmetterlinge und guter Sex entstehen, dann ist das doch etwas Schönes. Aber Liebe kommt später. Liebe entsteht, wenn die Schmetterlinge langsam verschwinden. Wenn man über den Punkt der puren Leidenschaft hinaus ist. Wer das jetzt unromantisch, vernünftig und langweilig findet, hat unrecht und ich hoffe, ich kann das gut genug darstellen. In jeder Beziehung gibt es den Punkt an dem die Schmetterlinge dauerhaft oder zeitweise weg sind. Das ist ein Punkt vor dem ich Angst habe, ein Punkt an dem ich auch zwei, vielleicht drei Mal in meinem Leben war. Bei einer acht-jährigen Beziehung kommt das natürlich auch vor. Genauso wie es vorkommt, dass man auch Gefühle für jemand anderen entwickelt, von einer gewissen Anziehung bis hin zu Schmetterlingen. Warum sollte man in einer Beziehung bleiben, wenn die Gefühle woanders zeitweise intensiver sind? Das kann ich niemandem sagen, ich kann wieder nur sagen, wie es für mich ist. Ich habe irgendwann von der Vorstellung losgelassen, immer Schmetterlinge haben zu wollen. Was desillusioniert klingt, war einer der größten Segen für mich. Meine Ansprüche sind nicht niedriger geworden, aber meine Erwartungen haben sich geändert. Durch diese innere Freiheit konnte sich das Gefühl in mir von Schmetterlingen zu tiefer Verbundenheit, Mitgefühl und Vertrauen entwickeln. Zu Liebe. Eine Liebe, an die ich keine Erwartungen habe. So hat sich die Liebe immer entwickelt. Wenn ich mehr mit mir Probleme hatte, habe ich kaum gespürt, dass da etwas ist, außer einer guten und beruhigenden Gewohnheit. War ich freier und offener, habe ich mich...

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