Inneres Feuer

Inneres Feuer

Ich habe ein enormes Potential für Wut in mir. Früher, ganz früher trat das regelmäßig an die Oberfläche. Heute passiert das sehr selten, weil ich größtenteils im Frieden mit meiner Umwelt und insbesondere mit mir Lebe. Das Feuer in mir brennt aber immer noch, es zeigt sich in Leidenschaft, Dynamik, aber auch und oft in zu viel Reden und Schreiben ;-). Wut entsteht nur noch durch Ungeduld oder Enttäuschung. Wenn etwas sinnlos erscheint oder ich mich weigere den Sinn zu sehen. Gerade muss es wieder raus. Mich kotzt die ganze Sache im Moment an. (Wenn das der erste Beitrag ist, den Du von mir ließt… nimm mal einen anderen.) Mein Gott, ich versuche immer noch aus der ganzen Trennung einen Sinn zu ziehen. Gut, es hat ganz viel Sinn. Mir sind einige Sachen klar geworden, die ich sonst nie gewusst hätte. Ich denke, ich habe die wichtigsten Sachen schon gelernt und verstanden. Außerdem konnte ich mir so wirklich wichtige Fragen selbst beantworten, die wirklich wichtig für mich waren. Ich fühle mich jetzt komplett und im Frieden mit mir. Weshalb ich auch nicht wütend auf Sie oder irgendetwas anderes bin außer dem jetzigen Gefühl. Das sollte doch eigentlich genug Sinn ergeben und ich sollte zufrieden damit sein. Bullshit. Eine Sache bleibt unbeantwortet. Was ist mit der nächsten Beziehung und was ist mit den nächsten Problemen? Im Grunde hätten Sophie und ich uns auch schon nach einem Jahr trennen können. Nein, ehrlich gesagt, hätten wir die Beziehung gleich ausfallen lassen können. Die Gründe der Trennung sind auch die Gründe von damals. Aber was heißt das für die Zukunft? Was soll ich daraus für eine Lehre ziehen? Bitches be crazy. Bitches be crazy? Nein, das ist sowohl beleidigend als auch oberflächlich. Jeder hat eine Macke. Oder mehrere. Oder alle. In jeder Beziehung gibt es Probleme. Soll ich dann nächstes Mal gleich zu Anfang aufgeben, nur weil es Probleme gibt? So führt man auch kein konstruktives Leben und ich bin niemand, der aufgibt. Ich sage heute, rückblickend und in vollem Bewusstsein dafür, dass auch einiges richtig beschissen war: Ich würde alles wieder machen. Ich würde dieser Beziehung nicht aus dem Weg gehen und es ist kein Fehler es über acht Jahre versucht zu haben. Humans be crazy. So ist es nun mal. Mein einziges Fazit ist, dass es manchmal klappt und manchmal eben nicht. Auch nach sehr langer Zeit. Ich kann jetzt schauen,...

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Warrior Spirit

Warrior Spirit

Dieser Beitrag ist schon ein paar Monate alt, aber nie fertig geworden. Damals fühlte es sich auch scheinheilig an ihn zu schreiben. Mir ging es sehr gut und alles war in Ordnung. Da ist es einfach über Kampfgeist und eine positive Lebenseinstellung zu reden. Aber jetzt, wo es nicht mehr so toll ist, fühlt er sich immer noch richtig an. Deswegen poste ich ihn endlich. Alles hat sich ein wenig bestätigt. Dieser Beitrag stinkt vielleicht etwas nach Zen, wie mir jemand nahelegen würde, der diesen Blog wahrscheinlich nicht liest. Für mich geht es heute um etwas, worüber ich schon seit langem nachdenke. Es geht um Budō, etwas stumpf übersetzt: Den Weg des Kriegers. Wie bei den meisten japanischen Begriffen, ist das nicht wörtlich zu nehmen. Jedes japanische Schriftzeichen kann auf diverse Arten übersetzt werden. Das beinhaltet eine elementare Erkenntnis. Es gibt keine absolute Wahrheit, nur bestimmte Perspektiven aus denen heraus man etwas betrachtet. Es geht um mein Leben seit ich Bujinkan Budo Taijutsu angefangen habe. Heute fällt es mir schwer „seitdem ich trainiere“ zu sagen. Für mich ist es wirklich „dō“, ein Weg geworden. Das Training fängt nicht im Dojo an und Endet auch nicht mit einer Verbeugung und den Worten „domo arigato gozaimasu.“ Diesen Weg gehe ich, jeden Tag, auch wenn ich nicht physisch übe, wie in den letzten Wochen. Am Anfang habe ich mich nur auf das körperliche Training beschränkt und war immer frustriert, wenn ich keine Zeit hatte oder krank war. Das passierte in den letzten Jahren häufig, wie auch in den letzten Wochen. Mein Taijutsu ist starr und unaufmerksam geworden, noch mehr als es sowieso schon war. Das gefällt mir offen gesagt nicht. Aber ich gehe weiter meinen Weg und das jeden Tag. Budō ist eben nicht nur Kampf. Besser gesagt: Es ist nicht mal Kampf. Wer kämpft bringt sich in Gefahr. Es geht ums (Über)Leben. In der heutigen Welt sind Brutalität und Gewalt nicht so fern, wie es oft scheint. Aber der tägliche Kampf ist meist ein anderer. Wir sind jeden Tag sozialen und mentalen Konflikten ausgesetzt. Schon morgens auf dem Weg zur Arbeit, können Leute in der Bahn unfreundlich und störend sein. Kollegen können auf der Arbeit nicht nur stören, sondern auch Steine in den Weg legen und der Chef kann den Tag ganz versauen. Die Kunst ist eben nicht damit zu kämpfen. Man sollte sich einpassen, nicht an der Situation anhaften und nehmen was kommt, anstatt...

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Ebbe und Flut

Ebbe und Flut

Das Leben dreht sich immer ein wenig im Kreis, bewegt sich in bestimmten Zyklen. Manche davon bekommen wir nicht vollständig mit. Von der Geburt bis zum Sterbebett ist zum Beispiel einer, den wir nur bei anderen vollständig beobachten können. Andere haben wir schon hinter uns. Ein immer wiederkehrender Zyklus ist laut Desmond Morris „Halt mich fest“, „lass mich los“, „lass mich allein“, wie bei aufwachsenden Kindern sehr schön zu beobachten ist. Bedürfnisse und Wünsche ändern sich mit den Lebensphasen und jeder durchläuft diese drei Phasen immer wieder in zwischenmenschlichen Beziehungen. Oft wird gesagt, man trennt sich, weil man sich auseinander gelebt hat. Man fühlt sich mehr als Freunde oder Geschwister. Das Gefühl kenne ich gut. Das hatte ich nicht nur bei Sophie, auch bei anderen Frauen schon. Aber eben phasenweise. Das wichtigste ist für mich, sich nicht darauf zu konzentrieren, sondern es zu beobachten und zu akzeptieren. Irgendwann geht es dann wieder. Manchmal nach ein paar Wochen, manchmal nach einigen Monaten. Lieben zu können, heißt den Wandel akzeptieren zu müssen. Auch den Wandel des eigenen Herzens. Nichts ist ewig, auch kein Gefühl und auch kein negatives Gefühl. So kam es auch immer wieder zu „Halt mich fest“ Phasen bei mir, auch nachdem schon länger „lass mich los“ und manchmal „lass mich alleine“ den Ton angaben. Wer diesen Wandel nicht akzeptieren kann, kann keine dauerhafte, glückliche Beziehung führen. Sorgen und Panik zerstören alles. Wenn wir Ebbe und Flut beobachten, befürchten wir ja auch nicht, dass das Wasser irgendwo in einen magischen Abfluss läuft. Jedenfalls nicht nachdem man es ein paar mal beobachtet hat. Aber meistens scheint heute das Vertrauen und die Ruhe für so eine Beobachtung zu fehlen. Ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass sich bei uns die Wegwerfgesellschaft auch auf zwischenmenschliche Beziehungen erstreckt. Das ist schade, weil unser Leben, unsere Erfahrungen und unsere Erinnerungen durch diese kurze Zeit begrenzt ist, die wir Leben dürfen. Für mich ist der Wandel in einer Beziehung von Vorteil. Wenn man sich liebt (wie auch immer die Definition ist) und in einer der nicht so anhänglichen Phasen ist, kann man die Zeit doch gut für das eigene Leben nutzen. Man konzentriert sich wieder auf das Individuum, das man ist. In einer späteren Phase, wenn die Bedürfnisse befriedigt sind, kommt man sich wieder näher. Nicht jede Beziehung macht das mit, nicht jeder Partner ist damit glücklich. Aber wenn beide den Wandel akzeptieren, ist es...

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Über Liebe/ Über Uns #update

Über Liebe/ Über Uns #update

Die Beiträge der letzten Tage sind schon fast ein kleines Buch oder eine Abhandlung darüber, wie ich mit allem Umgehe. Was ich denke und versuche anders zu sehen. Über eine Sache habe ich bis jetzt wenig nachgedacht und das ist die Liebe an sich. Das wäre dann auch das nächste logische Kapitel in meinem Verarbeitungsmarathon. Aber es hat sich gezeigt, dass ich an dem Punkt sehr wenig zweifle, sehr wenig daran ändere. Ich sehe Liebe heute noch genauso, wie vor zwei Jahren, wie vor sechs Jahren, wie vor acht Jahren. Ich fühle mich höchstens, selbst durch die Trennung, bestätigt. Ich kann nur davon sprechen was ich denke, was Liebe ist. Kein Gefühl ist stärker, komplexer, verwirrender und vielfältiger. Liebe steht für mich nicht im Gegensatz zu sexueller Anziehung und Schmetterlingen im Bauch, aber es ist für mich etwas anderes. Ich flirte sehr gerne, lerne sowieso gerne Menschen kennen und wenn daraus dann Schmetterlinge und guter Sex entstehen, dann ist das doch etwas Schönes. Aber Liebe kommt später. Liebe entsteht, wenn die Schmetterlinge langsam verschwinden. Wenn man über den Punkt der puren Leidenschaft hinaus ist. Wer das jetzt unromantisch, vernünftig und langweilig findet, hat unrecht und ich hoffe, ich kann das gut genug darstellen. In jeder Beziehung gibt es den Punkt an dem die Schmetterlinge dauerhaft oder zeitweise weg sind. Das ist ein Punkt vor dem ich Angst habe, ein Punkt an dem ich auch zwei, vielleicht drei Mal in meinem Leben war. Bei einer acht-jährigen Beziehung kommt das natürlich auch vor. Genauso wie es vorkommt, dass man auch Gefühle für jemand anderen entwickelt, von einer gewissen Anziehung bis hin zu Schmetterlingen. Warum sollte man in einer Beziehung bleiben, wenn die Gefühle woanders zeitweise intensiver sind? Das kann ich niemandem sagen, ich kann wieder nur sagen, wie es für mich ist. Ich habe irgendwann von der Vorstellung losgelassen, immer Schmetterlinge haben zu wollen. Was desillusioniert klingt, war einer der größten Segen für mich. Meine Ansprüche sind nicht niedriger geworden, aber meine Erwartungen haben sich geändert. Durch diese innere Freiheit konnte sich das Gefühl in mir von Schmetterlingen zu tiefer Verbundenheit, Mitgefühl und Vertrauen entwickeln. Zu Liebe. Eine Liebe, an die ich keine Erwartungen habe. So hat sich die Liebe immer entwickelt. Wenn ich mehr mit mir Probleme hatte, habe ich kaum gespürt, dass da etwas ist, außer einer guten und beruhigenden Gewohnheit. War ich freier und offener, habe ich mich...

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Über Glück… und Crack

Über Glück… und Crack

Ich glaube was alle Menschen im Leben vereint ist das Streben nach Glück. Wir alle wollen glücklich sein. Jeder hat dafür seinen eigenen Weg und die eigenen Methoden, um das zu erreichen. Viele suchen ihre Erfüllung in einer Partnerschaft, andere in Hobbies oder in der Arbeit. Selbst Workaholics und Schwerverbrecher wollen am Ende nur irgendwie Glück erreichen. Im Ziel sind wir Menschen gleich, doch der Weg ist eben oft unterschiedlich. Nicht jeder Weg führt zum Glück, viele sind Täuschungen. Wir tun vieles, um unsere Ängste zu lindern. Aber sind das wirklich Wege zum Glück oder gehorchen wir nur unserer Angst? Stattdessen ist es oft sinnvoller sich der Gründe der Ängste zu stellen und ihr damit den Nährboden zu entziehen. Wahres, echtes Glück darf keinen Ängsten gefolgt sein. Aber was ist es denn, was uns wirklich glücklich macht? Die Frage muss am Ende jeder für sich selbst beantworten. Jedem Menschen bereiten andere Sachen Vergnügen. Ich habe Spaß an Videospielen, am Kochen, an Sex, an Märchenfilmen und an vielen anderen Dingen. Manchmal konkurieren diese Sachen mit anderen Dingen. Sei es Spaß gegen Spaß oder wie es öfter ist: Spaß gegen Arbeit. „Muss ja“ gibt es für mich nicht. Wir alle könnten zu Hause bleiben und den ganzen Tag entweder Sturm der Liebe oder Youporn gucken. Wir tun es aber nicht. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Glück und Vergnügen. Uns kann etwas Vergnügen bereiten und trotzdem nicht glücklich machen. Glück oder glücklich sein ist etwas langfristiges. Glück braucht immer wieder Zuwendung, Arbeit und Vernunft. Es sind oft die langweiligen, vorsichtigen Entscheidungen, die uns glücklich machen. Eines der einfachsten Beispiele ist wohl, ob man fremd geht. Für den Moment kann es ein Vergnügen sein, aber später wird es uns auf die eine oder andere Weise belasten und eben nicht glücklich machen. Glück entsteht aus den langfristigen, wohl überlegten Entscheidungen. Zwar glaube ich auch, dass man manchmal einfach Springen muss und nicht immer nur vorsichtig gehen kann. Aber ich glaube das Springen, das ich meine, ist kein hinwegsetzen über Vernunft und Zweifel, sondern eher ein eingehen von Risiken und ein Trotzen der Ängste. Glück braucht eben Arbeit, Vergnügen nicht unbedingt. Vergnügen ist wie Crack. Wenn man sein Leben darauf aufbaut, lebt man immer von Dosis zu Dosis und zwischendurch fällt man tief. Wir fangen an unser Leben vollzustopfen mit Freunden, Hobbies und positiven Ablenkungen. Was natürlich nicht falsch ist, aber wegen der Gründe...

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Schmerzhafte Lehren

Schmerzhafte Lehren

Manchmal ist einfach alles Scheiße. Heute ist so ein Tag. Eigentlich war gestern Scheiße. Aber Mist genug dafür, dass heute auch kaputt ist. Wenn jemand, dem ich gut getan und Hoffnung gegeben, mich tief verletzt, Möge ich ihn zu meinem höchsten Lehrmeister machen. – 6. Vers zum Üben des Geistes Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass ich diesen Satz in der letzten Zeit zitiere. Er hilft mir mich auf mich zu konzentrieren. Ich gebe zu, dass ich ihn nicht ganz verstehe. Aber für mich bedeutet er zwei Sachen. Man kann annehmen, was man bekommt, auch das Schlechte. Und man kann aus dem, was man eigentlich nicht möchte, etwas positives machen indem man etwas lernt. Jedes Problem ist eine Schulung in Geduld, Mitgefühl und Ausdauer. Durch die Probleme überdenke meine Positionen. Darum gebe ich gerne zu, dass die Trennung viele positive Sachen ausgelöst hat. Die Trennung war dafür nicht nötig, Sie war aber der Auslöser. Alles hätte auch anders passieren können. Aber es ist nun mal im Moment so. Wer weiß was morgen ist und was gestern war, ist schon vorbei. Aber es gibt einige Fragen, die noch an mir nagen. Auch wenn die Antworten darauf weder wichtig sind, noch etwas ändern. Manchmal will man ja auch keine Antwort. Am Ende macht es aber keinen Unterschied. Ich kann mir sagen, dass ich beiden Situationen etwas positives abgewinnen kann. Das geht sogar gut, meine Einstellung hat sich in den letzten Monaten geändert. Auf der Neustartseite stehen acht Jahre Spaß, Arbeit und Liebe. Das ist ein Viertel meines Lebens, das ich mit ihr verbracht habe. Die Sachen, die ich jetzt schon gemerkt habe, ist viel davon, was einen Neustart vielversprechend machen würde. Dazu gehören aber zwei und das ist auch gut so. Die Abschließen-Seite hat auch viele gute Gründe. Vor allem immer Gründe, die mehr handfest wirken als „acht gute Jahre“. Das ist immer einfacher zu sagen, ich mag die und die Situation nicht. Ich mag es nicht, wenn sie das sagt. Glück, ist manchmal ein sehr diffuses Gefühl. Vergnügen und Spaß sind da einfacher, weil sich das meistens auf einzelne Situationen bezieht, genau wie Ärger. Das Spiel hat Spaß gemacht, das Gespräch hat mich geärgert. Aber Glück ist ein langfristiges Gefühl. Dazu schreibe ich aber die Tage was. Ich werde einige Sachen nicht vermissen. Alleine ist es immer einfacher, jedenfalls der Alltag. Dafür ist er aber auch schöner. Zu zweit...

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