Feb 27

So, ich lerne. Ich kann mich nicht auf Karl’s Arbeit konzentrieren, weil mir die Zwischenprüfung im Kopf rum spukt, wie das Gespenst von Canterville. Der Blutfleck der Unsicherheit (oh – wie dramatisch), will auch bei mir nicht verschwinden. Zwar versuche ich ihn weiterhin durch Terminabsprachen und Selbstkonditionierung wegzuwischen, aber er taucht immer wieder auf. Unsicher macht mich nicht die Prüfung. Ich weiß, dass ich so ziemlich jedes Thema referieren kann, auch wenn ich davon vorher nie gehört habe. Aber dazu brauche ich drei Dinge: Ein Thema, etwas Zeit und einen Termin. Gut, ich habe zwei Themen. Die müssen aber noch weiter eingegrenzt werden. Wie meinte einmal ein Professor einer anderen Uni zu mir. “Was ist Politik? Diese Frage ist weder das Thema einer Prüfung noch einer Magisterarbeit – geschweige denn eines Referates. Diese Frage ist eine Lebensaufgabe.” Nun gut, ich lebe – ich lebe hoffentlich morgen noch… also kann ich mit der Aufgabe anfangen.

Alles begann mit einer Mindmap. Auf ihr stand Zentral der Begriff Politik, der dann auch sehr schnell von den Begriffen Macht, Bedürfnissen und Legitimation umring wurde. Inzwischen sind es mehrere Mindmaps, allesamt im Stil eines verwirrenden Picassos. Irgendwas nützliches für die Prüfung wird schon bei meinen Erkenntnissen dabei sein. Abgesehen davon lerne ich da fürs Leben (das sehe ich wirklich so). Ich lese gerade etwas von Rudolf Boehm, der, wie ich finde, ein paar gute Ansätze hat. Leider schreibt er etwas im Stile des 19. Jahrhunderts, auch wenn er inzwischen erst 80 ist. Aber er verwendet Worte, die inzwischen nicht nur umgangssprachlich anders genutzt werden. Es ist manchmal etwas schwer denn Sinn zu verfolgen und dabei bin ich nicht der schlechteste Lese-Versteher. Er schreibt nicht unnötig kompliziert, neigt aber auch dazu seine Sätze so stark zu verschachteln, dass es den Anschein weckt, als würde er das Wissen vor mir verstecken wollen. Aber das ist leider auch normal.

Also Leute: Was ist Politik?

.: Homestar Runner  – Trogdor :.

Feb 19

Ich hatte bestimmt nicht das schlechteste Leben. Wenn man sich in der Welt so umschaut, dann kann man sagen, dass ich keine Ahnung habe, wie schlecht es jemandem wirklich gehen kann. Aber darum geht es nicht. Alle Gefühle, Erfahrungen und Eindrücke sind subjektiv. Nur ich kann fühlen wie ich, weil mein Leben, meine Erfahrung einzigartig ist. So wird jeder Moment auf eine einzigartige Weise wahrgenommen, so ähnlich sie auch anderen sein mag. Das gilt für jeden Menschen. Man kann ahnen und vielleicht auch verstehen, was in jemandem vorgeht, aber man niemals identisch dasselbe fühlen. Also kann ich mein Leben nur so sehen, wie ich es sehen kann. So verstehen, wie ich es verstehen kann und eben nur so einordnen, wie ich es kann.

Ich hatte bestimmt nicht das einfachste Leben. Geld wahr schon immer Segen und Fluch. So gerne ich es auch mag flexibel zu sein, manchmal, eigentlich immer, hätte ich gerne eine Familie gehabt, die vor allem eines ist, eine Familie. Keine Mischung aus Schlachtfeld, Zweckgemeinschaft und ab und zu aufkommendem Frieden. Müssen statt können, könnte auf unserem Familienwappen stehen. Inzwischen tue ich der Situation aber unrecht. Irgendwie wird versucht alles verlorene wieder aufzuholen. Aber ich bin inzwischen 25, leicht verkorkst und ziemlich freakig. Ich habe mein eigenes Leben und diese Freak Show muss erstmal in die richtigen Bahnen gelenkt werden.

Ich bin was ich bin und eigentlich bin ich stolz drauf. Jemand hat mir mal gesagt, dass es das Wort eigentlich nicht gibt. Damit hat sie völlig recht. Eigentlich benutzt man nur, um keine genaue Aussage treffen zu müssen, weil man sie sich a) nicht traut, b) nicht sicher ist oder c) sucht euch einen Grund.

Ich bin stolz auf mein Leben und mich. Trotz dessen, dass ich bestimmt nicht alles richtig gemacht habe. Manchmal fühle ich mich verloren und ängstlich ohne die Hilfe anderer. Deswegen versuche ich keine Fehler zu machen. Ich denke, dass ich mit jedem Problem fertig werden kann, aber ich habe auch natürlich Angst davor mich zu irren. Ich habe ziemlich viel durchgemacht und überlebt. Noch besser, ich lerne viele Sachen dabei, auch wenn mir immer wieder auffällt, wie viel ich noch lernen muss. Da waren Dinge bei Larissa, die ich solange wir damals noch zusammen waren, nicht gesehen habe. Ich war ein ziemlicher Idiot, aber damit war ich in sehr guter Gesellschaft. Apro pos: Huhu! Ich weiß, dass du das hier immer noch liest :-p. Das gute daran ist, wenn man immer mit Problemen konfrontiert wird, man lernt sie zu erkennen und zu lösen. Egal ob Familienstreits, Ängste, Vergewaltigungen, Lüge oder Liebe. Solange man etwas daraus lernt, ist an jedem Problem etwas Gutes.

Das klappt schon, irgendwie! Bei diesem Satz läuft mir ein Schauer über den Rücken. Daran sind die Erfahrungen mit Sophie Schuld. Bei ihr hat es irgendwie immer geklappt, alles. Sie hatte auch nicht das einfachste Leben, wahrscheinlich weil kein Leben wirklich einfach ist. Aber sie ist ein Glückskind. Der Spruch “Glück im Unglück” nimmt bei ihr ganz neue Dimensionen an. Ich hatte nie Glück. Ich habe seid ich sie kenne sogar Angst davor, mich auf mein Glück zu verlassen. Aber ich brauche auch kein Glück. Wenn ich mein Leben so anschaue, kann ich auch sagen: Das klappt schon, irgendwie! Ich habe alles irgendwie gelöst und was ich nicht gelöst habe, zumindest überlebt. Ich denke nicht, dass alles im Leben gut wird. Ich denke nicht mal, dass ein Leben gut werden muss. Warum sollte es? Es gibt keinen Autor, der für unser Leben ein Happy End geschrieben hat. Wir sind die Autoren! Trotzdem sind wir oft machtlos und ein Schicksalsschlag, Pech oder Dummheit kann ganz schnell das Tipp-Ex auf unserem glücklichem Ende sein. Es hat zwar schon viel irgendwie geklappt, aber ich habe auch viel verloren und es war immer schwer.

Ein steiniger Weg, ist immer noch ein Weg. Wenn ich eines kenne, dann Steine in meinem Weg. Jedes mal, wenn alles glatt geht, kommt aus dem nichts ein Felsbrocken angerollt. Indiana Jones lässt grüßen. Irgendwann habe ich für mich entdeckt, dass es nichts bringt allem auszuweichen. Slalom laufen ist macht müde und führt einen letztendlich vom Weg ab. Ich lande, wo ich nicht sein will. Also bleibt nur eines: Den Kopf senken, Schulter nach vorne und mitten durch. Bloß manchmal gibt es Brocken, die nicht so einfach zu überstehen sind. Als ich nach drei Jahren Schmerzen im Winter 06 ins Krankenhaus kam und mir die Gallenblase entfernt wurde, war es irgendwie zu viel. Die Monate davor waren schwer und stressig. Ich konnte meine Zwischenprüfung wegen einer Dozentin nicht haben. Mit Sophie waren sehr schnell die rosa Wolken durch Probleme ersetzt worden. Zwar erholte ich mich extrem schnell von der OP und war nach knapp 24h wieder auf dem Dampfer. Aber mein Geist hat nicht mehr mit gemacht. Ich habe mich dann zur Prüfung geschleppt, hab sie geschafft und dann bin ich stehen geblieben. Ich konnte nicht mehr weiter, ich kam mit dem Stress nicht mehr klar. Die üblichen Steine rollten mich über, ich konnte weder ausweichen noch sie durchbrechen.  Also hab ich mich klein gemacht, den Kopf eingezogen und gehofft, dass alles besser wird. Es wurde nicht besser. Die Probleme wurden größer, trotz unserer Liebe, herrscht bei uns eher der Ärger vor und so führt eines zum anderen. Vor allem ließen sich die Probleme mit uns eben nicht lösen und so wurde sowohl Sophies als auch mein das klappt schon irgendwie auf die Probe gestellt.

Business as usual. Irgendwann habe ich dann neuen Mut gesammelt und wieder angefangen. Gerade als es wieder ging, kam der nächste Stein. Die Uni schmeißt will mich und alle anderen Nicht-Bachelor von der Uni werfen und so habe ich heute noch 2 Semester und brauche 4. Dabei habe ich noch nicht mal die Regelstudienzeit voll. Von Krankheit und Krankenhaus ganz zu schweigen. Was mich so ängstlich vor Fehlern macht ist nicht, dass ich etwas falsch mache. Sondern weil man mir nichts verzeiht. Während ich nicht gerade nachtragend und sehr gutmütig bin, wird ein kleiner Fehler von mir gleich zu einer Katastrophe. Hey ich war im Krankenhaus, ist das mein Fehler? Nein, aber beim Studium zählt es nicht. Ich lüge niemals, werde aber so behandelt. Sogar der gutmütigste Mensch, den ich kenne (Sophie), hat bei mir die Toleranz eines tollwütigen Wolfes. Wolfsohren hören ihre Beute und Giraffen werden gefressen (wer die Analogie versteht, bekommt ein Bier).

Requiem. Gestern war so ein Tag, der einen vor eine Entscheidung stellt. Entweder entschuldigt man sich dafür man selbst zu sein, man erklärt warum man ist, was man ist oder man sagt Fuck you. Ich entschied mich für die erste Version. Dann habe ich gemerkt, dass das a) vollkommen bescheuert ist und ich b) davon genug hab, mich für mich zu entschuldigen, wenn ich keine Fehler mache. Also habe ich es erklärt. Und gemerkt das hier jetzt etwas endet. Es endet die Zeit in der ich mich klein mache. In der ich mich verstecke und möglichst geringen Widerstand biete. Es endet nicht die Vernunft, aber ich fange wieder an ich zu sein. Wenn man schon nach jedem Strohhalm greift, um mir einen Strick daraus zu drehen, dann bitte nehmt die Fehler, die ich wirklich habe.

Was ich bin, was ich will. Ich bin gerne genial und gerne gut. Ich weiß nichts mit mir anzufangen, aber die Dinge, die ich tue, mache ich gut. Ich sehe Probleme, bevor sie aufkommen und schaffe sie aus dem Weg oder bereite mich darauf vor. Das hat nichts damit zu tun, dass ich rechthaberisch, negativ, pessimistisch, gehemmt oder zickig bin. Aber jedes mal irgendwo rein zu rasseln und dann zu sagen Oh, wo kam das denn nur her. Hmm ich habe keine Ahnung, ist mehr als nur dämlich. Ich belüge mich doch nicht selbst, damit ihr euch besser verkommt. Wer nicht mitkommt, den trage ich. Wer nicht mitkommen will, der bleibt zurück. Ich bin nicht einfach. Ich habe zu viel Energie, zu viel zu tun und fühle mich im Leben (nicht von einer Beziehung!) eingesperrt. Warum ist unsere Gesellschaft so falsch, wie sie ist? Warum sehen das so wenige? Wer nicht zuhören kann, wer nicht sieht und nicht versteht, der muss es halt lernen. Wer nicht lernen kann oder will… ist arm dran aber dafür kann ich auch nichts.

Ich will leben. Ich will wieder mehr Schreiben, ich will diese Zeit noch genießen, ich will was Schaffen. Ich bin froh noch Student zu sein, weil es mir Flexibilität gibt. Ich habe mehr Freiheit in meinen Aufgaben, meinem Zeitplan, als wenn ich arbeiten würde. Diese Zeit ist bald vor bei und es ist die erste, letzte und einzige, die ich habe. Die Welt ist so schön bunt. Es gibt viel zu sehen, zu beschreiben und zum drüber nachdenken. Ich will leben, lieben, Spaß haben. Ich will tun, was mich glücklich macht. Schaffen, was mich größer macht. Sehen, was mich sehender macht. Und vor allem, will ich Menschen, die das mit mir teilen. Ich will nicht, dass sich immer alle auf mir ausruhen, bis sie weiter machen können und dann gehen. Ich will auch keine ignoranten, ängstlichen Selbstbetrüger. Ich will nicht vergessen, sondern mich erinnern, was mir mein Leben lang passiert ist. Ob das nun gute oder schlechte Zeiten sind. Ich will ehrlich zu mir selbst sein, ich will ich selbst sein und auch so ehrlich zu anderen sein können. Ich möchte Menschen, die sich selbst erkennen und das auch eingestehen. Ich will Fehler machen dürfen, den Fehler passieren. Ich will wieder sagen können: Es klappt schon, nicht irgendwie, sondern weil ich es schaffe! Ich will nicht mehr, dass der Schatten von meiner Beziehung über uns liegt und alle Farben in Grau verwandelt. Ich will aber auch Sophie. Und das stellt mich vor etwas, dass ich nicht so einfach schreiben oder lösen kann. Was ich sage bringt nichts, weil man manche Dinge von selbst lernen muss. Nur leider lernt sie nicht. Sie versucht zu sein.  So oder so zu sein, anders zu sein, manches nicht zu sein. Dabei ist sie kaum noch. Glauben und sehen tut sie es nicht und so wird diese Beziehung ehrlich gesagt irgendwann einfach vorbei sein. Oder sie bekommt es noch hin. Was ich mir wünsche und hoffe. Ich glaube daran, dass sie es kann. Aber nicht, dass sie es noch rechtzeitig schafft.

Ich bin ich - und dieser Weg geht weiter. Ich komme wieder in den Gang und will mich nicht stoppen lassen. Ich komme mir vor, als hätte ich schon so viel Zeit verloren. Es gibt neue Probleme zu lösen, nur Arbeiten zu erledigen und neue Dinge zu sehen. Verzweifeln und stehen bleiben, bringt mich nicht weiter. Ich werde meine Angst besiegen und wieder weitermachen. Deswegen schreibe ich das auch hier. Ich habe immer geschrieben und werde es auch weiter tun. Mal mehr, mal weniger aber ich werde mich nicht wieder dafür schämen zu denken, was ich denke. Die Zeit ist jetzt vorbei und etwas neues fängt an.

.: Subway to Sally – Grabrede :.

Feb 18

Im Moment stehe ich da, wie ein Reh (oder eher ein stattlicher Hirsch – RrRrrrRrr) vor den beiden grellen Scheinwerfern eines 15-Tonners. Es wäre sinnvoll aus dem Weg zu gehen, aber es geht nicht. Ich denke daran, was ich noch alles machen will. Es warten zwei alte und ein neues Blogposting. Dann eine Studie über die deutsche Wikipedia und einige Abrechnungen. Aber alles was ich sehe ist der Laster, der auf mich zuheizt. Von den ernsten Sachen abgesehen, würde ich gerne mehr Basteln, Spielen und Freunde sehen. Kino, Fastfood und Cocktails wären auch eine Alternative.

Der Laster ist wohl meine Prüfung, über die ich noch nicht viel weiß, ausser dass ich bald ist. Ich habe keinen Termin, kein Thema und keinen Ort. Ich weiß, dass es Anfang März ist, das ist doch schon mal was. Alles andere erweißt sich, wie schon öfter erwähnt, sehr schwer. Es scheitert wieder an der Kommunikation. Dabei ist eine Email immer noch ein missverstandenes Medium. Ich dachte immer, man könnte sie nutzen, um Dinge zu klären, aber da liege ich wohl falsch. Klar ist es persönlich besser, aber manchmal geht es nicht.

Genau wie dieses Mal. Anstatt dass man per Email einen Termin für ein Gespräch abspricht, musste ich nach Hannover, mich in die Sprechstunden-Liste eintragen,  nur um dann festzustellen, dass alle Termine bis Ende März ausgebucht sind. 80 Minuten Fahrt umsonst. Eine Terminabsprache über StudIp zu machen, wäre wohl zu innovativ. Naja, jetzt haben ich einen Sondertermin und hoffe, dass ich (jetzt noch mal 10 Tage später) endlich klären kann, was denn eigentlich in meiner Prüfung dran kommt, außer “Politik”.Ich muss mich einfach mal wieder zusammenreißen und die anderen Sachen erledigen. Selbst, wenn ich einfach nichts mache und die Zeit genieße. Nur auf die Scheinwerfer starren ist definitiv sinnlos.

Ich mache am besten das, was ich kann. Den Kopf senken, Anlauf nehmen und dem Laster einen guten Aufprall bieten. Am Ende stehe ich sowieso noch.

.: He is Legend – Stampede :.

Feb 14


Love Stuff bearbeitet

Ursprünglich hochgeladen von chaosphoenx

Meine heiligen Fetische des Kapitalismus. Love stuff! Wollte nur mal Fotos posten.

Feb 14

Nur ein kurzes Posting. Epic Games beschreibt, was ich auch denke. Dass die PC Spiele immer langweiliger, dümmer und simpler werden. Während die Konsolenspiele zunehmend an Komplexität gewinnen. Früher war das genau anders rum. Schade eigentlich, dass ich einen teuren Spiele PC habe ;-)   Stimmen tuts leider trotzdem. Ein gutes Beispiel dafür ist das Spiel Sins of a Solar Empire, dass wie eine Mischung aus Homeworld und Master of Orion funktioniert. In Amerika ist es ein Verkaufserfolg, in Europa findet es keinen Publisher, weil sich solche Spiele nicht rentieren. Komisch.. das es bei Gamestats zumindest 4. heissestes Spiel jedenfalls nach News, Clicks und Traffic ist.  Naja Counterstrike und World of Warcraft haben die PC Spieler jedenfalls zunehmend simplifiziert, während es auf der Konsole anders rum war. Noch mal: Schade eigentlich.

 .: Disturbed – Violent Fetish :.

Feb 11

Irgendwas ist ja immer. Heute sollte ein produktiver Tag werden. Ich wieder einen Teil vom Abrechnungskram machen und für meine Zwischenprüfung alles regeln. Außerdem wollte ich noch meiner Mutter schreiben, aufräumen.. was man halt so macht. Aber das wäre auch zu schön gewesen. Ich kam dazu einen Blogbeitrag zu schreiben und eine Abrechnungstabelle in Excel zu machen. Seitdem stürzt mein Rechner alle paar Minuten ab. Meine Soundkarte will nicht mehr und sagt Blubb. Ob es damit zusammenhängt, dass ich eine Vorlage vom Microsoft Marketplace installiert habe? Ich denke nicht, die Sachen sind geprüft. Mein Virenscanner findet auch nichts.

Naja dann mal weiter suchen… gnah.

.: Musik ist aus… :.

Feb 11

Das mit der Arbeit ist so eine Sache. Man findet schlecht gute, will sie dann nicht verlieren und stören tut sie trotzdem. Unsere Politik und Wirtschaft stecken in einer Phase, in der alte Grundsätze und Verständnisse nicht mehr zu greifen scheinen. Wozu Konkurrenzkampf betreiben, wenn es gemeinsam einfacher geht? Ob Strom oder Schokolade, Kartelle sind in Mode. Die Konsumenten haben heutzutage nicht mehr die Auswahl, die sie glauben zu haben. Sehr anders ist es auch nicht bei den Arbeitsplätzen. Mit gelockertem Kündigungsschutz und dem Druck durch die Hartz IV – Ära, wird man als Arbeitnehmer extrem flexibel, was Ungerechtigkeiten angeht.

Ich steuere da auf etwas bestimmtes zu, nämlich Überstunden. Für mich sind Überstunden so etwas wie der Antichrist der Arbeitswelt. Dabei habe ich nichts dagegen mal mehr zu Arbeiten, wenn etwas liegen geblieben ist oder ein großes Projekt ansteht. Es geht auch im Allgemeinen nicht darum mehr zu Arbeiten. Es geht um die deutsche Arbeitsphilosophie und wir als Überstundenweltmeister scheinen zumindest ein Talent für Überstunden zu haben. Wenn man in einer Branche angestellt ist, die zwar gute Arbeit leistet, aber schlecht bezahlt wird, ist jede weitere indirekte Lohnkürzung besonders schmerzhaft.

Man wird eingestellt für 38,5 Stunden, bekommt aber schon bei der Einstellung gesagt, dass es sich real eher um 40-45 Stunden handelt. Überstunden sind natürlich unvergütet und wenn man keine macht, gilt man als schlechter Arbeiter, egal wie gut die geleistet Arbeit ist. Natürlich bekommt man die Stunden angerechnet und man kann sich dafür frei nehmen. Das Problem bei der Sache ist nur folgendes: Wenn man jetzt schon zu wenig Zeit hat, um seine Arbeit zu erledigen, wie soll man sich dann frei nehmen? Und selbst wenn man sich frei nimmt, bleibt so viel Arbeit liegen, dass nach dem Urlaub noch mehr Überstunden machen muss. Normal vergütete Überstunden wären natürlich etwas schönes, sind aber meistens utopisch. Es ist eine Firmen-Sparpolitik auf Kosten des Arbeitnehmers, da wäre es doch unvernünftig wieder Geld auszugeben. Bei knapp 8 Millionen Arbeitslosen, Hartz IV Empfängern und Menschen in Sozialmaßnahmen, könnte man auch genug neue Arbeitnehmer einstellen. Aber das kostet auch Geld und die Menschen stehen genug unter Druck, dass sie alles mit sich machen lassen (müssen?).

Im Endeffekt muss man dann sein 38,5 Stunden-Gehalt auf 45 Stunden umrechnen. Das ist wenigstens ehrlicher. So, jetzt habe ich mich genug ausgekotzt. Das Fazit wäre wohl, dass Überstunden an sich nichts Schlimmes sind. Arbeit muss erledigt werden, dafür arbeitet man ja eben. Allerdings sollte ein Arbeitsplatz so bemessen sein, dass es eben nur einer ist und nicht 1,5 oder 2. Ein Unternehmen würde auch nicht 70% seiner Zeit verschenken.

 .: Rise Against – Prayer of a Refugee :.

Feb 6

Das soll hier keine Debatte werden, ob Gewalt in Spielen in Ordnung ist oder nicht. Aber da ich schon seit einigen Jahren volljährig bin, will ich das Recht haben selbst zu entscheiden. Unsere Vorzeige-Demokratie, die eher den Charakter einer Leg-das-Ding-weg-du-könntest-dich-verletzen-Diktatur hat, übertreibt den Schutz etwas und entmündigt die Menschen nur noch. Das MMORPG für Erwachsene Age of Conan wird hierzulande stark geschnitten. Es ist für Menschen ab 18 bestimmt und nicht mal die sind intelligent und reif genug, um es sich anzusehen (so muss zumindest der Staat denken). Alle anderen Spieler auf der Welt kriegen das Gleiche geboten, nur wir nicht. Wir sind auch alle potentiell Böse und Gewalttätig. Wenn man uns brutale Spiele gibt, nach Mitternacht füttert und mit Wasser in Berührung bringt, werden wir wieder zu Nazis.

 Krawall.de: USK: Ab 18, trotzdem geschnitten

.: Suburban Tribe -  Nevermore :.

Feb 4

Da ich gerade im Filmfieber bin, muss ich noch was dazu beitragen. Man hat jetzt einen Regisseur für die beiden Hobbit Filme gefunden. Guillermo del Toro wird die Dreharbeiten leiten. Damit haben sie sich für einen Regisseur entschieden, der sehr magische, düstere und auch grausame Bilder schaffen kann. Ich bin gespannt, wie der Hobbit wird. Ich denke jedenfalls, dass del Toro eine gewaltige Stimmung schaffen wird. Ansosten, schaut euch mal Pan’s Labyrinth oder Das Waisenhaus an.

.: Blind Guardian – Somewhere far Beyond :.

Feb 4

Wir haben gestern Cloverfield im Kino gesehen. Das ist jetzt schon der zweite Film, der mich etwas zum Nachdenken bringt (aber dieses mal nicht wegen der Handlung). Cloverfield war wirklich mitreißend und gut. I am Legend und Cloverfield addieren ihre Atmosphere, da es thematisch ganz gut passt. In Cloverfield erleben mehrere Leute in meinem Alter, wie etwas New York anfängt zu vernichten. Das ganze wird aus der 1. Person, nämlich aus der Sicht ihrer Videokamera erzählt. Was sie nicht einfängt, erfährt man nicht. Gerade dieser sehr beschränkte Blickwinkel baut die Atmosphere stark auf. Was passiert da? Was haben wir gerade gehört? Was sollen wir tun?

Da wir Hud’s Videoband gesehen haben (den Film), wissen wir schon genauso viel, wie die Leute im Film. Zu Cloverfield gibt es eine sehr gute Guerillia Marketing Kampagne, die Hintergrund zum Film bietet. Es wurden MySpace Seiten für die Betroffenen gemacht, News Seiten, Blogs und Firmenprofile erschaffen. Schaut euch einfach die Links an.

Also Cloverfield ist sehr zu empfehlen, besonders im Kino oder guten Heimkino. Er lebt noch viel mehr von der Stimmung, als I am Legend. Er ist praktisch das gute Blairwitch Projekt und mehr kann ich leider nicht sagen, ohne was von der Geschichte zu verraten. Ich persönlich fand Cloverfield wirklich gut und mitreißend. Die Charaktere haben mir gefallen und ich kann das Gefühl nachvollziehen jemanden zu Verlieren, der einem wichtig ist. Wahrscheinlich habe ich im Moment meine Softie-Phase, aber dadurch wurde der Film nur besser. Der Film ist auch Dokument einer kleinen Liebesgeschichte in Mitten von Chaos und Tod. Aber eben realistisch und echt, nicht wie z.B. Pearl Habor.

So wer dieses unstrukturierte Review bis hierhin ertragen hat, wird mit Links und Infos belohnt.  Ansonsten bleibt nurnoch mal zusammenfassend zu sagen: Cloverfield ist ein atmospherischer Film, über Angst, Ratlosigkeit und Liebe. Er erzählt die Geschichte aus der Sicht der Menschen, die sonst nur Kolleteralschäden werden.

IGN hat einen Bericht über die Hintergrund Infos im Netz gemacht. Der ist >hier<

Dann gibt es noch eine Wiki-Style Seite zur Kampagne. Und die ist >hier<

.: Evergrey – Monday Morning Apocalypse :.

PS: Vorsicht >hier< gibts große Story Brocken. Wer sich für das Ende interessiert oder es unklar ist, weil es ziemlich verwirrend ist ;)