Artikel von Januar 13th, 2015

Über Liebe/ Über Uns #update

Über Liebe/ Über Uns #update

Die Beiträge der letzten Tage sind schon fast ein kleines Buch oder eine Abhandlung darüber, wie ich mit allem Umgehe. Was ich denke und versuche anders zu sehen. Über eine Sache habe ich bis jetzt wenig nachgedacht und das ist die Liebe an sich. Das wäre dann auch das nächste logische Kapitel in meinem Verarbeitungsmarathon. Aber es hat sich gezeigt, dass ich an dem Punkt sehr wenig zweifle, sehr wenig daran ändere. Ich sehe Liebe heute noch genauso, wie vor zwei Jahren, wie vor sechs Jahren, wie vor acht Jahren. Ich fühle mich höchstens, selbst durch die Trennung, bestätigt. Ich kann nur davon sprechen was ich denke, was Liebe ist. Kein Gefühl ist stärker, komplexer, verwirrender und vielfältiger. Liebe steht für mich nicht im Gegensatz zu sexueller Anziehung und Schmetterlingen im Bauch, aber es ist für mich etwas anderes. Ich flirte sehr gerne, lerne sowieso gerne Menschen kennen und wenn daraus dann Schmetterlinge und guter Sex entstehen, dann ist das doch etwas Schönes. Aber Liebe kommt später. Liebe entsteht, wenn die Schmetterlinge langsam verschwinden. Wenn man über den Punkt der puren Leidenschaft hinaus ist. Wer das jetzt unromantisch, vernünftig und langweilig findet, hat unrecht und ich hoffe, ich kann das gut genug darstellen. In jeder Beziehung gibt es den Punkt an dem die Schmetterlinge dauerhaft oder zeitweise weg sind. Das ist ein Punkt vor dem ich Angst habe, ein Punkt an dem ich auch zwei, vielleicht drei Mal in meinem Leben war. Bei einer acht-jährigen Beziehung kommt das natürlich auch vor. Genauso wie es vorkommt, dass man auch Gefühle für jemand anderen entwickelt, von einer gewissen Anziehung bis hin zu Schmetterlingen. Warum sollte man in einer Beziehung bleiben, wenn die Gefühle woanders zeitweise intensiver sind? Das kann ich niemandem sagen, ich kann wieder nur sagen, wie es für mich ist. Ich habe irgendwann von der Vorstellung losgelassen, immer Schmetterlinge haben zu wollen. Was desillusioniert klingt, war einer der größten Segen für mich. Meine Ansprüche sind nicht niedriger geworden, aber meine Erwartungen haben sich geändert. Durch diese innere Freiheit konnte sich das Gefühl in mir von Schmetterlingen zu tiefer Verbundenheit, Mitgefühl und Vertrauen entwickeln. Zu Liebe. Eine Liebe, an die ich keine Erwartungen habe. So hat sich die Liebe immer entwickelt. Wenn ich mehr mit mir Probleme hatte, habe ich kaum gespürt, dass da etwas ist, außer einer guten und beruhigenden Gewohnheit. War ich freier und offener, habe ich mich...

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Über Glück… und Crack

Über Glück… und Crack

Ich glaube was alle Menschen im Leben vereint ist das Streben nach Glück. Wir alle wollen glücklich sein. Jeder hat dafür seinen eigenen Weg und die eigenen Methoden, um das zu erreichen. Viele suchen ihre Erfüllung in einer Partnerschaft, andere in Hobbies oder in der Arbeit. Selbst Workaholics und Schwerverbrecher wollen am Ende nur irgendwie Glück erreichen. Im Ziel sind wir Menschen gleich, doch der Weg ist eben oft unterschiedlich. Nicht jeder Weg führt zum Glück, viele sind Täuschungen. Wir tun vieles, um unsere Ängste zu lindern. Aber sind das wirklich Wege zum Glück oder gehorchen wir nur unserer Angst? Stattdessen ist es oft sinnvoller sich der Gründe der Ängste zu stellen und ihr damit den Nährboden zu entziehen. Wahres, echtes Glück darf keinen Ängsten gefolgt sein. Aber was ist es denn, was uns wirklich glücklich macht? Die Frage muss am Ende jeder für sich selbst beantworten. Jedem Menschen bereiten andere Sachen Vergnügen. Ich habe Spaß an Videospielen, am Kochen, an Sex, an Märchenfilmen und an vielen anderen Dingen. Manchmal konkurieren diese Sachen mit anderen Dingen. Sei es Spaß gegen Spaß oder wie es öfter ist: Spaß gegen Arbeit. „Muss ja“ gibt es für mich nicht. Wir alle könnten zu Hause bleiben und den ganzen Tag entweder Sturm der Liebe oder Youporn gucken. Wir tun es aber nicht. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Glück und Vergnügen. Uns kann etwas Vergnügen bereiten und trotzdem nicht glücklich machen. Glück oder glücklich sein ist etwas langfristiges. Glück braucht immer wieder Zuwendung, Arbeit und Vernunft. Es sind oft die langweiligen, vorsichtigen Entscheidungen, die uns glücklich machen. Eines der einfachsten Beispiele ist wohl, ob man fremd geht. Für den Moment kann es ein Vergnügen sein, aber später wird es uns auf die eine oder andere Weise belasten und eben nicht glücklich machen. Glück entsteht aus den langfristigen, wohl überlegten Entscheidungen. Zwar glaube ich auch, dass man manchmal einfach Springen muss und nicht immer nur vorsichtig gehen kann. Aber ich glaube das Springen, das ich meine, ist kein hinwegsetzen über Vernunft und Zweifel, sondern eher ein eingehen von Risiken und ein Trotzen der Ängste. Glück braucht eben Arbeit, Vergnügen nicht unbedingt. Vergnügen ist wie Crack. Wenn man sein Leben darauf aufbaut, lebt man immer von Dosis zu Dosis und zwischendurch fällt man tief. Wir fangen an unser Leben vollzustopfen mit Freunden, Hobbies und positiven Ablenkungen. Was natürlich nicht falsch ist, aber wegen der Gründe...

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