Artikel von Januar 12th, 2015

Schmerzhafte Lehren

Schmerzhafte Lehren

Manchmal ist einfach alles Scheiße. Heute ist so ein Tag. Eigentlich war gestern Scheiße. Aber Mist genug dafür, dass heute auch kaputt ist. Wenn jemand, dem ich gut getan und Hoffnung gegeben, mich tief verletzt, Möge ich ihn zu meinem höchsten Lehrmeister machen. – 6. Vers zum Üben des Geistes Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass ich diesen Satz in der letzten Zeit zitiere. Er hilft mir mich auf mich zu konzentrieren. Ich gebe zu, dass ich ihn nicht ganz verstehe. Aber für mich bedeutet er zwei Sachen. Man kann annehmen, was man bekommt, auch das Schlechte. Und man kann aus dem, was man eigentlich nicht möchte, etwas positives machen indem man etwas lernt. Jedes Problem ist eine Schulung in Geduld, Mitgefühl und Ausdauer. Durch die Probleme überdenke meine Positionen. Darum gebe ich gerne zu, dass die Trennung viele positive Sachen ausgelöst hat. Die Trennung war dafür nicht nötig, Sie war aber der Auslöser. Alles hätte auch anders passieren können. Aber es ist nun mal im Moment so. Wer weiß was morgen ist und was gestern war, ist schon vorbei. Aber es gibt einige Fragen, die noch an mir nagen. Auch wenn die Antworten darauf weder wichtig sind, noch etwas ändern. Manchmal will man ja auch keine Antwort. Am Ende macht es aber keinen Unterschied. Ich kann mir sagen, dass ich beiden Situationen etwas positives abgewinnen kann. Das geht sogar gut, meine Einstellung hat sich in den letzten Monaten geändert. Auf der Neustartseite stehen acht Jahre Spaß, Arbeit und Liebe. Das ist ein Viertel meines Lebens, das ich mit ihr verbracht habe. Die Sachen, die ich jetzt schon gemerkt habe, ist viel davon, was einen Neustart vielversprechend machen würde. Dazu gehören aber zwei und das ist auch gut so. Die Abschließen-Seite hat auch viele gute Gründe. Vor allem immer Gründe, die mehr handfest wirken als „acht gute Jahre“. Das ist immer einfacher zu sagen, ich mag die und die Situation nicht. Ich mag es nicht, wenn sie das sagt. Glück, ist manchmal ein sehr diffuses Gefühl. Vergnügen und Spaß sind da einfacher, weil sich das meistens auf einzelne Situationen bezieht, genau wie Ärger. Das Spiel hat Spaß gemacht, das Gespräch hat mich geärgert. Aber Glück ist ein langfristiges Gefühl. Dazu schreibe ich aber die Tage was. Ich werde einige Sachen nicht vermissen. Alleine ist es immer einfacher, jedenfalls der Alltag. Dafür ist er aber auch schöner. Zu zweit...

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