Artikel von Januar 2nd, 2015

Vom Streben nach Glück

Vom Streben nach Glück

In den Zeiten der schnellen Informationen, dem Leben irgendwo zwischen Facebook, Youporn und Bauer sucht Frau, liegt es Nahe die Gesellschaft als oberflächlich zu beschreiben. Tinder ist dabei vielleicht die Krönung. Zwei Menschen entscheiden anhand ein paar gestellter Bilder, ob es die Liebe des Lebens ist. Gut, wenn ich jemanden bei Happy Döner anspreche, liegt das auch nur daran, dass ich sie süß finde. Aber es ist weniger gestellt, weniger künstlich. Genauso werden auf Facebook nur die Sonnenseiten des Lebens gezeigt. Der Alltag versteckt sich irgendwo hinter Urlaubs- und Partyfotos, Jubiläen und Geburtstagswünschen. Aber schon bei 100 Freunden, wird man nur mit regelmäßigen Ausnahmezuständen konfrontiert. Party und Urlaub erscheint als Dauerzustand. Das Problem ist nur, dass wir keine oberflächlichen Wesen sind. Wir können uns zwar so verhalten aber unsere Natur ist anders. Ich glaube das Streben danach Glücklich zu sein, ist etwas was in unserer Natur liegt. Jeder hat dafür seine eigenen Wege und ich glaube die meisten von uns auch sehr ungesunde Wege. Ich übrigens auch. Wir machen unser Glück immer an externen Dingen fest. Job, Geld, Personen, Liebe. An den Orten wo wir sind. An der Freude auf die Orte. Glücklich zu sein heißt heute vor allem sich zu verwirklichen. Seine Persönlichkeit entfalten zu können in allen Bereichen seines Lebens. In uns steckt so viel. Wir sind alle gebildet und oft überqualifiziert und das macht das Entfalten unseres vollen Potentials schwer. Die meisten Jobs sind nicht eher simpel und eine zu finden, der einen völlig erfüllt ist schwer. Nur was soll man tun? Noch mal studieren, was anderes anfangen? Ein ganz neues Leben? Eine andere Stadt? Wir sehen bei anderen immer was klappt, die Häuser, die Autos, die Pferdepflegerinnen. Aber selten, was nicht klappt. Gerade wenn es sich um die Gefühlswelt handelt. Wir versuchen auch immer nach außen glücklich zu wirken, was es nicht einfacher macht. Gerade deswegen haben viele Menschen gerade unter #notjustsad über Twitter versucht auf Depressionen aufmerksam zu machen. Es ist wichtig zu sehen, dass bei anderen auch viel falsch Läuft. Ich verstehe vollkommen, dass man Angst hat die falschen Wege zu gehen. Für jede Tür durch die man geht, macht man viele Türen zu. Aber immer alles als Verlust zu betrachten zerstört was man hat. Man wird immer mehr verpassen als man erlebt. Es kann nicht immer nur darum gehen, wo man hin will. Sonst ist man nie glücklich, weil man nirgends ankommt. Der Weg,...

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