Artikel von Januar 1st, 2015

Last one standing

Last one standing

Hier sind noch einige Postings in der Warteschlange. Angefangen, halbfertig, fast fertig. Und das Posting, das es zuerst auf die Seite schafft, ist ein Schlußmachposting. Nach über acht Jahren ist es mit Sophie und mir vorbei. Eigentlich wollte darüber nichts schreiben, aber das ist einfach, wie ich Dinge verarbeite. Besonders, weil es dieses Mal anders ist. Ich bin ganz anders. Und es tut weh, alle 2 Tage von irgendwem darauf angesprochen zu werden, der noch nicht Bescheid was. Jeder kann mit mir drüber reden und ich trinke gerne ein Bier mit euch allen. Nur dieses „aus Versehen“ ansprechen ist doof. Weil meine Postings immer so lang sind, schaut euch einfach nur den letzten Absatz an. Enden tun immer weh. Für den Verlassenen sind sie auch immer etwas sinnlos. Deswegen klingt das hier immer wie das Gestammel eines Liebeskranken. Aber das ist es nicht nur. Ich denke nicht, dass ich mich völlig belüge, sogar eher, dass ich mich sehr wenig belüge. Am Ende ändert es gar nichts, getrennt ist getrennt. Genau deswegen sollte ich mich nicht daran festhalten wie das jetzt geendet. Aber das habe ich trotzdem. Über acht Jahre waren in ein paar Tagen vorbei. Ohne wirkliches Reden. Ich verstehe ihre Gründe. So anmaßend das auch klingt, ich verstehe ihre Gründe vielleicht besser als sie. Viele davon hätte man mit einem Gespräch aus der Welt schaffen können. Aber eben das hat in letzter Zeit gefehlt. Oh ja, das klingt ziemlich selbstbetrügend, wenn ich das hier so lese. Ist es aber nicht. Denn durch die Trennung habe ich mein Selbstbewusstsein wiedergewonnen. So paradox das auch klingt. Das ist auch der Grund für diesen Beitrag. Aber um es aus dem Weg zu kriegen: Natürlich möchte ich Sophie wieder. Oder eher von vorne Anfangen. Wenn Kuscheln vor vier Wochen noch das größte Hobby war, ist da meiner Meinung nach noch eine Basis. Aber durch die Trennung ist auch viel positives passiert und ich hoffe, dass es ihr gut geht. Die letzten Jahre waren Job-mäßig, wegen der Häuser und meine Gesundheit wirklich anstrengend. Es waren so viele Umbrüche und sehr viel, was nicht geklappt hat. Sophie und ich waren da die einzige Konstante. Irgendwann wusste ich nicht mehr, ob ich alles ohne Sie schaffe. Ich weiß jetzt wieder, dass ich es tue. Ich weiß so einiges wieder. Mal alleine zu sein tut auch gut, um sich wieder zu finden. Ich weiß vor allem wieder, dass meine...

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