Artikel von Februar, 2013

Zen oder sinnlos

Zen oder sinnlos

Für mich ist Buddhismus seit Jahren ein Teil meiner Lebenseinstellung. Aus der Philosophie kann ich sehr viel für mich Gewinnen, auch wenn ich an den religiösen Aspekt nicht glaube. In den letzten Jahren bin ich leider sehr von dem Weg abgekommen. Bemerkt habe ich das ganze erst durch mein letztes Jahr Ninjutsu. Das Training hat meine Achtsamkeit wiedererweckt. Das ist irgendwie bemerkenswert ist, da beim Training Pragmatismus im Vordergrund steht und nicht Philosophie. Den Vorwurf, dass es bei uns nach Zen stinkt (zum Download runterscrollen, ich verlinke nicht direkt auf fremde Dateien), kann man nicht machen. Bei uns wird immer gesagt, dass das Training nicht im Dojo beginnt oder endet. Ich denke man trainiert immer, man beobachtet sich und andere Menschen, die Umwelt und reagiert entsprechend. Genau dadurch, dass ich wieder mehr bewusster wahrnehme, komme ich auch langsam wieder in eine Balance. Allerdings ist diese im Moment leicht zu zerstören, viel zu leicht. Da kommen wir zum nächsten Prinzip dem „nicht anhaften“ oder Gleichmut. Damit hatte ich als konsumgesteuerter Mensch schon immer meine Probleme. Ich hafte einem gewissen Lebensstandard an, gewissen Freiheiten, die ich brauche und dem schlimmsten: Ganz festen Erwartungen. In der Kampfkunst bedeutet für mich nicht anzuhaften, dass ich mich nicht auf bestimmte Aktionen versteife, dass ich nicht bestimmte Reaktionen von einem Gegner erwarte, sondern ich gelassen und achtsam jede Situation wahrnehme. So zumindest in der Theorie, ich verfalle immer noch in ganz bestimmte Verhaltensmuster und reagiere selbst sehr berechenbar, anstatt offen für die Situation zu sein. Aber ich stehe ja auch noch am Anfang. Wobei ich das Gefühl habe, dass man immer am Anfang steht, weil jeder Tag etwas Neues ist. Das ist jetzt allerdings nicht das Thema. Außerhalb des Kampfes ist das Prinzip für mich noch wesentlich schwieriger. Wenn ich etwas nicht kaufen kann oder mir etwas fehlt, versuche ich wahrzunehmen, was um mich ist. Freunde, die Natur – was auch immer. Ich konzentriere mich auf das Gegebene und nicht das Fehlende. Allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich nicht anhaften ist oder ich nur Feuer mit Feuer bekämpfe. Bei Plänen ist das mit dem nicht anhaften noch viel schwieriger. Wo hört Gleichmut auf und wo fängt Gleichgültigkeit an? Was ist Zen und wann finde ich alles sinnlos? Es ist klar, dass ich nur so Achtsam sein kann, wie ich auch frei von festen Erwartungen und bestimmten Zwängen bin. Sind Ziele auch Zwänge? Irgendwie schon, wenn...

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Playstation 4

Playstation 4

Vor ein paar Stunden war es soweit. Im Geiste von Steve Jobs hat Sony auf großer Bühne die Playstation 4 angekündigt. Der Ehrengast selbst war nicht zu sehen, aber viele Fakten, Drittentwickler und Einzelheiten. Nachdem ich gestern in meinem frustrierten Rundumschlag auch gegen Sony ausgeholt habe, ist es nur fair Sony jetzt etwas meiner Zeit zu schenken. Also schauen wir uns die PS4 in Hardware, Software und Support genauer an.   Hardware Autopsie Da die PS4 selbst nicht zu sehen war, konzentrieren wir uns erst einmal auf die inneren Werte und die sehen wie folgt aus: x86-64 AMD „Jaguar“ 8-core CPU „Enhanced“ AMD next-gen Radeon GPU CPU/GPU on the same die 8 GB unified GDDR5 RAM On-board hard drive (no size announced) Blu-ray optical drive USB 3.0 Bluetooth 2.1 Gigabit Ethernet 802.11b/g/n wifi HDMI, analog video, digital optical audio Quelle: Polygon.com Gleich vorne Weg: Beim Prozessor bin ich mir unsicher. Es ist teilweise von einem sehr modifizierten x86 Prozessor die Rede und dann wieder von einer 64-bit Version. Das aller Wichtigste an der Architektur der neuen PS4 ist nicht die Geschwindigkeit, sondern das Sony behauptet, die Architektur wäre sehr simpel und das Programmieren dafür einfach. Ein Hauptgrund der Probleme bei der PS3 war die komplexe Architektur und das Speichermanagement, dass das Entwickeln, besonders von Multiplattformtitel, unnötig erschwerte. Aber auch die Hardware Details sehen gut aus. Während die Taktung des CPUs nicht bekannt ist, sind 8-Kerne und ein GPU mit angeblichen 1,84 Teraflops eine gute Nachricht. Die beste ist allerdings die 8 GB DDR5 Ram. Keine 4GB wie vermutet, sondern das Doppelte. Damit wäre der Weg frei für scharfe Texturen auf Konsolen. Auch bei der Speicherart wurde nicht gegeizt. DDR5 Ram hat einen wesentlich höheren Datendurchsatz als der vermutete DDR3 Ram. Wenn Sony’s Werte von 176 GB/s Bandbreite stimmen, sieht die PS4 einer guten Zukunft entgegen. Die Leistung sieht auf dem Papier sehr gut aus. Nicht vergessen, Konsolenspiele nutzen die Hardware im besten Fall wesentlich effizienter aus als PC Spiele. USB 3.0 schafft genügend Übertragungsrate für zusätzliche Hardware, wie immer die auch aussehen mag. Die Grundlage ist mehr als nur gut. Bitte anfassen Der Controller ist praktisch unser Tor zu einer anderen Welt. Mit ihm manipulieren wir die Spielwelt und ihn werfen wir gegen die Wand, wenn etwas schief läuft. So sieht der Dual Shock 4 Controller auf dem Papier aus: Ein Hybrid-Controller aus Move, Touchpad und normalem Gamepad Touchpad vorne...

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Eine Wutrede

Eine Wutrede

Man könnte meinen auf einen geistig gesunden Menschen kommen mindestens sieben irrsinnige. Wenn nicht das Doppelte. Oder mehr. Ich fange langsam an die ganze klebrige, wabernde Dummheit persönlich zu nehmen. Fängt man einmal erst an durch den Sumpf zu wandern, wird man den Dreck auch gar nicht mehr los. Waschen zwecklos. Bleiben wir erstmal beim wirklich persönlichen. Als Geisteswissenschaftler an der Uni versuchen einen Job zu bekommen ist ein großes Risiko. Das Geld ist knapp (zumindest wird so getan, dazu später), das Umfeld feindlich (jeder muss für sich selbst kämpfen) und der Bedarf an Arbeitskräften schwankt. Wenn man einen Job bekommt, ist er meistens befristet. Die Crux: Nach 12 Jahren Befristung darf man an keiner deutschen Universität mehr befristet angestellt sein. Das trifft sich in einem Feld, das auch von Projektarbeit lebt, besonders gut. Mit anderen Worten, ich komme mir inzwischen sehr dumm vor es überhaupt zu versuchen. Warum habe ich nichts richtiges gelernt wie BWL oder Bankkaufmann? Um dem Abhilfe zu schaffen, habe ich mich mal umgesehen und mich überregional in der Wirtschaft beworben. Was leider bis jetzt auch nicht geklappt hat, was meine Bitterkeit erklären könnte. Ich hingegen ziehe vor meine Bitterkeit damit zu erklären, dass ich genervt davon bin was für Menschen Jobs und auch noch etwas zu sagen haben. Mit diesem Beitrag erreiche ich wahrscheinlich nur zwei Dinge, dass ich gar keinen Job mehr kriege und dass sich die falschen Leute beleidigt fühlen. Die Leute, die ich meine, sind viel zu merkbefreit, um noch beleidigt sein zu können. Aber ernsthaft, es kann doch nicht sein, dass Bewerbungsgespräche in diversen Firmen dazu genutzt werden, um den Aggressionen freien Lauf zu lassen. Ich wurde direkt beleidigt, war damit aber in guter Gesellschaft, weil man offensichtlich von den Kollegen noch weniger hielt. In anderen Gesprächen wurde meine Kompetenz im unüblichen Maße hinterfragt, nur weil man sich für etwas besseres hielt („für richtige Themen sind sie wohl nicht geeignet“). Aber immerhin wieder nicht nur besser als ich, sondern besser als alle. Deswegen wurden auch sämtliche Kollegen immer unterbrochen, wenn sie mir eine Frage stellten und ich für dumm gehalten, weil ich antwortete. Aber auch ich selbst war ganz gemein und habe mit einer netten Begrüßung und einem versuchten (!) Händedruck viele Menschen ganz an den Rand ihrer sozialen Kontaktfreudigkeit gebracht. Gut, kurz danach hatte ich eine schwere Grippe. Sozialer Kontakt kann tödlich enden. In einem Vorstellungsgespräch stellen sich beide...

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