Artikel von August 23rd, 2011

Von austretenden Eseln

You keep in mind that my sharply-worded comments on yelp.com recently took down a muffin store. – Sheldon Cooper Man hört ja viel über deutsche Gastfreundschaft, leider oft nicht in dem gleichen schwärmen Ton indem man von Spaniern oder Türken redet. Nein als leidgeprüfter Hannoveraner weiß ich, dass wir schon speziell sind. Aber manche Sachen liegen doch außerhalb der Norm und bleiben im Gedächtnis. Freitag waren wir noch zu viert unterwegs, obwohl wir von einer stundenlangen Bier und Bratwurst Zeremonie gut gefüllt waren. Allerdings hatte das Meteora nach einigen Wochen Betriebsferien wieder offen. Eine alte Weisheit besagt: Meteora geht immer. So motiviert waren wir auch schnurstracks auf dem Weg. Irgendwie machte sich dann auch direkt schon wieder neuer Appetit bemerkbar. Tragischerweise wurde uns unser Fehler erst bewusst, als wir im vollen Meteora standen und kein Platz mehr frei war. Freitags? 19:30 Uhr? Nach langer Pause wieder offen? Wer hätte darauf kommen können, dass der Laden voll ist, obwohl er sonst auch eher… chronisch voll ist? Wahrscheinlich ein durchschnittlicher Säugling. Aber Jotti umsorgte uns fabelhaft und meinte, dass wir in einer halben Stunde wiederkommen können, um dann einen gemütlichen Abend zu verbringen. Was machen wir die dreißig Minuten? Wer Essen will, muss auch Trinken – oder so ähnlich muss die Logik gewesen sein, die uns ins La Cantina verschlagen hatte. Das La Cantina ist um die Ecke vom Meteora und ein kleiner Tapas Laden. Sophie und ich waren da schon einmal. Das Essen war gut, aber mir hatte irgendwas gefehlt und deswegen haben wir die anderen Tapas Läden in Hannover vorgezogen. Aber ich wollte wieder mal vorbeischauen, weil meine Mutter vor Kurzem dort auch einen guten Tag verbracht hat. Nici erzählte, dass sie dort auch immer mal hin wollte, während ich mich über das El Condor nebenan lustig machte, weil es mit seinem 80er Jahre Schild in der Gegend den Flair eines Vintage-Pornos versprühte. Noch dazu stand atmosphärisch im krassen Gegensatz zum La Cantina, obwohl beides Tapas Restaurants waren. Es war ziemlich leer und wir setzten uns draußen auf die alten Gartenstühle, die zusammen mit dem wolkenverhangenen Himmel und den Betonfassaden der umstehenden Häuser, das trostlose Sommergefühl abrundeten. Bevor ich meinen Depressionen erlag rettete uns die nette Bedienung mit farbigen Sitzkissen. Die Bestellung war schnell aufgeben: Sangria, viel und eine kleine Cola. Während ich noch mir haderte, ob ich gesalzene Mandeln bestellen sollte, kam der Wirt heraus und fragte uns, was wir...

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