Vom Streben nach Glück

Dumm sein macht glücklich. Nach tausenden Jahren des Gefressen werdens geben wir schließlich der Evolution nach und fingen an zu denken. Neben der Möglichkeit Werkzeuge herzustellen und Feuer zu machen, kamen wir dadurch zur Selbsterkenntnis und dem Interesse am Ich. Damit fingen die Probleme richtig an. Für das Jagen und Sammeln waren wir gut geeignet, aber mit Neid, Angst oder Wut können wir auch heute nicht umgehen.

Immer wieder begehen wir Menschen schreckliche Taten, nur weil wir mit etwas nicht klarkommen. Wir denken viel und wissen gleichzeitig nicht was. Wir bewegen uns immer, aber wissen nicht wohin. Wir Menschen scheinen manchmal ständig verwirrt, so scheint es schon ein Wunder zu sein, daß wirüberhaupt ein geregeltes Leben führen können. Wir machen uns Gedankenüber unsere Freunde,über Geld,über Familie,über die Liebe und nicht zuletzt auchüber uns selbst. So viele Gedanken, daß wir kaum die Stimme in uns hören, was wir wirklich wollen.

Dafür gibt es Bücher, Fernsehsendungen, Seminare und Psychologen – alles Wegweiser zum Ziel. Trotzdem hilft keine detailierte Karte weiter, wenn man nicht weiß wo man steht und wo man hin möchte. Aus dieser Verwirrung entsteht der Weltschmerz, die Malaise oder auch the Angst (aus dem Englischen).

Wir sind alle so erpicht alles richtig zu machen, daß wir ständig daran denken. Ob wir nunüber uns nachdenken oder anderen Vorschriften machen. Viele unserer Erfahrungen sind inzwischen nicht unsere eigenen. Wenn man ein Baby bekommt, wird sich zuerst darauf vorbereitet. Man sucht nach Ratgebern, das richtige Spielzeug und am Ende kommt alles doch ganz anders. Nun sollen wir nicht auf den Rat anderer verzichten, im Gegenteil man sollte immer für das Wissen anderer offen sein. Trotzdem darf man nicht aufhören seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Man weiß nie wohin eine Entscheidung am Ende führt, man kann immer nur die nächste Station sehen. Gerade das macht das Leben heute so schwer. Früher hatten wir keine Zeit zum Denken, mußten es auf das nächstlegende Ziel beschränken. Heute bekommen 20-Jährige keine Arbeit, weil ihr Lebenslauf nicht gradlinig genug ist. Außerdem stirbt man alleine, wenn man die falschen Klamotten trägt und die wichtigsten Beziehungstipps nicht beherzigt.

Zurück zum Anfang. Dumm sein macht glücklich. Wer sich weniger Gedanken macht, belastet sich weniger und macht sich weniger selbst kaputt. Das wichtigste am Denken ist, es wieder abschalten zu können. Wenn es gut ist, wo man ist, warum muß man es dann immer begründen? Wenn man einen Traum hat, muß man ihn dann gegen die Werte der Anderen verteidigen? Reicht es nicht einen Traum zu haben? Ein Beruf mag noch so gut angesehen sein, aber er ist nicht der richtige für alle. Eine Beziehung kann noch so schlecht nach außen aussehen, aber sie hält, weil man zusammenhält. Ein Mensch kann so unverständlich sein, aber man sieht auch nie was drinnen ist.

Kurz gesagt, habt nicht immer Angst davor, was falsch sein könnte. Wie immer es auch läuft, am Ende seid ihr um eine Erfahrung reicher.

.: Paramore – Misery Business :.

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