Artikel von August, 2009

Drei verdammte Jahre

Heute sind es also drei verdammte Jahre, die wir schon zusammen diesen Weg gehen. Drei verdammt schöne Jahre, drei verdammt anstregende Jahre und drei Jahre, die sich verdammt noch mal mehr gelohnt haben als alles andere in meinem Leben. Damit meine ich nicht nur uns, sondern alles, was so passiert ist. Uni, Krankenhaus – alles hat irgendwie etwas positives gehabt, auch wenn es zuerst sehr viel Arbeit war. Das ist es auch, je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr merke ich auch, was ich so gelernt habe. Viele kleine Dinge, einige Große. Ich bin mir dessen gar nicht so bewußt, weil es jetzt eben normal ist. Es sind drei Jahre in denen viel Kämpfen und Arbeiten mussten. Das schwerste ist nicht gegen Außen zusammenzuhalten oder miteinander zu diskutieren. Das Schwerste ist immer Kämpfe mit sich selbst auszutragen. Gerade das kam bei uns sehr häufig vor und dafür hast Du neben meiner Liebe auch meinen Respekt verdient. Ich kann sagen, dass ich auch niemanden jemals so stolz war wie auf Dich. Ich bin frohüber das was wir erreicht haben, auch wenn wir neben schönen auch schmerzende Erinnerungen gesammelt haben. Das gehört wohl genauso zu uns und zum Leben, wie alles andere. Umso mehr kann man aber auch stolz darauf sein, was man hinter sich gebracht hat. Ich weiß nicht, was noch kommt, ich weiß nur, ich bin für Dich da und bleibe an Deiner Seite. Ich bin verdammt froh Dich zu kennen. Du machst mich zu einem besseren Menschen und wir beide wachsen an unseren Erfahrungen. -> Hier für Dich <- Ich liebe Dich. .: Emilie Autumn – Castle Down...

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Seid miserabel!

Was mir beim Schreiben wieder mal aufgefallen ist: Uns geht es schlecht! Nicht immer, aber immer mal wieder und ein gewisses Grundunwohlsein wohnt uns allen inne. Keine Sorge, das wird jetzt kein Früher-war-alles-besser-Posting und auch kein pessimistisches Gebrabbel. Höchstens eine Ode an die Imperfektion. Warum habe ich jetzt schon wieder das starke Gefühl mindenstens drei Menschen vergrault zuhaben. Nunja schade. Ich arbeite im Moment an einem Textüber Populismus und meine Gedanken schießenöfter mal interdisziplinäre Querschläger. Ich finde sowas wichtig, wobei es wichtiger wäre, wenn es jemand macht, der sich damit auskennt. Populismus nutzt oft die Unzufriedenheit der Menschen aus. Ihre Verzweiflungüber das hier und jetzt und das Protestpotential für einen neuen Weg. Popuslismus ist ein Bestandteil der Massendemokratien in denen wir heute Leben (weiter lesen, gleich wirds interessant). Mit anderen Worten, wo Millionen von Menschen, unter denen sich mehr Miesepeter befinden als es gut wäre, werden auf einen Haufen geworden und da entstehen Konflikte. Während der Eine denkt, man hat von seinem Breichen gegessen, vermutet der Andere, man hat in seinem Bettchen geschlafen (mit oder ohne Ehefrau). Wenn es hart auf hart kommt, dann hat irgendein Nestbeschmutzer auch noch auf das Sofa gekackt. So ist das eben. Wir sind alle zwar relativ gleich geschaltet aber trotzdem Individuen und das geht oft nicht reibungslos von statten. Was alles jetzt so salop gesagt ist, ist trotzdem ernst. Wir fühlen uns benachteiligt, unsicher und entwurzelt. Da ist sie wieder meine Freundin, die Malaise. Das ist nichts, was aufs Brot kommt, sondern höchstens etwas, von dem einem das Brot wieder hochkommt. Was Malaise bedeutet, ist schwer zu sagen und greifbar zu machen. Die Malaise wird als generelles Unwohlsein beschrieben. Ein Gefühl der Unzufriedenheit, das jeden Menschen mehr oder weniger stark betrifft aber ein Bestandteil unseres Lebens geworden ist. Die Malaise entsteht durch die Zustände in unseren großen, modernen Zivilisationen. Wir sind eingeengt, entwurzelt, mit immer unwichtiger werdender Familie. Wir können uns kaum orrientieren, Religion gibt uns keinen halt mehr und entweder folgen wir dem System unserer Eltern oder wir werden Opfer ihrer Generation (Umweltverschmutzung, Zensursula, Staatsverschuldung, Renten usw.). An keine Generation war die Erwartung so groß, wie an unsere. Wir werden geschult, genormt und vorbereitet, das wir perfekte Kopien der Erwartungen unserer Vorgänger sind. Aber funktioniert das? Immerhin waren die, die diese Regeln gemacht haben weniger genormt und es entspringt nur den Vorstellungen von Ihnen. Das Bachelor Chaos wäre nur ein Beispiel dafür....

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Pingback: Spiegel vs. Spiegel Online

Warum selber schreiben, wenn jemand anderes das schon schön ausgedrückt hat? Ok, da fallen mir dann doch noch Tausend Gründe ein. Aber ich habe immer noch wenig Zeit zu schreiben und das ist ein wunderbarer Artikelüber das zweigleisige Verfahren der Verlage. Es geht um das Print- und Online-Angebot verschiedener Verlage, die oft ganz unterschiedliche Meinungen ausdrücken. Spiegel vs. SPON: Das doppelte Spiel .: Korn – Evolution...

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Die Schlacht bei Minden

Die Schlacht bei Minden

  Weil ich so selten dazu komme, etwas zu schreiben im Moment, recycle ich ein wenig. Die Ausstellung zur Schlacht bei Minden ist seit vorletztem Samstag eröffnet und ich habe wenigstens mal Fotos hochgeladen. Die könnt ihr euch ganz einfach > hier < angucken. Als Bonus gibt es noch den Text, den ich für die Einführung des Ausstellungskatalogs geschrieben habe. Er ist zwar auch etwas auf Mindener ausgerichtet aber natürlich für jeden geschrieben. Das hier ist die nicht redigierte, jungfräuliche Version.   Eine Schlacht um Minden? Es gab keine Schlacht um Minden. Das Treffen beider Parteien nahe Minden scheint heute eher zufällig. Aber es gab nichtsdestotrotz eine Schlacht bei Minden. Auch wenn es dabei nicht um die Stadt Minden ging, so war die Schlacht für die Menschen in und um Minden nicht weniger bedrohlich. Sie wurden unweigerlich zu Schlachtteilnehmern. Sie versorgten die Soldaten mit Essen, boten ihnen Unterkunft und pflegten die Verwundeten. Ihre Ernte wurde zum Futter der Soldatenpferde und gleichgültig der Tatsache, daß die Einwohner Mindens nicht selbst kämpften, machten umherschwirrende Gewehrkugeln keinen Unterschied zwischen Soldat und Mutter. Not entstand nicht nur durch die Kämpfe, sondern auch durch Verknappung der Ressourcen, allem voran der Nahrung. Ungeachtet dessen, dass Minden nicht beabsichtigtes Ziel der Schlacht war, waren die Mindener ihre Opfer. Sie trugen ihren Teil zum Sieg gegen Frankreich und Österreich bei und dieser sollte seine Schatten bis nach Amerika werfen. Die Schlacht bei Minden liegt nun 250 Jahre in der Vergangenheit. Aber sie ist alles andere als Vergessen. So erinnern sich heute auch noch Sieger, Verlierer und vor allem die Mindener „an einen nebligen Morgen“ im Jahr 1759. Aber wirklich erinnern kann sich keiner mehr von uns. Alle Informationenüber die Schlacht wurden tradiert,überliefert, weil heute kein Zeuge der Schlacht noch am Leben ist. Niemand kann uns aus erster Hand erzählen, was damals geschehen ist. Alles was uns bleibt sind Berichte, Bilder,überreste und viele andere Arten von Quellen, die wir richtig deuten müssen, weil auch diese nicht von selbst zu sprechen beginnen. Also liegt es an den Menschen aus den stummen Zeugen der Schlacht ihre Geschichte zu rekonstruieren. Was ist Geschichte? In diesem Kontext wird wiederholt von Erinnern und Geschichte gesprochen, diese Begriffe wurden aber noch nicht weiter erklärt. Natürlich sind das zwei ganz alltägliche Begriffe, trotzdem muss man vielleicht oder vor allem weil diese Wörter so selbstverständlich sind, noch mal auf ihre Bedeutung eingehen. Was sich Erinnern bedeutet...

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Qualitätsjournalismus im Spiegel

Es gibt viele Gründe, warum ich mein Spiegelabo gekündigt habe. Die stark nachlassende Qualität war wohl der Hauptgrund. Damals ging es noch nicht um Kinderpornographie, sondern im Allgemeinenüber Politik aber auch schon das Internet und die Jugend. Jetzt wo immer wieder von den Verlagen gesagt wird, dass Journalismus im Internet keine Chance hat, weil damit kein Geld zu verdienen ist, müssten sie ersteinmal beweisen, dass Printmedienüberhaupt noch gebraucht werden. Schaut euch das mal an, achtung der Inhalt ist...

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