Kein Happy End

Im Laufe der letzten Tage ist mir klar geworden, dass es für mich und Sophie kein Happy End geben wird. Mehr noch: Es konnte niemals eines geben. Ich glaube das gehört zu den wichtigsten Erkenntnissen, die man in einer Beziehung haben kann. Ein Happy End würde voraussetzen, daß die Beziehung vorbei wäre, sonst gibt es ja kein Ende. Natürlich kann eine Situation vorbei gehen,überstanden werden. Aber darauf folgt oft bald die nächste, auch wenn sie vielleicht kritisch ist. Trotzdem folgt in einer Beziehung, so wie im ganzen Leben, Prüfung auf Prüfung. Dort jedes mal von einem Happy End zu reden, wäre schon inflationär.

Ja – na gut… natürlich kann man von einem Happy End sprechen. Alles ist gut gelaufen und Sophie und ich machen weiter. Danke an alle, die uns geholfen, zugehört oder sonst wie ertragen haben. Ich will nur betonen, dass mehr ein Happy Weitermachen als ein Ende ist. Nur weil jetzt klar ist, dass wir beide zusammenbleiben, heißt das nicht, daß wir uns jetzt darauf ausruhen. Wir möchten beide Dinge besser machen, für uns beide, für den anderen und für uns selbst.

Es fühlt sich ehrlich gesagt komisch an, daß jetzt alles klarer ist. Ich erwarte wohl, daß ich mich anders fühle als vorher. Tue ich aber kaum. Bis auf die ersten zehn Tage habe kaum an uns gezweifelt. Ich habe mich immer noch geliebt von ihr gefühlt und hatte das starke Gefühl, daß es sowieso gut ausgehen wird. Trotzdem habe ich (sie auch) mir immer wieder gesagt, daß alles nicht sicher ist und ich mir doch nicht sicher sein kann oder darf. Ich sollte mich lieber auf den Einschlag vorbereiten als mit vollem Tempo gegen die Wand zu fahren. Daraus wurde dann in den letzten Wochen ein Wechsel aus guten Phasen und künstlichen Panikphasen.

Jetzt ist alles klar und wir stehen auch wieder offiziell zu uns, aber für mich ist es kaum anders als die letzten Wochen. Mich beunruhigt praktisch die Ruhe der letzten Zeit. Das ist fast so blöd wie es paradox ist. Aber ich weiß glaube ich, woran es liegt. Ich habe mir immer wieder gesagt, daß ich eben nicht sicher sein kann, mich künstlich beunruhigt. Wahrscheinlich, weil ich mein Vertrauen oder meine Intuition für verliebtes Wunschdenken abgetan habe. Ich habe mir also absichtlich den Ast abgesägt auf dem ich gesessen habe. Heute kann ich sagen, daß mein Gefühl richtig und mein Vertrauen vollkommen berechtigt war. Also daß das selbe Gefühl wie die letzten Wochen,  richtig ist und auch immer war. Nur habe ich dieses Gefühl vorher angezweifelt und nun habe ich dasselbe ungute gute Gefühl wie vorher. Ich war vorher anscheinend nicht blind verliebt und war immer noch aufmerksam. Jetzt muss ich daran glauben, was ich sowieso schon geglaubt habe, nur ohne Zweifeln. Sollte doch gehen oder?

.: Emil Bulls – Take on me :.

1 Kommentar

  1. hey phoeni, das freut mich zu hören.

    🙂

    alles gute euch beiden und grüße an sophie unbekannterweise

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