Artikel von Juni 4th, 2009

Gedanke des Tages

Gedanke des Tages: Ich habe eine Arschloch-Freundin. 😛 .: Filter – Hey man, nice shot :.

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I ain't dead yet

Nachdem ich mit derüberschrift jeden Freund von grammatisch einwandfreiem Englisch jetzt vertrieben habe, hoffe ich, dass wenigstens irgendwer weiterliest. Heute geht’s um das Ich undüber-Ich. Aber keine Sorge, das wird nur dasübliche Geschwafel und kein soziologischer Vortrag mit größerem Nährwert. Das Leben ist schon eine komische Sache. Was uns von Tieren unterscheidet, ist unser Bewusstsein, unser Charakter, also das rationale und emotionale aktive Wahrnehmen und Nachdenken verschiedenster Dinge. Instinkt wird durch Entscheidungen ersetzt. Beispielsweise denken wir ab und zu „Oooohh ein Ball!“ und wenn er uns an den Kopf fliegt, hätte sich ein Tier schon lange instinktiv geduckt. Das ist im täglichenüberlebenskampf oftähnlich. Während sich Tiere zielstrebig mit Fortpflanzen und Fressen beschäftigen, ist das bei uns komplizierter. Ganz davon abgesehen, dass wir den Luxus des Lebens gewohnt sind, also Autos, Getränke in Flaschen und Instant-Nudelsuppen, erfordert das Zusammenleben mit so vielen querdenkenden anderen Menschen ganz andere Taktiken. Wir sind nun doch irgendwie Herdentiere, die aber miteinander oft nicht klarkommen, weil sie mit sich selbst irgendwie nicht klarkommen. Das wurde in den letzten Jahren nicht besser. Die Rollenverteilung hat sich geändert, Religion und andere einen Rahmen gebenden Werte verschwinden und wir werden grundsätzlich auch verrückter. Mit anderen Worten: Zu zweit ist das ganz schön kompliziert. Es kostet Kraft, Nerven und tut – egal wie es läuft, irgendwann auch weh. Es hat kaum etwas anderes so ein großes Potential jemandem weh zu tun, wie Liebe. Dabei brauchen wir Liebe nicht zumüberleben. Sex klappt auch so ganz gut und das Fortpflanzen leider schon zu gut. Aber würden wir nur das tun, was wir zumüberleben brauchen, würde uns noch eine Keule und eine praktisch möblierte Höhle reichen. Das ist mir zu blöd. Ich bin froh, dass ich im Gegensatz zu vielen Tieren ein Ich habe. Ich fühle, Gutes wie Schlechtes und das gerne. Natürlich wünsche ich mir, dass Schmerz aufhört und ich Angst besiegen kann, aber ohne die schlechten Zeiten verlernt man die guten zu schätzen. Ich habe keine Lust mich zu benehmen wie ein gefühlsmäßiger Einzeller. Wobei ich dann ab und zu zum gefühlsmäßigen Amokläufer werde. Man braucht eben schon Schutzschilde, um sich abzuschirmen gegen alles, was einen zu sehr mitnimmt, zu viel Kraft kostet, um weitermachen zu können. Am besten löst man solche Dinge, bevor sie so groß werden, dass sie einen erschlagen können. Am besten tut man so was, wenn es geht, auch zu zweit. Ich denke, dass man alleine...

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