Artikel von März 14th, 2009

Sinnfragen

Abgesehen davon, dass alle am Rande erwähnen, dass der Vater des Amokläufers „schon irgendwie“ fahrlässig gehandelt hat, scheinen sich darum wenige zu kümmern. Selbst wenn Spiele aggressiv machen, es ist wesentlich schwerer mit bloßen Händen oder mit Killerspiele-DVDs bewaffnet amok zu laufen, als es mit Schusswaffen ist. Alle Jugendlichen hatten Waffen und Munition. Sie waren psychisch krank und gefährlich. Vielleicht ist das ganze hier auch der Führer-Gedanke. Irgendeiner muß Schuld gewesen sein. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es auch auf einmal keine Nazis mehr, obwohl kurz vorher noch alle gegen Ausländer geschimpft haben. Aber da war das Deutsche Volk ja nicht Schuld, sondern Hitler – er hat alle verführt. Im ersten Weltkrieg waren es auch nicht die Deutschen, sondern der Kaiser. Vielleicht liegt der Gedanke auch deswegen so fern, dass man Killerspiele konsumieren kann (allein das Wort Killerspiel ist eine politische Schöpfung) und trotzdem nicht gleich alles töten will. Klar eine eigene Meinung und ein Charakter ist nie gerne gesehen, aber trotzdem haben den nun die meisten, die nicht Hitler’s Helfer waren oder ihre direkten Nachfahren sind. .: Emil Bulls – Pure Anger...

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Und so gehts wieder runter

Ohne Worte Spiegel.de Edit: Doch ein paar Worte. Sie haben es geschafft innerhalb eines kurzen Artikels Porno-Gucker, Online-Spieler und Bondage-Liebhaber zu kriminalisieren. Als nächstes kommen Rockmusiker, dann Frauen in Hosen und vielleicht am Ende noch Farbige. Edit 2: Weiter gehts. Ich kenne Leute, die lesen pro Tag gut 2-4 Stunden Bücher, die sind dann wohl Buch süchtig. Sophie kann ohne Probleme 5h am Stück Serien gucken, die ist dann wohl ganz krank. Außerdem spielt die auch noch Klavier. Und ich? Ich spiele im durchschnitt pro Tag mindestens 1 Stunde, Lese 2 Stunden (Nachrichten usw.) und Schreiben? Davon fange ich lieber gar nicht erst an. Ich kenne leider keine Definition von Sucht. Aber unwissend wäre Sucht für mich, wenn man nicht mehr ohne etwas kann und die Kontrolleüber sein Leben verliert. Auf die Art sind vielleicht auch erfolglose Fußballspieler süchtig, die nie was für den Job und immer nur fürs Hobby getan hatten, das dann leider nicht der Job wurde. Oder die Irren, die an Autos rumbasteln, die die Modellbau machen – alle süchtig? Klar gibt es Computerspielsüchtige oder Internetsüchtige – aber nicht jeder der etwas exzessiv macht, ist gleich...

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Zerrspiegel

Ich werde aus dem Spiegel bzw. Spiegel Online nicht schlau. Der Spiegel hat so deutlich nachgelassen, dass ich ihn nur noch online lese und nicht mehr dafür zahlen will. Gleichzeitig führen sie eine konservative anti-Internet-Kampagne und springen auf jeden „Flavor of the Month“-Journalismus-Zug auf. Trotzdem gibt es auch immer wieder wahre Artikel wie diesen hier. .: Emil Bulls – Pure Anger...

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