Verbietet Brot

Nach dem Amoklaufen in Winnenden habe ich mich schon gewundert, dass es noch nicht losging. Aber nun ist es wieder so weit. Das Verhalten hätte er natürlich nur von Computerspielen lernen können, nicht aus Filmen oder Büchern. Man findet die Spiele auch nicht bei vielen Menschen, die nicht Amoklaufen. Und dass ein Mitschüler gesagt hat, dass er genauso viel spielt und keine Probleme hat (Quelle: Spiegel.de), hat natürlich auch nichts zu sagen. Außerdem aß er ab und zu mal, wie alle anderen Amokläufer auch, Brot. Brot macht aggressiv. Verbietet Brot!

Wieder wird nun bestimmt die Zensur verschärft. Die Amoklauf-/ Mobbingpräventionsprogramme der Psychologen, Schulen und Verbände, liegen aber bestimmt weiter unbeachtet in den Aktenschränken, weil kein Geld da ist. Während Schüler gequält werden und die Schützen fröhlich schießen.

Aus einem anderen Artikel war die Feststellung lustig, dass er nicht mehr Zukunftsangst haben brauchte, als jeder andere Jugendliche auch (Quelle: Spiegel.de). Ich glaube die Zukunftsangst wird allgemein unterschätzt.

Warum auch, die Spiele sind schuld:

Als bestätigt gilt inzwischen die Vorliebe des Amokläufers für Waffen und gewaltlastige Computerspiele. Demnach hat er in den vergangenen Monaten viel Zeit mit Killerspielen verbracht und in seiner Freizeit mit Softair-Waffen geschossen. „Das kann ich bestätigen“, sagte der Polizeisprecher Klaus Hinderer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counter-Strike gefunden.“ Derzeit würden die Daten auf K.s Computer ausgewertet, sagte Hinderer.

„Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können“, sagte der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, Hans-Dieter Schwind, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ und sprach sich für ein totales Verbot von Computer-Gewaltspielen sowie eine weitere Verschärfung des Waffenrechts aus. Schwind sagte, kaum jemand wisse, dass in Deutschland zehn Millionen legale Waffen und geschätzte rund 20 Millionen illegale Waffen im Umlauf seien. Jugendliche hätten darauf noch immer einen viel zu leichten Zugriff, weil sie einfach nur den Schlüssel für den Waffenschrank finden müssten.

– Quelle: Spiegel.de

2 Kommentare

  1. Ja, ich habe da auch schon drauf gewartet. Irgendein Sündenbock muss ja her halten. Da ist sonst keiner Schuld dran. Das mußt du verstehen. Niemand konnte das wissen. Die Eltern haben ihr Kind schließlich gekannt, oder?
    Es ist schon immer das selbe menschliche Verhalten: Ich suche mir einen/etwas Schuldigen/s und dann habe ich ein gutes Gefühl, wenn ich es verboten habe. Dann habe ich etwas getan. Ich agiere.

    Es wird mir mir stets und immer ein Rätsel bleiben, warum Menschen so sind. Immer nur das nächst Offensichtliche machen, nie weiter sehen. Das gilt für alle Bereicht – ohne Ausnahme.

  2. Bei ihm scheint es wohl an einer extremen Depression gelegen zu haben. Der Therapie hatte er sich vor Kurzem entzogen. Im Radio (danke Ashe) läuft eine heisse Diskussion darüber ob die Eltern, die Spiele oder die Lehrer schuld sind.

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