Artikel von Januar, 2009

Vom Suchen und Finden

Nur mal so zwischendurch: Ich habe vor ein paar Tagen wieder google analytics installiert, nachdem ich es nach meinem google-Streit rausgeworfen hatte. Leider habe ich die alten Daten nicht mehr, aber die Suchanfagen, die auf meinen Blog geleitet haben, waren schon immer sehr lustig. Hier die Top 10: aggro depression mord in der gothic-szene auslagern von arbeitsintensive prozesse es lebe der faschismus je mehr leidenschaften und wünsche man hat, desto mehr möglichkeiten mark feuerle 2009 merkel games nach gallenoperation sackerl ROAR! zarter krustenbraten Ja, ich finde, das faßt meinen Blog ganz gut zusammen. Der Nutzer mit seinem „sackerl“ macht mir noch etwas Angst und ich versuche noch zu deuten wie 4. wohl gemeint ist. Aber anscheinend ist das Bearbeiten von Spiegelartikeln ein guter Quotenfang. Ich hoffeüber Mark Feuerle, einem meiner Lieblingsdozenten, findet hier nichts Schlechtes. Das Internet ist immerhin klein. Ansonsten: Eine schöne Woche wünsche ich! .: Blink 182 – small things...

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Mord in Wohnblock-Szene

…war wohl etwas zu normal, da in den etwas trostloseren Vierteln von Berlin oder Halle soetwasöfter vorkommt. Oder vielleicht sollte ja herausgestellt werden, dass auch in der Gothic Szene soetwas mal vorkommt. Naja hier der Spiegelartikel: Mord in der Gothic-Szene. Nachtrag: So jetzt habe ich etwas mehr Zeit. Ich glaube dieser Artikel ist einer der Gründe dafür, dass ich für den Spiegel kein Geld mehr ausgeben will. Ich weiß gar nicht, wo ich rein sachlich anfangen soll. Ich kann verstehen, dass der Titel Mord in der Gothic-Szene lautet. Immerhin sind gefährliche Randgruppen immer ein guter Aufmacher. Anstatt, dass man vielleicht Nekrophilie im Titel unterbringen muss, bekommt man das mit diversen kleingeistigen Assoziationen, die man wahrscheinlich aus Unwissen hat, direkt mit einer Gruppe geliefert. Aber in dem Artikel zeigen sich wieder die Grundpfeiler der Horrorliteratur. Man nimmt eine Gruppe,über die nicht viel bekannt ist, außer vager Stereotypen. Dann schürt man dieses Misstrauen noch weiter mit ein bis zwei zwielichtiger Elemente, wie zum Beispiel Internet(bekanntschaften) und „brutale“ sexuelle Praktiken. Vielleicht stellt man die Verkommenheit noch mit einem Beispiel da, wie mit dem Po-Foto auf der linken Seite. Die Bildunterschrift „Gothic-Mode: Auch im Internet tauscht sich die Szene aus.“ Ich dachte das war ein Artikelüber einen Mord, nichtüber Mode oder einen Po. Aber es ist immerhin ein Gothic-Po und somit immerhin themenverwand. Ich kann es kaum erwarten zum nächsten G8-Gipfel den Po unserer Klimakanzlerin zu sehen. Verkehrt diese eigentlich auch im Internet? Damit ist sie doch auch potentiell gefährlich oder? Ich schweife ab. Also neben dem Unbekannten, dem Unheimlichen und dem Po, bietet der Artikel eine ganz spannende Artikelüber den Abgrund in den eine menschlich Seele fallen kann. Es macht den Anschein, als wäre dieses Verbrechen vom Gothic-Dasein und Internetverkehr heraufbeschworen worden. Es klingt als wäre er ein ganz normaler Mensch, aus einem guten Millieu – Akademiker sogar, der dann am Ende doch pervertiert wurde. Es liest sich wirklich eine von Lovecraft’s Geschichten und nicht, wie eine nüchterne Berichterstattung, aber vielleicht war dahinter ja der Sinn und eine normale Schilderung zu dröge. Aber ich bin auch zugegebenermaßen etwas empfindlich und befangen. .: Machinae Supremacy – Otherworld...

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Messer, Schere, Gabel, Licht…

Selbst wenn ich nicht blogge, kann ich das Diskutieren nicht lassen. Diskutieren ist ehrlich gesagt, manchmal auch nichts anderes als fachwissenschaftliches Tratschen. Mein Spiegel Abo ist inzwischen gekündigt und er ist für mich inzwischen nur noch ein weiteres Nachrichtenmagazin. Aber trotzdem gefallen mir einige Rubriken noch sehr, wie z.B. „Eines Tages.“ In einem kleinen Anfall von Erstaunen, schickte ich Karl vor ein paar Tagen diesen Link, der dann auch sofort von ihm verarbeitet wurde. Ich konnte es kaum glauben: Ein offener Umgang mit der deutschen Geschichte? Zwar von einem Engländer iniziiert, aber immer noch in Deutschland. Unfassbar. Unmöglich? Denn heute ereilte mich an gleicher Stelle die nächste Nachricht in dieser Sache. Bayern verbietet den Druck der Zeitungszeugen. Bayern ist anscheinend Rechteinhaber des gedruckten Materials und untersagt den Druck. Bereits verkaufte Exemplare sollen vielleicht auch wieder eingezogen werden. Da sieht man doch, dass sich zwar die Politik geändert hat, die Methoden manchmal aber noch sehrähnliche sind. Verbieten statt Verstehen lehren. Verschweigen statt Verarbeiten. Aber das Zensurland Nummer 1 in Deutschland führt sein‘ Kampf gegen alles, was ihm nicht passt weiter. Wobei ich dachte, dass sich der Zensurwahn aus medienpolitischen Gründen nur auf elektronische Spiele erstreckt. Natürlich bergen abgedruckte Zeitungen der Nazi-Ära eine gewisse Gefahr. Genau wie Computerspiele, Filme und Bücher – oder sogar Gespräche und Meinungen. Eben deswegen ist es gut, dass die Zeitungen von Kommentaren und Analysen von Historikern begleitet werden. Keine dieser Zeitungen hätte Adolf zum Nazi gemacht, genauso wenig wie Robert durch Counterstrike Amok gelaufen ist. Diese Medien können aber ein vorhandes Potential ansprechen und Reaktionen beeinflußen. Gerade deswegen müssen solche Dingeöffentlich thematisiert werden. Es bringt wenig alles zu unterdrücken, bis es irgendwann platzt. So werden aus Fragen zu Ausländern und Arbeitslosigkeit durch unwissen Themen für Agitatoren. So wird die Wissenslücke, die entsteht „weil manüber manche Dinge nicht spricht!“, zum Nährboden für Bosärtigkeit. Messer, Schere, Gabel, Licht – sind für keine Kinder nicht. Aber nicht jeder Bürger ist ein Kind, nur weil er nicht zur Regierung gehört. Kindern wird der Umgang mit diesen Dingen gelehrt, da sie zum täglichen Leben gehören, auch wenn sie gefährlich sind. So gehört das Dritte Reich zu unserer Geschichte und macht uns hoffentlich heute schlauer gegen so eine Art von Manipulation. Es soll nicht wieder ein Zustand kommen, wo wir nicht wissen, wie mit solchen Dingen umzugehen ist und man erst aus Schaden wieder klug werden kann. Verbieten und Verschweigen führt zum...

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Wenn das Gras wächst

Regelmäßig schreibe ich hier schon lange nicht mehr. Auch wenn schreiben meine Leidenschaft ist, ist sie nicht die einzige. Die letzten Monate ist immer wieder etwas passiert, die Tage schienen immer kürzer zu werden und die Stunden liefen nur so davon. Stress ist dabei nicht, was ich meine. Stress, wie ich ihn kenne, fühlt sich anders an. Natürlich war viel los die letzten Monate. Der Vortrag in Minden, die Arbeiten für das vorhergegangene Semester, das Blockseminar, Steuern, Mieter und natürlich Sophie, die nur in dieser Liste zuletzt kommt. Aber es war nicht der Stress. Ich habe mich in der Zeit leer und träge gefühlt. Alles war anstrengend, ermüdend und nichts aufheitern und befriedigend. Trotzdem hatte ich den Drang klarschiff zu machen, mich von altem Ballast zu befreien. So wurde dann langsam alles besser, auch wenn es weiterhin hoch und runter geht. Ich werde auf jeden Fall wieder mehr schreiben, es ist ein Teil von mir, einer der wichtigsten. Aber bis alles etwas besser läuft, wird es immer wieder zu kurz kommen. Es fühlt sich an als fange ich ein neues Leben in meinem alten Leben an. Ich will nicht, dass sich vieländert, es eben auch nicht wichtig viel zuändern. Aber ich muss mein Leben wieder mehr aktiv leben und nicht von einer Aufgabe zur nächsten straucheln. Eben zum Leben gehört für mich auch das schreiben. Das reflektierenüber „Was zum Geier habe ich da gemacht?!“ Also viel Spaß und bis zum nächsten Geier. Ich räume hier weiter auf, alles inklusive mir.übrigens fange ich an wieder mehr Last.fm und Facebook zu nutzen. Sucht mich doch mal. .: MC Frontalot – This Old man...

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