Weitergehts

Hell yeah! Alles ist geschafft. Von Wikipediaüber Minden bis hin zur Transnationalisierung der Medienpolitik ist alles erledigt. Ich bin endlich mit allem fertig, schon seit Freitag, aber es war noch keine Zeit zu schreiben. Es ging weiter nach Hamburg zum Konzert von Emilie Autmn auf das sich Sophie schon gefreut hat. Sie vergöttert die Musikerin, was ich schon verstehen kann. Ich empfinde auch großen Respekt für die Dame, dafür wie sie ihren Weg trotz aller Hindernisse geht.

Aber wieder zurück zu mir, eine gewisse Egozentrik will ich beibehalten. Im Moment geht es mir schön-scheiße, im Sinne von sehr durchwachsen. Ich bin einerseits sehr froh und stolz, dass alles geklappt hat. Ohne die Hilfe von Sophie, hätte das nicht geklappt. Andererseits bin ich abgekämpft und erschlagen. Zu meinen Sorgen, kommen Sophies Sorgen und Probleme noch dazu und diese schwebenüber uns wie ein Henkersbeil.

Es lässt sich nicht alles lösen, aber manches wird dadurch besser, dass es akzeptiert wird. Nur hierbei ist es ein zermürbendes Vor und Zurück, das durch Vergessen und Verzweiflung immer wieder einer Lösung entrinnt.
Was tut man, wenn man nicht weiß wo man ist, wohin mal soll und wo man herkommt? Völlig verloren treibt man umher klammert sich irgendwo fest, nur um dann wieder losgerissen zu werden. Man muss sich einen Anker suchen, aufstehen und von da aus weitergehen, wo man ist. Klar ist es wichtig zu wissen was war, damit man etwas lernen kann. Aber wenn man deswegen kopflos und verängstigt wird, ist es der falsche weg. Neubeginnen, neu orientieren und wieder laufen lernen, das ist die Devise.

So ist das auch für mich. Ich war in den letzten Jahren auch nur ein Blatt im Wind, wo ich früher ein Fells in der Brandung war. Ich bin von Aufgabe zu Aufgabe gestolpert und von Problem zu Problem gekrochen. In den letzten Monaten erkämpfe ich mir zurück, was mal mein Leben war. Das soll nicht heißen, dass ich vorher ein scheiß Leben hatte, bei weitem nicht. Nur war alles noch schwerer, als es so schon war. Irgendwann hat man einfach genug und ich hatte lange genug und weder den Mut eine richtige Pause zu machen noch die Kraft auf einen Schlag was zuändern.

In der letzten Zeit wird das zunehmend anders. Ich fühl mich besser, ohne das etwas an der Situation besser wird. In mir wird es wieder besser. Was einen nicht umbringt, macht einen härter. Zumindest sollte einem jedes, das manüberlebt hat, Kraft wiedergeben. Man hat etwas geleistet und sollte stolz auf sich sein. Auch wenn es scheint, als werden die Schläge, die ich abkriege immer härter, will ich mich nicht wieder unterkriegen lassen. Ich sehe wieder Land und jetzt gehe ich erst recht nicht mehr unter.

Ich wünschte nur, Sophie würde mich als ihren Anker sehen oder sich einen suchen. Dann wäre schon alles einfacher. Aber so einfach ists nie.

.: Emilie Autumn – Swallow :.

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