Downtimes & Workload

Irgendwie ist ja immer irgendwas. Nachdem meine Mini-Wiki-Studie schon fast fertig war, war ich erst einmal 2 1/2 Wochen krank. Wenigstens ging es Sophieähnlich und das Kranksein war nicht so einsam.  Es kommt mir langsam ein wenig vor, als wird diese Arbeit meine unvollendete Symphonie.

Seit gestern sitze ich wieder am letzten Teil der Arbeit. In diesem Teil suche ich Open Access Material zu 20 zufällig ausgewählten Themen. Dabei wühle ich mich durch Google Scholar, DigiZeitschriften, JSTOR, arXiv und die elektronische Zeitschriften Bibliothek. Dabei helfen mir vor allem zwei Dienste Google Scholar und JSTOR. Aus den Quellen habe ich bis jetzt 100% meines Materials bekommen, alle anderen hatten nichts oder nichts gutes.

An sich muss ich sagen, dass ich den Arbeitsaufwand für die Studie unterschätzt habe. Inzwischen sitze ich weitüber 40 Stunden daran und es werden noch einige dazukommen. Auf den 10-12 Seiten, die es am Ende werden, sieht man das eher weniger. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass es etwas neues ist so eine Art Arbeit zu machen. Jedenfalls kostete die Vorbereitung auch schon viel Zeit. Die Richtlinien für das deutsche und englische Portal mussten analysiert werden und die Ergebnisse daraus auf die Studieübertragen werden. Was ist eine Referenz? Was will Wikipedia erreichen? Vorallem: Was will Wikipedia nicht? Dann kam das untersuchen von 254 Referenzen auf Open Access Material. Ist ein Artikel in der FAZ eine Open Access Quelle? Nein. Ist es eine sichere Quelle nach Wikipedias Statuten? Jein.

Aber der letzte Teil ist der langwierigste. Das Suchen von Open Access Literatur zu 20 Themen. Als Arbeitserschwernis kommen die vielen fragmentierten deutschen Dienste hinzu. Dann muss ich mich, zumindest ein wenig,über jedes Thema informieren, da ich ja nur relative Open Access Literatur nennen sollte, weil das Experiment sonst sinnlos wäre.

Ich finde zum Beispiel aus irgendeinem Grund nichtsüber die Stadt Cannes. Natürlich finde ich hunderte von Einträgenüber die Filmfestspiele, aber das Thema ist die Stadt Cannes selbst. Anscheinend hat niemand einen Open Access Beitrag zu Cannes geleistet. Ist das wirklich so oder finde ich ihn nur nicht? Soll ich jetzt schreiben, dass es zu Cannes nichts gibt (was ich nicht glauben kann) oder besser suchen? Ich entschied mich für das Zweite. JSTOR ist gerade bei mir nicht zu erreichen und so lange mache ich gerade mal Pause. Wenn jemand noch gute deutsche Open Access Dienste kennt, immer her damit.

.: Donots – Stop the Clock :.

2 Kommentare

  1. Hey Du,

    hat keiner gesagt, dass die Artikel deutsch sein müssen. Hauptsache sie sind Open Access erreichbar. Du kannst also auch englische nehmen. Geisteswissenschaftler sollten sie lesen können. Ist schließlich in fast allen Disziplinen erforderlich. 🙂

  2. Jaha, aber dem ganzen liegt ein Irrtum und eineüberlegung zu Grunde.

    Ich dachte, dass in Wikipedias Statuten stand, dass die Referenzen in der Muttersprache sein sollten. Also würde es nichts bringen Referenzen vorzuschlagen, die Wikipedia nicht akzeptiert. Richtig war, dass ich es gelesen habe. Falsch war anzunehmen, dass das für die deutsche Wikipedia gilt, es gilt nämlich für die englische 😉

    Dieüberlegung dahinter war, dass Wikipedia kein fachwissenschaftliches Portal ist, sondern ein Portal für Jedermann. Die Einträge sollen verständlich und leicht zuüberprüfen sein. Da liegt es nahe Referenzen in der eigenen Sprache zu suchen, weil nicht alle Fremdsprachen verstehen.

    Ich binübrigens gerade beim Fazit und dann wird es korrigiert und sollte fertig sein.

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