Tools of Trade

So das ist der zweite Artikel zum Thema Werkzeuge eines Geisteswissenschaftlers. Ich bin langsam geiteskrank. Nebenbei mache mir eine Portion knuspriger Hühnchenteile mit Nudeln. Schön mit etwas Sesamöl und Hoisin Soße, um dem ganzen einen kleinen asiatischen Touch zu geben. Vielleicht füllt das meine Akkus wieder auf.

[30 Minuten Pause]

So jetzt kann ich wieder etwas klarer denken. Ich hätte eindeutig früher essen sollen. Also ich wollte nur kurzüber Textverarbeitung und Notiz-Software reden. Ich hatte ja einige Probleme mit Word für Mac in den letzten Wochen und die sind auch noch nicht vorbei. Für Geisteswissenschaftler und Schreiberlinge aller Art ist es wichtig seine Gedanken zusammen zu haben und dann auch zu Papier bringen zu können.

Genau daran scheitert Word gerade. Während ich mit Word für Windows wirklich zufrieden bin, ist die Mac Version leider sehr anders und sehr viel schlechter. Nachdem ich gestern bei Karl in der Sprechstunde war und neben wichtigen Themen auch das Softwarethema besprochen habe, gebe ich jetzt anderen Programmen noch mal eine Chance.

Die nächsten Tage werden folgende Programme getestet: Pages, Scrivener, Open Office und Neo Office. Mit Open Office habe ich schon viel Erfahrung und ich ziehe Word vor, auch ein kaputtes, weil ich mich nicht mehr an die alte Oberfläche gewöhnen kann oder will. Pages ist Macs eigene Wordvariante, die zwar nicht so komplex aussieht, aber hoffentlich genug features für wissenschaftliche Texte hat. Neo Office ist eine spezielle Mac Variante von Open Office.

Kommen wir zu Scrivener. Scrivener ist die Comic-, Drehbuch- und Romanautoren Version eines Textverarbeitungsprogramms. Es bietet alles um seine Gedanken beieinander zu halten, um Notizen zu machen, um – ach kreativ zu sein. Aber es ist keine Textlayout Software. Man kann sich seinen Text formatieren, aber es gibt z.B. keine wissenschaftlichen Fußnoten. Für kreative Texte wie Horrorgeschichten gefordert von Honorata. Dafür würde ich es nutzen.

GTD (Getting Things Done) oder Notizprogramme sind auch wichtig für mich, weil ich viel unterwegs schreibe, Ideen für den Blog habe usw. Ich bin zwar ein Fan von Moleskin Notizbüchern, aber ich schaff es nicht im Bus darauf leserlich zu schreiben ;-). Außerdem ists gut alles an einem Ort zu haben. Es gibt für mich drei Programme. One Note, Journler und Evernote. One Note ist ein Teil des Officepaketes, Evernote ist eine freeware Beta und Journler geht bald in die kommerzielle Version.

One Note verbindet alles was Word kann mit einem lustigen Notizblock. Es gibt leider keine intelligenten Ordner oderähnliches, um viele Notizen zu organisieren. Evernote basiert vor allem auf einer OCR Software. Man macht ein Foto, die OCR Software erkennt jeden Text und Tagged alles. Das funktioniert sehr gut. Die OCR Software hätte ich gerne für alle möglichen anderen Dinge. Außerdem wird zwischen verschiedenen PCs online synchronisiert. Aber die Textverarbeitung ist für die Katz. Bilder sagen zwar mehr als 100 Worte, aber ich brauche eben auch Worte. Zwar kann man Tippen, aber z.B. keine nummerierten Listen machen oder Unterordner erstellen oder Smart Folder bauen oder oder oder.

Da bleibt nur noch Jounler. Es hat die besten Textverarbeitungsfeatures + sinnvolle Tags und viel Ordnung. Nur leider kein synchronisieren, kein OCR usw.. Es fehlen moderne Sachen. Trotzdem nutze ich weiterhin erstmal Journler, bis Evernote mehr rudimentäre Textverarbeitungsoptionen und Smartfolder kriegt. Und bei der Textverarbeitung selbst? Keine Ahnung, da muss weiter getestet werden. Das reicht jedenfalls für heute. Bei weitem. Es gibt immer nur ein Programm, das etwas kann, aber nie eines, dass alles kann. Irgendwie sollte mehr bei der Konkurenz abgeguckt werden. So ist das eher das Kelly – Bundy – Prinzip. Für jedes neue Feature, verschwindet ein altes.

.: Smashing Pumpkins – Frail and Bedazzled :.

6 Kommentare

  1. jaaa, das Leben und die Welt ist schlecht. Wir werden alle zugrunde gehen.
    Gebt mir Bomben und ich werde das Drama vorzeitig beenden!!

    Ps. Ich war anlässlich meiner neuen Situation beim Haarschnipsler, nun seh ich völlig anders aus und kann inkognito durch die Welt schleichen…xD

  2. @ pittiplatsch: wer bist du, der du meinen namen trägst?

    @chaosphoenix: bei ersten anzeichen einer geisteskrankheit empfehle ich die tagesklinik in der königstraße. geh‘ hin und es wird noch schlimmer, aber du merkst es nicht. das leben kann so schööööön sein …

  3. @Mutter
    Wieso, warst Du wegen eventuell eingebildeter Telepathie da?

  4. Pittiplatsch ist seit jeher mein Name und zu meiner Person: Ich bin der Engel aus Spanien.

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