Eine Wundertüte voller Text und Magie

Wie schnell die Zeit vergeht, sieht man an der Häufigkeit wie oft bestimmte Daten wiederkehren. Wir nutzen Daten, Skalen und Formeln, um uns das Leben greifbarer zu machen. Mit dem Chaos können die meisten Menschen nicht umgehen. Alles muss greifbar, verständlich und in mundgerechten Häppchen sein. Aber es ist oft nicht so einfach etwas in diese Häppchen zu teilen, besonders weil das Leben zu groß und zu komplex ist, als das eine Person es verstehen könnte.

Trotzdem sitze ich bei bewölktem Himmel mit Tiffy im Garten und mache mir gedankenüber das Leben. Die Schmetterlinge geben sich Mühe, es nach Sommeraussehen zu lassen und warum gerade immer wieder Spinnen auf mich herunterfallen, will ich gar nicht wissen.

Ich habe im Moment gar keine Lust einen Blogeintrag zu schreiben. Ich schreibe lieber an meinen Hausarbeiten (ja, ehrlich!) undüberlege mal eine Kurzgeschichte zu schreiben. Mir fallen immer so viele Dinge ein,über die ich schreiben könnte. Von Horror bis Humor. Vielleicht kann ich das ja kombinieren? Wer denkt, ich soll mal eine Geschichte schreiben, kann das hier in den Comments hinterlassen. Bei vier Ja-Stimmen fange ich an, da hier aber immer gähnende Leere herrscht, bin ich aber sicher.

Ja warum schreibe ichüberhaupt? Ganz einfach: Wenn dieses Posting erscheint, sind Sophie und ich ganze zwei Jahre zusammen. Deswegen auch die Einleitung. Auch wenn ich eher chaotisch angelegt bin, ich mag Jubliäen sehr gerne. Trotzdem kann man nicht alleine von der Zeit darauf schließen, wie groß die Leistung war, zwei Jahreüberstanden zu haben. Das klingt jetzt so, als wäre es ein Schicksalsschlag (in die Eier), dass wir zusammengekommen wären. Nein! Das war es nicht, aber es war eine sehr schwere Zeit. Wenn ich an meine Krankheit, Geld- und (noch bestehenden) Unisorgen denke. Dazu kamen ihre Probleme mit sich, mit mir, mit der Arbeit und den Freunden. Aber egal, wie es gerade um uns stand, wir waren immer füreinander da, haben für uns immer das ich zurückgestellt. Aber jetzt geht es darum zulernen auch ich im uns zu sein.

Wenn man nicht weiß, wer man ist und wohin mal will, fällt es schwer, mit jemandanderem irgendwohin zu gehen. Man nimmt falsch auf, was der andere ausstrahlt und gibt schlecht wieder, was einen bewegt. Das macht es nicht leicht wasübereinander zu lernen und das muss man, immer wenn man eine Beziehung führt. Wie heißt es so schön: Man lernt nie aus. Aber gerade in Beziehungen wird das oft vernachlässigt. Man muss sich zuhören und immer wieder offen sein für neue Seiten. Jeder von euch entwickelt sich weiter, im Kleinen wie im Großen. Es gibt bestimmt noch Dinge, die ihr selbst nichtüber euch wisst und andere Dingeändern sich. Ihr seid also ständig in Bewegung und so ist es auch euer Partner.

Ich habe zum Beispiel gestern etwas neuesüber mich gelernt. Jahrelang mecker ichüber das schlechte Wetter und gestern fand ich heraus, dass ich es sehr schön finde, bei leichtem Wind, bewölktem Himmel und 14°C draussen zu sitzen. In der melancholischen Stimmung, kann ich wunderbar arbeiten. Genau, wie ich jetzt bei 10°C mehr mit Portwein diesen Eintrag schreibe.

Ich messe auch und versuche alles in eine Skala zu packen. Die zwei Jahre waren eben nicht einfach nur zwei Jahre. Es war schwerer als das meiste andere. Aber ich habe mich weiterentwickelt, gelernt und bin gewachsen. Alles dank Dir. Es kamen neue Hobbys, an Talente zu glauben, die ich für nutzlos hielt und die Fähigkeit mittem im Dunkeln an das Gute zu glauben. Es waren eben nich einfach nur zwei Jahre, es war eine wunderschöne Zeit. Voller Lachen, Tränen und nicht viel dazwischen.

Wegen Dir kann ich stolzer darauf sein, ich zu sein. Auch wenn ich gut fand, etwas anders zu sein, habe ich nie gemerkt, dass ich auch etwas besonderes bin. Dafür bin ich Dir dankbar. Ich kann nicht alle Aspekte beleuchten, alles aufzählen und alles zeigen. Ich kann nur sagen, dass ichüber die Zeit froh bin und noch froher, mit Dir hier zu sein.

.: 36 Crazyfists – I’ll go until my Heart stops :.

6 Kommentare

  1. Also ich finde, du solltest eine Geschichte schreiben. Horros vieelcieht, passend zu deiner Stimmung. Das wird sicher gut. 🙂

  2. Ich finde auch, dass du eine Geschichte schreiben solltest. Aber was Komisches wäre viel besser! Gib dir Mühe, dann hellt sich auch deinen Stimmung auf.

  3. Hey cool, eine neue Geschichte. Ich würde gerne mal wieder eine gute Fantasy Geschichte lesen. Schreib doch mal eine!

  4. Horror – Horror ist gut. Schön düster und gruselig. Muss gar net blutig sein…
    Ja, du solltest langsam anfangen…

  5. Du bist ja so eine Schummlerin 😉

  6. Gar nicht! Das war ich nicht! Ich bin empört….

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