Artikel von Juli 30th, 2008

Paradoxe Logik

Es gibt schon Dinge, die einem den Geist verdrehen können. In dem Fall sind es mal wieder Kommentare aus der Spiele-Branche. An nicht vielen anderen Plätzen könnte im Moment ein Wegfall von Inhalten als Feature dargestellt werden. Das schlimme ist, daß sich das Gefühl aufdrängt, sie glauben an diese Aussagen. Immerhin wird bei Nintendo nicht verstanden, warum Spieler das Spiel Animal Crossing, nicht als Hardcore Spiel ansehen. Vielleicht war das auch nur eine Andeutung, das ein Tamagotchi heutzutage den maximal möglichen Tiefgang bietet, der noch zu erreichen ist. Es ging heute mit einem Review, nein zwei Reviews, zu Soul Calibur 4 los. Soul Calibur ist ein Beat’em Up, das sich immer durch eine schöne Story und eine damit verbundene Charakterentwicklung auszeichnete. Das war praktisch das Markenzeichen der Serie. In einem Videoreview von IGN.com hörte ich ganz versteckt in einem Nebensatz die Andeutung, das der Storymodus eher kurz sei, was aber in Wirklichkeit toll ist. Dann im Review von Gamespy.com wurde das ganze so ausgedrückt: As for other things Soulcalibur, the single-player modes, hardly the series‘ strongest suit, are a little better this go-round. That’s mainly because they’re fairly stripped-down and devoid of the overly elaborate devices that served to bloat past incarnations. Story mode is remarkably short; some might gripe at the five-round experience, but it cuts to the chase and give us what we want: the fast track to some gorgeous cinematics. Arcade mode is a bit longer, with a few more rounds tossed in for good measure, but it’s the simplistic Tower of Lost Souls that, despite its minimalist approach, works better than the clunky pseudo-RTS of Soulcalibur III’s Chronicles of the Sword. It’s a bit tougher, too. If you want to treasure hunt, you’ll have to meet certain victory parameters, which are often easier said than done. […] the single-player modes, hardly the series‘ strongest suit […] ich kenne da einige, die widersprechen würden. Es ist nicht nur toll, das nicht so viel drin ist, sondern alle Sprechen gerneüber Hilde, die so unwahrscheinlich gut ist, dass es auch unwichtig ist, wenn die Gastcharaktere (drei Jedis) das Spielgefühl kaputt machen, weil sie viel zu gut im vergleich zu den anderen Charakteren sind. Aber was will man erwarten, wenn Marktforschung Kreativität und Innovation ersetzt. Es kommt nur noch darauf an, was sich gut verkauft. Das wird dann so lange stream-lined bis es alles eine gleiche graue Masse ist....

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Das perfekte Dinner, Chainmail-style

Ich glaube, fünf Minuten Ruhm gibt es wohl für jeden, wenn man will. Dieses Mal ab es sie für Jürgen, den ich von Anni und aus dem Excalibur kenne.  Jürgen hat dort auch eine Zeit gearbeitet, war für meinen Geschmack aber zu viel Diva und auf eine bohrende Art und Weise altklug. Als Beweiß dafür, daß Fernsehen irgendwie nicht mehr das ist, was es mal war, fand man Jürgen im Perfekten Dinner auf Vox wieder. Das Perfekte Dinner zeichnet sich, finde ich, einerseits oft durch Kandidaten aus, die sich entweder für eine Art Bienenkönigin halten und einfach davon ausgehen, man müsste um sie Schwirren. Andererseits aber auch durch Menschen, die durch ihre gut ausgeprägte Eitelkeit denken, sie müssten (und könnten!) den Menschen ein Grundniveau an Kultur beibringen. Die wenigsten hatten wirklich Klasse. Jürgens Dinner (wenn man Jürgen mal ausklammert) war insofern etwas gutes, weil er die Menschen versucht hat rauszubringen, aus dem standard Show Off Wettbewerb. Natürlich damit er gewinnt, aber trotzdem – es war mal was anderes. War es das? Ja für das Perfekte Dinner zumindest. Vergleicht man aber sein Menue mit den Menues des Excalibur (und auch den Bildern wie z.B. hier), dann fällt schon eine gewisse Ähnlichkeit zum Excalibur auf. Eher gesagt, das Essen war fast identisch. Was auch im nachhinein kein Wunder ist, den wie man sieht, hat das Excalibur nachgeholfen. Nicht, dass das Excalibur schlecht ist, es ist sogar ausgezeichnet gut. Aber gehört zu einem perfekten Dinner nicht eine eigene Idee? Menschen denen das gefiel, sollten mal im Excalibur vorbeischauen, da gibt es das Orginal. So ist wohl auch Werners versteckte Botschaft 😉 Nunja, aber auch Jürgen passiertem was bei solchen Events passiert. Auch wenn es erst als gut empfunden wurde, wird es den Menschen ab und zu unbequem, wenn es auf dauer zu ungewohnt ist. Auch für niveauvolle Dinnerdiven gilt oft „Was ich von Mami nicht kenne, das esse ich auch nicht!“ Den Eindruck hat man schon ab und zu während der Sendung bekommen und man bekommt ihn vor allem auch bei der Rezept Bewertung im Internet. Zum Beispiel Susi E. ist sehr entrüstetüber die Deko: Um Himmels Willen. War da kein Tierschützer in der Nähe. Einfach nur pervers, den Fuchs als Deko auf den Tisch zu legen. Sowas würde bei mir noch nicht mal auf den Boden liegen. Während regenbogen eher vom Menue einen Würgereiz bekommt: das dinner, wäre jetzt gar nichts...

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