Blogocalypse

Eine der Regeln der Welt ist, dass wenn man nichts zu tun hat, etwas zu tun bekommt. Eine andere ist, dass wenn man viel zu tun hat, noch mehr zu tunbekommt. Freitag war, zumindest geplant, mein Nichts-Tu-Tag. Donnerstag habe ich sechs Stunden mit Saugen, Fensterputzen, Staubwischen, Umräumen und Polieren verbracht. Nach diesen sechs Stunden war immerhin ein Raum fertig, das Arbeitszimmer. Es erstrahlt in neuem Glanz und optimierter Ergonomie. Sophies Sachen sehen endlich nicht mehr reingequetscht aus, sondern sind Teil des Zimmers und Staub gibt es dort auch nicht mehr.

Als Sophie und ich dann beim Abendessen entspannten, schien Nori nicht mit meinem Tagwerk zufrieden gewesen zu sein und verschüttete 1/2 Liter Rotwein auf dem Boden. Den ich dann in der nächsten Stunde mit Salz und knapp 15 Litern Wasser aus dem Teppich schruppte. Auch das war irgendwann erledigt und es näherte sich der Nichts-Tu-Freitag…

Als ich Freitag morgen den PC anschaltete, um mich auf diversen Nachrichtenseiten rumzutreiben, bemerkte ich, dass statt meines Blogs eine rote Warnseite erschien. Ah ja – die Google Warnung war wieder da. Dabei war alles so schön still, seit der Mensch von Google Deutschland sich darum gekümmert hatte. Jetzt war alles wieder beim alten. Google hatte mich als badware Verbreiter geflagt und Firefox wollte mich nicht mehr auf meine eigene Seite lassen. Natürlich wurde auch wieder nur festgestellt, dass ich böse bin und nicht genau mitgeteilt, was ich eigentlich getan habe.

Ich entschied mich zur Radikalkur. Da sowieso die neue Version von WordPress erschienen war, habe ich die Dateien des Blogs gelöscht und neu aufgespielt. Unter anderem habe ich mich vom Visitor Map Plugin verabschiedet und von Google Analytics. Also ist der Blog bis auf das Zotero Metadaten Plugin jetzt ziemlich schnickschnackfrei, wobei ich Googleanalytics wohl wieder einbauen werde.

Das Blogupdate lief nicht so, wie sonst. Fehlermeldungenüberzogen meinen Bildschirm und ich sah mein Netz-Leben vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Nach dem Datenbank update fehlten einige Dinge. Inklusive Kategorien, dem Adminbereich, Umlauten und Absätzen. Im WordPress Forum habe ich dann erfahren, dass die Fehler davon kommen, dass WordPress jetzt den UTF8 Zeichensatz versteht. Leider kann UTF8 vieles, ausser mit einigen Datenbanken sprechen. Wenn man im Sidebar von WordPress eigenen Text hat (meine Lizenz), kann das bei bestimmten Zeichen die Installation fehlschlagen lassen. In den nächsten Stunden habe ich das ganze dann repariert. Einzelne Datensätze in einer Datenbankändern macht ja so einen Spaß. Immerhin macht es noch mehr Spaß als das Folgende. Die Kategorien waren immer noch weg und irgendwie auch verloren. Darum musste ich alle löschen und bin jetzt inzwischen 11 Stunden dabei alle Postings mit Kategorien und Schlagworten zu versehen.

Immerhin habe ich zwei Fehler gefunden und zwar, denke ich, die Fehler, die Google mir ankreidet. In zwei Beiträgen war Spam im Quellcode versteckt. Leerzeichen die mit einem Link verbunden waren. Meine Gallerie war ja vor einiger Zeit Opfer eines Hackangriffs, anscheinend hatte ich auch eine Sicherheitslücke im Blog. Ich frage mich nur, wie jemand daran gekommen ist. Der Spam war derübliche Viagra/ Texas Hold’em Poker Spam. Das sah eher nach einen Bot aus, also wie kommt ein Bot in meinen Blog?

Also bin ich jetzt noch dabei den Blog weiter zuüberarbeiten. Es müssen noch einige Beiträge auf Spam geprüft werden und auch sonst hat die WordPress Installation einige Bugs. Der Texteditor ist z.B. auch sehr kaputt. Aber darum kümmere ich mich später

.: Baaaad Spellah – Rhyme of the Nibelungen :.

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