Artikel von Juli, 2008

Paradoxe Logik

Es gibt schon Dinge, die einem den Geist verdrehen können. In dem Fall sind es mal wieder Kommentare aus der Spiele-Branche. An nicht vielen anderen Plätzen könnte im Moment ein Wegfall von Inhalten als Feature dargestellt werden. Das schlimme ist, daß sich das Gefühl aufdrängt, sie glauben an diese Aussagen. Immerhin wird bei Nintendo nicht verstanden, warum Spieler das Spiel Animal Crossing, nicht als Hardcore Spiel ansehen. Vielleicht war das auch nur eine Andeutung, das ein Tamagotchi heutzutage den maximal möglichen Tiefgang bietet, der noch zu erreichen ist. Es ging heute mit einem Review, nein zwei Reviews, zu Soul Calibur 4 los. Soul Calibur ist ein Beat’em Up, das sich immer durch eine schöne Story und eine damit verbundene Charakterentwicklung auszeichnete. Das war praktisch das Markenzeichen der Serie. In einem Videoreview von IGN.com hörte ich ganz versteckt in einem Nebensatz die Andeutung, das der Storymodus eher kurz sei, was aber in Wirklichkeit toll ist. Dann im Review von Gamespy.com wurde das ganze so ausgedrückt: As for other things Soulcalibur, the single-player modes, hardly the series‘ strongest suit, are a little better this go-round. That’s mainly because they’re fairly stripped-down and devoid of the overly elaborate devices that served to bloat past incarnations. Story mode is remarkably short; some might gripe at the five-round experience, but it cuts to the chase and give us what we want: the fast track to some gorgeous cinematics. Arcade mode is a bit longer, with a few more rounds tossed in for good measure, but it’s the simplistic Tower of Lost Souls that, despite its minimalist approach, works better than the clunky pseudo-RTS of Soulcalibur III’s Chronicles of the Sword. It’s a bit tougher, too. If you want to treasure hunt, you’ll have to meet certain victory parameters, which are often easier said than done. […] the single-player modes, hardly the series‘ strongest suit […] ich kenne da einige, die widersprechen würden. Es ist nicht nur toll, das nicht so viel drin ist, sondern alle Sprechen gerneüber Hilde, die so unwahrscheinlich gut ist, dass es auch unwichtig ist, wenn die Gastcharaktere (drei Jedis) das Spielgefühl kaputt machen, weil sie viel zu gut im vergleich zu den anderen Charakteren sind. Aber was will man erwarten, wenn Marktforschung Kreativität und Innovation ersetzt. Es kommt nur noch darauf an, was sich gut verkauft. Das wird dann so lange stream-lined bis es alles eine gleiche graue Masse ist....

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Das perfekte Dinner, Chainmail-style

Ich glaube, fünf Minuten Ruhm gibt es wohl für jeden, wenn man will. Dieses Mal ab es sie für Jürgen, den ich von Anni und aus dem Excalibur kenne.  Jürgen hat dort auch eine Zeit gearbeitet, war für meinen Geschmack aber zu viel Diva und auf eine bohrende Art und Weise altklug. Als Beweiß dafür, daß Fernsehen irgendwie nicht mehr das ist, was es mal war, fand man Jürgen im Perfekten Dinner auf Vox wieder. Das Perfekte Dinner zeichnet sich, finde ich, einerseits oft durch Kandidaten aus, die sich entweder für eine Art Bienenkönigin halten und einfach davon ausgehen, man müsste um sie Schwirren. Andererseits aber auch durch Menschen, die durch ihre gut ausgeprägte Eitelkeit denken, sie müssten (und könnten!) den Menschen ein Grundniveau an Kultur beibringen. Die wenigsten hatten wirklich Klasse. Jürgens Dinner (wenn man Jürgen mal ausklammert) war insofern etwas gutes, weil er die Menschen versucht hat rauszubringen, aus dem standard Show Off Wettbewerb. Natürlich damit er gewinnt, aber trotzdem – es war mal was anderes. War es das? Ja für das Perfekte Dinner zumindest. Vergleicht man aber sein Menue mit den Menues des Excalibur (und auch den Bildern wie z.B. hier), dann fällt schon eine gewisse Ähnlichkeit zum Excalibur auf. Eher gesagt, das Essen war fast identisch. Was auch im nachhinein kein Wunder ist, den wie man sieht, hat das Excalibur nachgeholfen. Nicht, dass das Excalibur schlecht ist, es ist sogar ausgezeichnet gut. Aber gehört zu einem perfekten Dinner nicht eine eigene Idee? Menschen denen das gefiel, sollten mal im Excalibur vorbeischauen, da gibt es das Orginal. So ist wohl auch Werners versteckte Botschaft 😉 Nunja, aber auch Jürgen passiertem was bei solchen Events passiert. Auch wenn es erst als gut empfunden wurde, wird es den Menschen ab und zu unbequem, wenn es auf dauer zu ungewohnt ist. Auch für niveauvolle Dinnerdiven gilt oft „Was ich von Mami nicht kenne, das esse ich auch nicht!“ Den Eindruck hat man schon ab und zu während der Sendung bekommen und man bekommt ihn vor allem auch bei der Rezept Bewertung im Internet. Zum Beispiel Susi E. ist sehr entrüstetüber die Deko: Um Himmels Willen. War da kein Tierschützer in der Nähe. Einfach nur pervers, den Fuchs als Deko auf den Tisch zu legen. Sowas würde bei mir noch nicht mal auf den Boden liegen. Während regenbogen eher vom Menue einen Würgereiz bekommt: das dinner, wäre jetzt gar nichts...

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Demokratie funktioniert doch!

Ohne weitere Worte, außer „Oh man, oohh man.“ Verweise ich auf einen Spiegelartikel .: Gorillaz – Dare :.

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Blogocalypse

Eine der Regeln der Welt ist, dass wenn man nichts zu tun hat, etwas zu tun bekommt. Eine andere ist, dass wenn man viel zu tun hat, noch mehr zu tunbekommt. Freitag war, zumindest geplant, mein Nichts-Tu-Tag. Donnerstag habe ich sechs Stunden mit Saugen, Fensterputzen, Staubwischen, Umräumen und Polieren verbracht. Nach diesen sechs Stunden war immerhin ein Raum fertig, das Arbeitszimmer. Es erstrahlt in neuem Glanz und optimierter Ergonomie. Sophies Sachen sehen endlich nicht mehr reingequetscht aus, sondern sind Teil des Zimmers und Staub gibt es dort auch nicht mehr. Als Sophie und ich dann beim Abendessen entspannten, schien Nori nicht mit meinem Tagwerk zufrieden gewesen zu sein und verschüttete 1/2 Liter Rotwein auf dem Boden. Den ich dann in der nächsten Stunde mit Salz und knapp 15 Litern Wasser aus dem Teppich schruppte. Auch das war irgendwann erledigt und es näherte sich der Nichts-Tu-Freitag… Als ich Freitag morgen den PC anschaltete, um mich auf diversen Nachrichtenseiten rumzutreiben, bemerkte ich, dass statt meines Blogs eine rote Warnseite erschien. Ah ja – die Google Warnung war wieder da. Dabei war alles so schön still, seit der Mensch von Google Deutschland sich darum gekümmert hatte. Jetzt war alles wieder beim alten. Google hatte mich als badware Verbreiter geflagt und Firefox wollte mich nicht mehr auf meine eigene Seite lassen. Natürlich wurde auch wieder nur festgestellt, dass ich böse bin und nicht genau mitgeteilt, was ich eigentlich getan habe. Ich entschied mich zur Radikalkur. Da sowieso die neue Version von WordPress erschienen war, habe ich die Dateien des Blogs gelöscht und neu aufgespielt. Unter anderem habe ich mich vom Visitor Map Plugin verabschiedet und von Google Analytics. Also ist der Blog bis auf das Zotero Metadaten Plugin jetzt ziemlich schnickschnackfrei, wobei ich Googleanalytics wohl wieder einbauen werde. Das Blogupdate lief nicht so, wie sonst. Fehlermeldungenüberzogen meinen Bildschirm und ich sah mein Netz-Leben vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen. Nach dem Datenbank update fehlten einige Dinge. Inklusive Kategorien, dem Adminbereich, Umlauten und Absätzen. Im WordPress Forum habe ich dann erfahren, dass die Fehler davon kommen, dass WordPress jetzt den UTF8 Zeichensatz versteht. Leider kann UTF8 vieles, ausser mit einigen Datenbanken sprechen. Wenn man im Sidebar von WordPress eigenen Text hat (meine Lizenz), kann das bei bestimmten Zeichen die Installation fehlschlagen lassen. In den nächsten Stunden habe ich das ganze dann repariert. Einzelne Datensätze in einer Datenbankändern macht ja so einen Spaß. Immerhin macht es...

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Ich blogge, also bin ich.

Jetzt wird es kompliziert. Das ist ein Trackback zu Blogposting von Spiegelfechterüber den Spiegelblogüber die Blogs. Wer das nicht verstanden oder trotzdem noch Interesse hat, der darf auch später auf die Links klicken. Ich blogge, also bin ich..?  Also blogge ich, weil ich sonst nicht(s) bin? Bloggen ist für mich schon eine erweiterung des cogito ergo sum. Bloggen hilft zu reflektieren. Der Spiegel nennt deutsche Blogger „unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ (Die Beta-Blogger, 2008) Das kann gut sein. Blogs sind und bleiben für mich online Logbücherüber ein Themengebiet und den persönlichen Kontakt damit. Historiker schreibenüber ihre herangehensweeise an Themen, Autorenüber ihre Themenfindung und Teensüber Titten. Man schreibt was im eigenen Kopf vorgeht, natürlich ist das selbstbezogen. In den meisten Fällen liegt die vorgeworfene mangelnde Professionalität auch im Kern der Sache. Hier schreiben Laien, keine Fachwissenschaftler und Journalisten. Eben deswegen sollte sich der Spiegel weniger bedroht durch Blogs (und mehr durch andere elektronische Medien) fühlen. Der Spiegel könnte durch Recherche, Qualitätskontrolle und Erfahrung ein höheres Niveau bieten als ein kleiner Blog, auch wenn er im Moment fehlschlägt. Wenn Blogs das eigene Interesse wiederspiegeln,  dann ist es sowohl traurig als auch verständlich, dass sie unpolitisch sind. Deutsche haben sich von der Politik abgekappselt, fühlen sich machtlos. Durch das Bloggen wird man nicht automatisch zum aktiv politischen Wesen. Es wird nicht nur gebloggt, umüber Politik zu philosophieren, sondern oft umüber das tägliche Leben zu reflektieren (auch oft unbewußt). Wenn dort etwas Politisches vorkommt bin ich froh, aber wenn nicht, gibt das Zeugnisüber das Politische bewußtsein. Es ist dann nicht die Schuld der Blogs, dass sie unpolitisch sind, sondern der politischen Meinungsbildung. Das Web bietet zwar eine vielfalt an Meinungen, aber infiziert die Nutzer nicht sofort mit politischem Aktivismus. Blogs sind immer noch etwas anderes als Nachrichtenseiten, auch wenn das Prinzipöfter verdreht wird. Wer ein großes Kapital hat und mit einer Belegschaft von einigen Leuten regelmäßig Artikelüber bestimmte Themen schreibt, verlässt für mich die Bloglandschaft und nennt sich nur noch Blogger, um in zu wirken. Deswegen sind wir vielleicht auch so machtlos, weil der Machterwerb nicht unbedingt das Hauptziel vieler Blogs ist. Noch mal zusammenfassend: Blogs bieten ein Medium der Reflektion. Zum klar werden darüber, was man denkt und was man ist.  Man arbeitet kreativ und sieht am Ende ein Produkt seiner Mühen. Wer die Welt nicht verändern will und auch nicht ausschließlich Werbung betreibt, ist hier keineswegs falsch. Ein Blog ist,...

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