Artikel von Mai, 2008

Wissensüberfluss

Neben anrüchtigen Bildern und raubkopierter Software findet man im Internet vor allem Informationen. Ein Vertreter von Wikipedia meinte auf einem Vortrag in Hannover einmal, dass Speicherplatz, besonders für Texte, heutzutage kein Thema mehr sei. Das spiegelt sich auch in der endlosen Produktion von Texten wieder. Ich denke nicht, dass es möglich ist jeden Tag alle neuen Texte zu lesen, selbst wenn man sich dabei auf eine Sprache beschränkt. Zwar habe ich nicht versucht alles zu lesen, was so erscheint, aber ich habe die letzten Tage viel zu ausführliche Runden im Internet. Mit anderen Worten: Mein Kopf explodiert. Selbst wenn man nur relativ regelmäßig Foren und Blogs patrouilliert und sich dazu auch Gedanken macht, kann schon ein großer Leseaufwand dabei entstehen. Blogs, Foren, Wikieinträge, Artikel und eMails haben mich die letzten drei Tage sehr stark beschäftigt und das etwas zu sehr. Zuerst einmal hat mich das Lesen vom eigentlichen Arbeiten abgelenkt. Zwar ist das Anhäufen von Wissen natürlich auch Arbeit und durchaus sinnvoll, besonders wenn es sich dabei um Diskurse in der Forschung handelt. Trotzdem habe ich die Dinge, die ich eigentlich erledigen wollte nicht mal angefangen. Außerdem habe ich mal wieder gemerkt, wie intensive Lesearbeit auslaugen kann, mich zumindest. Man muss eben selbst Zensor spielen und das Filtern, was man braucht, sonst steigt der Aufwand ins unendliche und die Projekte werden trotzdem nicht fertig. Ich erledige jetzt erstmal weiter den Ärger mit Google und dem Finanzamt (für den ich auch einiges an Lesestoff herangezogen habe), dann mach ich mal einen Tag Pause und kriege den Kopf wieder frei. Das schreiben leidet auch darunter, aber ich zwinge mich noch dazu die letzten Blogeinträge fertig zu schreiben. .: Powerman 5000 – When Worlds Collide...

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Zotero

Um etwas Werbung zu machen, stelle ich nur kurz meine Notizen zum Browserplugin Zotero vor, das jedem, der im Internet als Quelle arbeitet nützlich sein kann. Warum Zotero? Im Internet herrscht das Chaos. Mal mehr, mal weniger aber durch die Einfachheit Inhalte zu kreieren, verändern oder zu löschen bleibt es im ständigen Wandel. Das Internet ist praktisch der kollektive Wille Einzelner, und eben dadurch bestimmt welche Individuen gerade ihre Vorstellungen realisieren. Zotero bringt eine nachvollziehbare Statik in den Raum. Durch einen geringen Aufwand kann man relevante Dokumente katalogisieren und vor allem im Zustand, indem es als Quelle diente, konservieren. Bookmarks oder Favoriten sind dem Prinzip von Zotero augenscheinlich sehrähnlich, aber Zotero geht ein paar Schritte weiter, so wie Bibliothek einer losen Zettelsammlungüberlegen ist. Wobei die Qualität der Zotero-Bibliothek natürlich der Gewissenhaftigkeit ihres Verwalters Rechnung trägt. Aber das gilt für jede Art der Recherche. Die Möglichkeit Zotero direkt in Word oder Writer (OpenOffice) einzubinden, erleichtert die Erstellung von Literaturverzeichnissen sehr. Selbst, wenn man Zotero nicht direkt einbindet, kann man die gewünschten Quellen exportieren und im Wunschformat in seinen Text einbauen. Es erleichtert die Arbeitsweise indem es: • Metainformationenüber die Webseite erfasst und speichert. (Autor, Adresse, Thema, Zusammenfassung etc.) • Webseiten, PDFs und viele andere Dateien können mit Zotero erfasst und gespeichert werden. Das ermöglicht das Offline-Arbeiten an webbasierendem Inhalt und stellt die Quelle in der Form sicher, in der sie zitiert wurde. • Der so entstehende Katalog kann flexibel durchsucht und bearbeitet werden. Quellen können mit Notizen und Stichwörtern (Tags) versehen werden, um sie Kategorien zuzuordnen und besser durchsuchbar zu machen. • Quellenangaben können vorformartiert in vielen Zitierstilen exportiert werden. • Durch die OpenSource Lizenz kann entstehen viele Erweiterungen. Zotero kann zur Zeit auch direkt in Word oder OpenOffice integriert werden, was eine bequeme Erstellung von Literaturverzeichnissen erlaubt. Außerdem werden WordPress basierende Blogs durch ein Plugin unterstützt, was etwas Zitierbarkeit in das Blogchaos bringt und den Wissenschaftlichen Dialogüber Blogs weiterbringt. Links: Zotero Homepage Was ist...

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Videoblog bei Henry's

Uns war langweilig und das essen kam nicht. Videoblog bei Henrys

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Mal wieder: Gewalt durch Spiele

Auf N24.de gibt es einen Berichtüber eine neue Studie, die feststellt, dass Spiele Jugendkriminalität fördern. Anstatt das nun wieder bis zum Erbrechen zu diskutieren, stelle ich lieber Fragen, die wahrscheinlich sowieso niemand beantworten kann und will. Warum werden in dem Artikel Bilder und Beispiele von Spielen, die indiziert sind? Also nicht mal für Erwachsene erhältlich. Warum werden bei Berichtenüber Jugendgewalt immer wieder nicht jugendfreie Spiele aufgezählt? Warum haben Jugendliche solche Spiele? Und warum sind Spiele daran schuld, dass der Verkauf schlecht geregelt wird? Wurden die Personen gewaltbereit durch die Spiele oder spielen sie solche Spiele, weil sie schon gewaltbereit waren? Warum sind so viele Jugendliche arm? Warum ist das Bildungsniveau so niedrig? Warum entwickelt sich keine gesetzestreue Ethik? Was ist mit Filmen? Büchern? Schützenvereinen? Cliquen in und durch Sportclubs? Alkohol? Drogenmissbrauch? Und zuletzt  wo sind eigentlich die Eltern? Keine Ahnung, seit wann ich auch Shooter spiele, mindestens seit 14. Ich hatte keine intakte Familie, wurde in der Schule jahrelang aufgrund meiner Größe gehänselt. Bin ich Amok gelaufen? Nein. Stattdessen bin ich ein verquerer Neo-Intellektueller, der ganz viel Müll schreibt. Das ist wohl nur etwas besser, aber immerhin widerspricht es der „Endstation Shooter-Gewalt“. .: In Extremo – Sängerkrieg...

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Prinz Eisenherz – eh Iron Man!

Es war mal wieder soweit. Wieder wurde unschuldiges Popcorn in Massen vernichtet. Das ist auch richtig so. Immerhin kann das eintönige Leben der Maiskörner nicht immer so weiter gehen. Jeden Tag reifen sie in ihren spartanischen Massenwohnungen dahin, da muss man sie doch befreien. Eh ja tut mir leid, weiter im Text. Gestern haben wir uns Iron Man im Kino angesehen und ich bin sehr zufrieden, fast schon euphorisch. Meiner ganz subjektiven Meinung nach, war das erstklassiges Popcorn-Kino. Iron Man wurde sehr gut in die heutige Zeit transferiert und die Story sehr gut, mit Humor aufgelockert, erzählt. Die Bilder sind phantastisch und die Sprüche bissig, die Gitarren-lastige Musik rundet das Spektakel ab. Wenn einige Ironman-Fans mit Teilen des Filmes unzufrieden sind, kann ich das verstehen, weil er teilweise mit der Originalvorlage bricht. Aber meiner Meinung nach ist das kein Stilbruch, sondern eben eine neue, moderne Version einer alten Geschichte., ohne sie dabei zu ver-mainstreamen. Selbst als Spider-Man-Fan muss ich sagen, dass dieser Film für mich eine der besten Comic Verfilmungen ist. Wer den Englischen Patient sucht oder den Aviator sehen möchte ist hier falsch, aber dafür gibt es hier gute Action, böse Wichte und ganz viel Wumms. Für Kenner der Comics, gibt es am Ende noch einen kleinen Seitenhieb und einen Schlag Mitten ins Gesicht. Aber gerade der Schlag war einer der Momente, die mit einem „verdammt, wie cool!“ diesen Film...

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