Wissensüberfluss

Neben anrüchtigen Bildern und raubkopierter Software findet man im Internet vor allem Informationen. Ein Vertreter von Wikipedia meinte auf einem Vortrag in Hannover einmal, dass Speicherplatz, besonders für Texte, heutzutage kein Thema mehr sei. Das spiegelt sich auch in der endlosen Produktion von Texten wieder. Ich denke nicht, dass es möglich ist jeden Tag alle neuen Texte zu lesen, selbst wenn man sich dabei auf eine Sprache beschränkt.

Zwar habe ich nicht versucht alles zu lesen, was so erscheint, aber ich habe die letzten Tage viel zu ausführliche Runden im Internet. Mit anderen Worten: Mein Kopf explodiert. Selbst wenn man nur relativ regelmäßig Foren und Blogs patrouilliert und sich dazu auch Gedanken macht, kann schon ein großer Leseaufwand dabei entstehen. Blogs, Foren, Wikieinträge, Artikel und eMails haben mich die letzten drei Tage sehr stark beschäftigt und das etwas zu sehr.

Zuerst einmal hat mich das Lesen vom eigentlichen Arbeiten abgelenkt. Zwar ist das Anhäufen von Wissen natürlich auch Arbeit und durchaus sinnvoll, besonders wenn es sich dabei um Diskurse in der Forschung handelt. Trotzdem habe ich die Dinge, die ich eigentlich erledigen wollte nicht mal angefangen.

Außerdem habe ich mal wieder gemerkt, wie intensive Lesearbeit auslaugen kann, mich zumindest. Man muss eben selbst Zensor spielen und das Filtern, was man braucht, sonst steigt der Aufwand ins unendliche und die Projekte werden trotzdem nicht fertig.
Ich erledige jetzt erstmal weiter den Ärger mit Google und dem Finanzamt (für den ich auch einiges an Lesestoff herangezogen habe), dann mach ich mal einen Tag Pause und kriege den Kopf wieder frei. Das schreiben leidet auch darunter, aber ich zwinge mich noch dazu die letzten Blogeinträge fertig zu schreiben.

.: Powerman 5000 – When Worlds Collide :.

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