Politische Philosophie: Politics, Macht und Konsens

Jetzt kommt harter Stoff. Ich lerne für meine Zwischenprüfung und muss das ganze Mal niederschreiben, damit ich etwas handfestes habe. Neben vielen, vielen Notizzetteln muss ich einfach mal frei denken können und dazu ist das hier mein Ventil. Hier folgt ein Teil meines Verständnisses der Politics Dimension des umfassenden Politikbegriffes und wie Macht und Konsens verwoben sind.

 

Zuerst einmal beschreibt Politics die durchführende Dimension der Politik. Zusammen mit Policy (Inhalt/ Ziele) und Polity (Grundlagen/ Verfassung) bildet sie charakteristischen, dreigeteilten Politik begriff. Wie schon gesagt beschreibt Politics den Prozess der politischen Verwirklichung von Zielen. Es wird davon ausgegangen, dass es auf dem Weg der Realisierung solcher Programme zu Konflikten kommt. Diese Konflikte kommen durch verschiedene Ideologien, mangelnde Ressourcen oder fehlendes Wissen zur Problemlösung zustande. Ich denke man kann den Punkt der Ideologien weglassen, wenn man voraussetzt, dass jeder am Prozess teilnehmende Akteur rational handelt. Das ist zwar, wie ich eingestehen muss, utopisch aber trotzdem wichtig. Ideologien wie Rechtsradikalismus entspringen oft (aber natürlich nicht nur!) Notsituationen, wie Ressourcenknappheit oder mangelnder Bildung und Vorurteilen. Es fehlen entweder die Ressourcen oder das Wissen zur Problemlösung. Durch mangelnde Ressourcen angestoßen, könnte man (die Ethik außen vor) die Ausschließung eines Teils der Bevölkerung als Lösungsansatz dafür sehen, die knappen Ressourcen besser zu verteilen.

 

Das gleiche gilt für das fehlende Wissen. Menschen schließen oft andere Mensche aus, wegen mangelndem Verständnis für fremde Bräuche und Ideen. Angst oder Abneigung allem unbekannten Gegenüber. Als weitere Ressourcen sind auch der Willen zur Verbesserung, Arbeitskraft und Zeit zu bedenken. Jedenfalls sind das für mich die Gründe Ressourcen und Wissen als Hauptgründe für Konflikte zu nennen.

 

Kommt so ein Konflikt auf, wie zum Beispiel, dass die Interessen mehrerer Gruppen kollidieren, da nur genug Ressourcen vorhanden sind, um ein Programm oder mehrere Teilweise durchzuführen, dann muss ein Konsens gefunden werden. Wie der Konsens aussieht hängt von der Verhandlungsposition der einzelnen Akteure ab. Genauer noch: von ihrer Macht andere für ihre Sache arbeiten zu lassen. Macht ist einer der zentralen Begriffe der Politikwissenschaft. Macht kann auf einigen Wegen erworben werden. Als Macht bezeichne ich in diesem Zusammenhang alle Mittel, um andere Teilnehmer an einem Prozess für die eigenen Interessen arbeiten zu lassen. In diesem weiten Verständnis kann Macht durch viele Wege erworben werden. Zum einen durch die Legitimation des Machtanspruches durch die Demokratie. Im Idealfall kann jemand mit wenig Geld, ohne Gewalt in einer Demokratie Macht erlangen. Nämlich nur dadurch, dass das Volk seinen Machtanspruch durch eine Wahl legitimiert. Im Gegensatz dazu steht in Gewaltherrscher der seinen Machtanspruch mit Zwang durchsetzt. Dazwischen gibt es viele Abstufungen. Man kann wirtschaftliche Macht haben und diese durch Geld, Lobbies und viele andere Wege in politische Macht umformen. Macht ist vielseitig. Hier sind auch Ethik und Ideologien (wodurch sie auch immer Zustande kamen) als Macht zu sehen. Ein politischer Vertreter kann es durch seine Religionszugehörigkeit schwerere oder leichter haben.

 

Macht und Konsens müssen nicht, aber können sehr gegenläufig sein. Je größer die Differenz der Machtverhältnisse sind, desto weniger ist die mächtigste Partei gezwungen einen Konsens einzugehen. Außerdem sagt die Konsensbildung nichtsüber den Sinngehalt des Zieles aus. Ein Konsens hat nichts damit zu tun, wie vernünftig ein Ziel ist, sondern nur wie wichtig es für die Partei ist. Eine schon mächtige und privilegierte Gruppe könnte ihre vorhandene Macht nutzen, um ihre Position weiter auszubauen, während ein anderer Teil der Bevölkerung entmachtet wird.

 

So jetzt habe ich sehr vielüber Macht und Konsens geredet, aber immer noch nicht darüber, was Politics eigentlich ist. Zum dritten Mal: Politics beschreibt die durchführende Dimension der Politik. Es wird versucht ein politisches Ziel durchzusetzen mit oder gegen die Interessen anderer. Auf dem Weg zur Verwirklichung müssen Hindernisseüberwunden werden, vor allem die Durchsetzung gegen die Interessen anderer Gruppen. Das wird durch einen Konsens erreicht, dessen aussehen von der Macht der einzelnen Akteure abhängt. Macht kann unter anderem durch Gewalt, Ethik, Vertragsrecht oder Geld erworben werden.

 

Irgendwie fehlt mir jetzt ein Fazit 😉 Egal, weiterlernen.

 

Edit: Verdammt ich schreibe zu Viel O.o

.: Metallica – Whiskey in the Jar :.

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