Artikel von Februar 19th, 2008

Requiem

Ich hatte bestimmt nicht das schlechteste Leben. Wenn man sich in der Welt so umschaut, dann kann man sagen, dass ich keine Ahnung habe, wie schlecht es jemandem wirklich gehen kann. Aber darum geht es nicht. Alle Gefühle, Erfahrungen und Eindrücke sind subjektiv. Nur ich kann fühlen wie ich, weil mein Leben, meine Erfahrung einzigartig ist. So wird jeder Moment auf eine einzigartige Weise wahrgenommen, soähnlich sie auch anderen sein mag. Das gilt für jeden Menschen. Man kann ahnen und vielleicht auch verstehen, was in jemandem vorgeht, aber man niemals identisch dasselbe fühlen. Also kann ich mein Leben nur so sehen, wie ich es sehen kann. So verstehen, wie ich es verstehen kann und eben nur so einordnen, wie ich es kann. Ich hatte bestimmt nicht das einfachste Leben. Geld wahr schon immer Segen und Fluch. So gerne ich es auch mag flexibel zu sein, manchmal, eigentlich immer, hätte ich gerne eine Familie gehabt, die vor allem eines ist, eine Familie. Keine Mischung aus Schlachtfeld, Zweckgemeinschaft und ab und zu aufkommendem Frieden. Müssen statt können, könnte auf unserem Familienwappen stehen. Inzwischen tue ich der Situation aber unrecht. Irgendwie wird versucht alles verlorene wieder aufzuholen. Aber ich bin inzwischen 25, leicht verkorkst und ziemlich freakig. Ich habe mein eigenes Leben und diese Freak Show muss erstmal in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Ich bin was ich bin und eigentlich bin ich stolz drauf. Jemand hat mir mal gesagt, dass es das Wort eigentlich nicht gibt. Damit hat sie völlig recht. Eigentlich benutzt man nur, um keine genaue Aussage treffen zu müssen, weil man sie sich a) nicht traut, b) nicht sicher ist oder c) sucht euch einen Grund. Ich bin stolz auf mein Leben und mich. Trotz dessen, dass ich bestimmt nicht alles richtig gemacht habe. Manchmal fühle ich mich verloren undängstlich ohne die Hilfe anderer. Deswegen versuche ich keine Fehler zu machen. Ich denke, dass ich mit jedem Problem fertig werden kann, aber ich habe auch natürlich Angst davor mich zu irren. Ich habe ziemlich viel durchgemacht undüberlebt. Noch besser, ich lerne viele Sachen dabei, auch wenn mir immer wieder auffällt, wie viel ich noch lernen muss. Da waren Dinge bei Larissa, die ich solange wir damals noch zusammen waren, nicht gesehen habe. Ich war ein ziemlicher Idiot, aber damit war ich in sehr guter Gesellschaft. Apro pos: Huhu! Ich weiß, dass du das hier immer noch liest :-p....

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