Artikel von Februar, 2008

Das Gespenst vom Schneiderberg

So, ich lerne. Ich kann mich nicht auf Karl’s Arbeit konzentrieren, weil mir die Zwischenprüfung im Kopf rum spukt, wie das Gespenst von Canterville. Der Blutfleck der Unsicherheit (oh – wie dramatisch), will auch bei mir nicht verschwinden. Zwar versuche ich ihn weiterhin durch Terminabsprachen und Selbstkonditionierung wegzuwischen, aber er taucht immer wieder auf. Unsicher macht mich nicht die Prüfung. Ich weiß, dass ich so ziemlich jedes Thema referieren kann, auch wenn ich davon vorher nie gehört habe. Aber dazu brauche ich drei Dinge: Ein Thema, etwas Zeit und einen Termin. Gut, ich habe zwei Themen. Die müssen aber noch weiter eingegrenzt werden. Wie meinte einmal ein Professor einer anderen Uni zu mir. „Was ist Politik? Diese Frage ist weder das Thema einer Prüfung noch einer Magisterarbeit – geschweige denn eines Referates. Diese Frage ist eine Lebensaufgabe.“ Nun gut, ich lebe – ich lebe hoffentlich morgen noch… also kann ich mit der Aufgabe anfangen. Alles begann mit einer Mindmap. Auf ihr stand Zentral der Begriff Politik, der dann auch sehr schnell von den Begriffen Macht, Bedürfnissen und Legitimation umring wurde. Inzwischen sind es mehrere Mindmaps, allesamt im Stil eines verwirrenden Picassos. Irgendwas nützliches für die Prüfung wird schon bei meinen Erkenntnissen dabei sein. Abgesehen davon lerne ich da fürs Leben (das sehe ich wirklich so). Ich lese gerade etwas von Rudolf Boehm, der, wie ich finde, ein paar gute Ansätze hat. Leider schreibt er etwas im Stile des 19. Jahrhunderts, auch wenn er inzwischen erst 80 ist. Aber er verwendet Worte, die inzwischen nicht nur umgangssprachlich anders genutzt werden. Es ist manchmal etwas schwer denn Sinn zu verfolgen und dabei bin ich nicht der schlechteste Lese-Versteher. Er schreibt nicht unnötig kompliziert, neigt aber auch dazu seine Sätze so stark zu verschachteln, dass es den Anschein weckt, als würde er das Wissen vor mir verstecken wollen. Aber das ist leider auch normal. Also Leute: Was ist Politik? .: Homestar Runner  – Trogdor...

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Requiem

Ich hatte bestimmt nicht das schlechteste Leben. Wenn man sich in der Welt so umschaut, dann kann man sagen, dass ich keine Ahnung habe, wie schlecht es jemandem wirklich gehen kann. Aber darum geht es nicht. Alle Gefühle, Erfahrungen und Eindrücke sind subjektiv. Nur ich kann fühlen wie ich, weil mein Leben, meine Erfahrung einzigartig ist. So wird jeder Moment auf eine einzigartige Weise wahrgenommen, soähnlich sie auch anderen sein mag. Das gilt für jeden Menschen. Man kann ahnen und vielleicht auch verstehen, was in jemandem vorgeht, aber man niemals identisch dasselbe fühlen. Also kann ich mein Leben nur so sehen, wie ich es sehen kann. So verstehen, wie ich es verstehen kann und eben nur so einordnen, wie ich es kann. Ich hatte bestimmt nicht das einfachste Leben. Geld wahr schon immer Segen und Fluch. So gerne ich es auch mag flexibel zu sein, manchmal, eigentlich immer, hätte ich gerne eine Familie gehabt, die vor allem eines ist, eine Familie. Keine Mischung aus Schlachtfeld, Zweckgemeinschaft und ab und zu aufkommendem Frieden. Müssen statt können, könnte auf unserem Familienwappen stehen. Inzwischen tue ich der Situation aber unrecht. Irgendwie wird versucht alles verlorene wieder aufzuholen. Aber ich bin inzwischen 25, leicht verkorkst und ziemlich freakig. Ich habe mein eigenes Leben und diese Freak Show muss erstmal in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Ich bin was ich bin und eigentlich bin ich stolz drauf. Jemand hat mir mal gesagt, dass es das Wort eigentlich nicht gibt. Damit hat sie völlig recht. Eigentlich benutzt man nur, um keine genaue Aussage treffen zu müssen, weil man sie sich a) nicht traut, b) nicht sicher ist oder c) sucht euch einen Grund. Ich bin stolz auf mein Leben und mich. Trotz dessen, dass ich bestimmt nicht alles richtig gemacht habe. Manchmal fühle ich mich verloren undängstlich ohne die Hilfe anderer. Deswegen versuche ich keine Fehler zu machen. Ich denke, dass ich mit jedem Problem fertig werden kann, aber ich habe auch natürlich Angst davor mich zu irren. Ich habe ziemlich viel durchgemacht undüberlebt. Noch besser, ich lerne viele Sachen dabei, auch wenn mir immer wieder auffällt, wie viel ich noch lernen muss. Da waren Dinge bei Larissa, die ich solange wir damals noch zusammen waren, nicht gesehen habe. Ich war ein ziemlicher Idiot, aber damit war ich in sehr guter Gesellschaft. Apro pos: Huhu! Ich weiß, dass du das hier immer noch liest :-p....

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Wildwechsel

Im Moment stehe ich da, wie ein Reh (oder eher ein stattlicher Hirsch – RrRrrrRrr) vor den beiden grellen Scheinwerfern eines 15-Tonners. Es wäre sinnvoll aus dem Weg zu gehen, aber es geht nicht. Ich denke daran, was ich noch alles machen will. Es warten zwei alte und ein neues Blogposting. Dann eine Studieüber die deutsche Wikipedia und einige Abrechnungen. Aber alles was ich sehe ist der Laster, der auf mich zuheizt. Von den ernsten Sachen abgesehen, würde ich gerne mehr Basteln, Spielen und Freunde sehen. Kino, Fastfood und Cocktails wären auch eine Alternative. Der Laster ist wohl meine Prüfung,über die ich noch nicht viel weiß, ausser dass ich bald ist. Ich habe keinen Termin, kein Thema und keinen Ort. Ich weiß, dass es Anfang März ist, das ist doch schon mal was. Alles andere erweißt sich, wie schonöfter erwähnt, sehr schwer. Es scheitert wieder an der Kommunikation. Dabei ist eine Email immer noch ein missverstandenes Medium. Ich dachte immer, man könnte sie nutzen, um Dinge zu klären, aber da liege ich wohl falsch. Klar ist es persönlich besser, aber manchmal geht es nicht. Genau wie dieses Mal. Anstatt dass man per Email einen Termin für ein Gespräch abspricht, musste ich nach Hannover, mich in die Sprechstunden-Liste eintragen,  nur um dann festzustellen, dass alle Termine bis Ende März ausgebucht sind. 80 Minuten Fahrt umsonst. Eine Terminabspracheüber StudIp zu machen, wäre wohl zu innovativ. Naja, jetzt haben ich einen Sondertermin und hoffe, dass ich (jetzt noch mal 10 Tage später) endlich klären kann, was denn eigentlich in meiner Prüfung dran kommt, außer „Politik“.Ich muss mich einfach mal wieder zusammenreißen und die anderen Sachen erledigen. Selbst, wenn ich einfach nichts mache und die Zeit genieße. Nur auf die Scheinwerfer starren ist definitiv sinnlos. Ich mache am besten das, was ich kann. Den Kopf senken, Anlauf nehmen und dem Laster einen guten Aufprall bieten. Am Ende stehe ich sowieso noch. .: He is Legend – Stampede...

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Love Stuff

Love Stuff

Love Stuff bearbeitet Ursprünglich hochgeladen von chaosphoenx Meine heiligen Fetische des Kapitalismus. Love stuff! Wollte nur mal Fotos...

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PC als Spieleplattform zweitrangig

Nur ein kurzes Posting. Epic Games beschreibt, was ich auch denke. Dass die PC Spiele immer langweiliger, dümmer und simpler werden. Während die Konsolenspiele zunehmend an Komplexität gewinnen. Früher war das genau anders rum. Schade eigentlich, dass ich einen teuren Spiele PC habe ;-)  Stimmen tuts leider trotzdem. Ein gutes Beispiel dafür ist das Spiel Sins of a Solar Empire, dass wie eine Mischung aus Homeworld und Master of Orion funktioniert. In Amerika ist es ein Verkaufserfolg, in Europa findet es keinen Publisher, weil sich solche Spiele nicht rentieren. Komisch.. das es bei Gamestats zumindest 4. heissestes Spiel jedenfalls nach News, Clicks und Traffic ist.  Naja Counterstrike und World of Warcraft haben die PC Spieler jedenfalls zunehmend simplifiziert, während es auf der Konsole anders rum war. Noch mal: Schade eigentlich.  .: Disturbed – Violent Fetish...

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