Artikel von Januar, 2008

Bob Marley gegen das Ende der Welt

Die Sache mit Filmkritiken ist, sie sind subjektiv. Man kann zwar Machart,  schauspielerische Leistung, Effekte, Story und das alles Bewerten, aber nach solchen Gesichtspunkten allein, kann man selten sagen, dass der einem selbst gefallen hat. Höchstens, dass er qualitativ gut gemacht war. Wir haben gestern Nacht noch I am Legend im Kino gesehen. Der Keller stand unter Wasser und wir konnten nichts tun. Also haben die Ratten das sinkende Schiff verlassen und sind in die Stadt gefahren. Ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Ich kann verstehen, wenn sich an dem Film die Geister scheiden, aber für mich steht fest, dass I am Legend mir sehr gut gefallen hat. Kudos an den ehemaligen Fresh Prince für seine Leistung und die Entwicklungüber die letzten Jahre. Ich habe vorher nicht vielüber den Film gelesen, weil ich mich immer gerneüberraschen lasse. Und es hat michüberrascht. Man darf I am Legend, finde ich, nicht in Dimensionen bewerten wie 28 Days Later (wobei 28 Days wesentlich näher dran ist als klassische Zombiefilme) oder Resident Evil: Extinction. Das ist ungefähr so passend, wie ein Vergleich von Universal Soldier II und Saving Privat Ryan. Dabei ist die Thematik von I am Legend ist der von Resident Evil sehr nahe. Die Menschheit wird durch einen Virus fast ausgelöscht, dadurch werden die Infizierten mit einer barbarischen Vampir-Menschen Version ersetzen. Ganz normaler Zombie Splatter Alltag. Aber in dem Film geht es nicht darum Zombiehorden zu vernichten oder den Zuschauer möglichst lange mit Horrorszenen zu foltern. Es geht um die Geschichte von Robert Neville, der in New York zurückgeblieben ist, um ein Heilmittel zu finden. Es sage absichtlich nicht, dass es letztendlich nur um das Heilmittel geht, sondern viel mehr den Alltag vom letztenüberlebenden in New York City. Um seinen täglichen Kampf und den Willen weiter zu machen. Neben ihm spielen noch drei wichtige Dinge eine Rolle: Sein Hund, die Hoffnung und Bob Marley. All das hilft ihm nicht den Verstand zu verlieren und weiter zu machen. Die Geschichte wird mit beeindruckenden und realistischen Bildern vom verlassenen New York untermalt. Natürlich gibt es auch klassische Hollywood Pathos & Tränen Momente, auch wenn sie sonst eher sauer aufstoßen, trugen sie hier zur Stimmung bei. Man kann (auch als Deutscher) ab und zu stolz auf etwas sein, schon etwas dicker auftragen und auch gewisse Tränen-Momente akzeptieren. Ja, auch wenn wir zu einem rationalen,ängstlichen, gefühlskalten Meckervolk gehören, dürfen solche Dinge sein und sind immer...

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How to be elite?

So, die Bauchschmerzen müssen warten. In Digireg hat mich wieder ein Stein angestoßen, um einen Beitrag zu schreiben. Es geht um das neue Logo, der StreitnizLeibniz Universität Hannover. Abgesehen davon, dass ich die Zahlenreihe durchaus hübsch finde, gefällt mir der Rest des Logos und dessen Charakter nicht. Die Bedeutung ist bei genauerem hingucken klar. Das Universalgenie Leibniz legte den Grundstein für die Informatik, die universelle Kommunikation und auch alle computergestützten Wissenschaften. Es geht hier nicht um Kekse, sondern den Versuch der Uni Hannover sich mit Leibniz als etwas herausragendes zu legitimieren. Hier wird sich auf den Grundstein einiger Wissenschaften berufen, aber durch den engen Fokus des Logos auch viele andere Wissenschaften außen vorgelassen. Es scheint ein bisschen den Charakter eines „Wir gehören zur Elite“ Logos zu haben. Allerdings finde ich die Scheinheiligkeit dieses Versuchs durchaus ketzerisch. Während sich auf einen großen Wissenschaftler berufen wird, werden angehende Wissenschaftler von der Uni geworfen, weil ihr Studiengang den falschen Namen trägt. Statt der Lehre scheint sich diese Uni dem Prestige verschrieben zu haben. Worum geht es hier eigentlich? Die Forschung, gute Standards oder pubertäre Profilierung? Schade, dass wir nicht Leibniz fragen können. Ich denke nicht, dass er verstanden hätte, warum Wissen auch den richtigen Namen tragen muss. Ist Leibniz ein Vorbild für die Universität Hannover oder deren ganz persönliche Prostituierte? .: Garbage – Androgyny...

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Und täglich grüßt das Murmeltier

Kaum fängt das Jahr an, geben sich Streß, Krankheit und Ärger die Klinke in die Hand. Letzte Woche von Sophie’süberViren dahingerafft und heute bin ich kurzatmig und habe Bauchweh. Die letzte Zeit war, wie erwähnt stressig. Ich habe zwar angefangen ein Blogposting zu schreiben, aber Interessen, Meinungen und Themen kämpfen noch um die Vorherrschaft. Auf jeden Fall ist es positiv zu verbuchen, dass ich mich endlich zur Zwischenprüfung angemeldet habe. Ich meine, versucht habe ich es schon seit Dezember, aber bürokratisch möglich, wurde es erst am letzten Tag des Anmeldungszeitraums. Da ist es dann auch Sophie zu verdanken, dass es geklappt hat, weil sie schnell für mich dort hin rannte :-). Danke sehr. Alles in allem muss ich sagen, dass dieses Jahr, wie jedes andere ist. Ich bin froh darüber. Alles geht seinen Lauf. Egal welches Jahr wir schreiben, es wird immer Schönes und Scheußliches geben. Es geht darum, das Schöne zu genießen und das Scheußliche zuändern. Ich denke nicht, dass wir die schlechten Dinge irgendwann ausradiert haben, es sei denn, wir befinden uns in einer dystopischen, totalitären Zukunftsvision, die unweigerlich auch ihren unbezahlbaren Preis hätte. Arpo pos Zukunftsvision. Nachdem der Spiegel letztes Jahr feststellte, das unser Reallohn auf dem Niveau des Endes der Achtziger ist, kommt es für andere weitaus schlimmer.  Es wird immer klarer, dass Eingliederungshilfen nach Hartz IV eher dazu genutzt wird ehemalige Arbeitslose in geringfügigen Jobs zu parken, die ihren Lebensunterhalt nicht decken können. Während für eher das Motto „Armut trotz Arbeit“ gilt, sichern sich die Arbeitgeber billige Arbeitskräfte. Wie gesagt, jedes Jahr gibt es Schönes und Scheußliches.  Sowas sollte ganz oben auf einer Änderungsliste stehen. Für mich steht jetzt erstmal oben, meine Bauchschmerzen zuändern. .: Suburban Tribe – Nevermore...

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Krankes Neues!

Alles neu macht nicht nur der Mai, sondern auch der Januar. In diesem Sinne ein frohes Neues, wenn auch verspätet. Ja das war mal Urlaub. Ich stelle hier noch ein paar schauerliche Silvestergrüße rein, sobald ich Lust und Zeit habe. Schon so früh im neuen Jahr, plagt mich schon wieder mein Gewissen. Ich bin nämlich krank und das obwohl die Uni heute anfängt. Nach einigen Tagen permanenter Angriffe, haben meine Abwehrkräfte kapituliert und Sophies Erreger haben auch bei mir die Kontrolleübernommen. Da hat sich wohl die böse Bakterienkönigen an mir gerecht, dass ich mich immerüber den Actimel Werbe-Spot lustig mache. Ansonsten gibt es nicht viel neues. Wir liegen hier beide flach, sind krank und das Leben zieht so an uns vorbei. Ich kriege langsam einen Wohnungskoller, weil ich unser Haus seit Montag nicht mehr verlassen habe. Weihnachten war auch sehr schön und das dieses mal bei allen Beteiligten und Feiern. Ich habe einen sehr schönen Bürostuhl bekommen, so dass ich meinen Hintern hier noch weiter platt sitzen kann. Die ganze Sache hat noch einen Haken. Er ist sehr schön, bequem und aus Leder. Leder und Katzen vertragen sich nicht. Ich weiß nicht, ob sie ihn als 20kg Stück totes Fleisch ansehen und ihn deshalb als Beute haben wollen oder ob es blanke Zerstörungswut ist, aber sie reißen sich Stück für Stück ihren Teil ab. Da ich ein Perfektionist bin, bin ich irgendwie angepisst, wenn man das so sagen darf ;). Und traurig, dass mein Geschenk schon Macken hat. Naja, ich muss mich jetzt für die Uni abmelden. Also, für heute. Das krank sein habe ich mir nicht ausgesucht, aber trotzdem plagt mich mein Gewissen. Aber das neue Jahr soll nicht mit so einem Mist anfangen, also ignoriere ich es. .: Killswitch Engage – My Curse...

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