Artikel von Dezember 3rd, 2007

Und eine Buddel voll Rum…

Ihr kennt das wahrscheinlich: Im Fernsehen läuft meistens nichts, was es wert wäre angeschaut zu werden. Wenn etwas läuft, dann wird alle paar Minuten von einer penetranten Werbeeinblendung unterbrochen. Im Kino kann man auch getrost 20 Minuten später erscheinen, weil dort langweilige und unkreative Werbung den Zuschauer auf ein Niveau der Langeweile bringt, dass schon fast jeder Film danach gut ist.übertriebene Kinopreise, schlechte Filme und Werbung heizen die DVD-Verkäufe an. Die Filmindustrie steckt in einer selbst diagnostizierten Krise. Der Krankheitserreger ist aber nicht eine falsche Strategie, sondern die Raubkopierer. Da sie grundsätzliche an allem Schuld sind, müssen natürlich auch die Filmindustrie bekämpfen. Wobei sich in erster Linie die Frage stellt, warum man eher eine Straftat begeht, als für ein Medium zu zahlen. Die zweite Frage ist, wenn es der Filmindustrie um das Gesetz geht geht, warum handeln sie dann selbst ungesetzlich. Wie dem auch sei, die DVDs als relativ werbefreies Medium, haben wohl auch bald ausgedient. Wie Tom’s Hardware berichtet ist die Zeit wohl auch bald vorrüber. IBM hat ein System entwickelt zur Einblendung der Werbung während DVD-basierenden Filmen. Damit wird Heimkino zum Heimfernsehen. Das passiert, wenn man den Hals einfach nicht voll kriegt. Die Preise andauernd erhöht und sich wundert, dass weniger gekauft wird. Natürlich werden die DVD-Verkäufe sinken, falls sich das System nicht umgehen läßt, aber hey daran sind die Raubkopierer bestimmt auch wieder Schuld. In diesem Sinne: Schiff Ahoy, Arrrr Piraten! .: Disturbed – Dropping Plats...

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Trackback-Versuch: Bilder und Texte

Bei DigiReg geht es gerade um die Unbeliebtheit der Bilderquellen. Bilder sind ein Werkzeug, wie Text und Stimme. Wobei Bilder immer der Kunsthistorik zugeschoben werden und einem selbst ab und zuübel nachgesagt wird, dass man mit Bildern versucht vom Inhalt abzulenken. Dabei spiegeln gute Bilder den Inhalt wieder, ergänzen ihn. Vielleicht liegt es daran, dass Bilder einen offensichtlicheren Interpretationsspielraum lassen als Text. Man erschließt sich Bilder zwar schnell, aber oft unterschiedlich. Bilder wirken, selbst wenn es nur Diagramme sind, bunt und lebendig; und dadurch vielleicht für manche Menschen unseriös und nicht nüchtern genug. Meiner Meinung nach sind Bilder eine gute Untermalung, eine Ergänzung. Viel Inhalt kann sehr knapp, aber trotzdem datengewaltig wiedergegeben werden. Der Punkt der unterschiedlichen Interpretation ist ein Trugschluss. Uns wird im Studium beigebracht mit Texten zu Arbeiten, Quellen zu interpretieren, aber kaum Bilder zu erschließen. Wenn es eine standardisierte Methode geben würde, dann wären die Interpretationen auch einheitlicher. .:  Pearl Jam – Even Flow...

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Trinität

Hallo ich bin Philipp und ich bin sauer auf meine Freundin. Sauer, weil sie ein Trottel ist. Sauer, weil sie unfair ist. Sauer, weil sie alles wichtige vergißt Dramatischer Anfang oder? Ich dachte immer, es gibt zwei Grundprinzipien: Ordnung und Chaos. Ich folge eher dem Prinzip des Chaos, wie ihr wißt. Aber es gibt ein drittes Prinzip: Glück. Darauf basiert das Leben meiner Freundin. Sie ist eine unbeugsame Optimistin, die sich immer denkt, dass es schon klappt. Das ist keine Faulheit oder Dummheit, sondern Erfahrung. Die Erfahrung, dass es eben klappt, wenn man daran glaubt. Nur leider ist jede Glücksträhne irgendwann zu ende. Ich weiß wie dreckig ich mich gefühlt habe, als ich die Kontrolleüber alles verloren habe. Als ich nicht mehr abschätzen konnte welche Ursache, welche Wirkung hatte. Als alles was ich gemacht habe umsonst war und nichts was ich tat mir angerechnet wurde. Das klang vielleicht episch gerade, aber für meinen kleinen Mikrokosmos war es das auch. Jedenfalls weiß ich, wie es ist, wenn einem die Basis der Entscheidungen fehlt. Ich weiß, dass man deswegen auch nie auslernt, sich anpassen und verstehen muss, was man falsch macht. Das ist etwas, was sie ehrlich gesagt nicht kann. Sie ist intelligent, wirklich einfühlsam und erfinderisch. Nur leider auf sich bezogen nicht. Wo meine (oft selbstzerstörerische) Kraft die kritische Analyse ist, ist ihre die Hoffnung und der Glauben an das Leben. Man kann das ganze schon mit Religion vergleichen. Wo steht man, wenn man nur an Gott geglaubt hat und einem klar wird, dass er sich nicht für einen interessiert? Woran soll man noch glauben? An sich selbst! An das, was man schaft, was man erreicht hat und was man will. Man muss auf sich selbst hören, nicht nur, aber eben auch. Ich bin sauer auf sie, weil sie, was sie von sich selbst denkt, auf michüberträgt. Ich meckere an ihr rum, ja. Ich finde sie trottelig, wenn sie es schaft eine feuerfeste Platte zu verbrenne, Essen zu Asche zu machen, Klos zu versiegeln oder 3x hintereinander ausversehen den Playstationstecker zu ziehen (ja das geht und ja wirklich ausversehen). Man muss die Konsequenzen dafür tragen, wenn man Müll macht. Aber selbst der größte Tollpatsch (von dem sie noch weit entfernt ist), muss kein schlechter Mensch sein. Ich habe sie dafür respektiert, dass sie mit Fehlschlägen besser umgehen kann als ich. Leider verschwindet die Fähigkeit bei ihr, weil sie nie so...

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