Artikel von November 26th, 2007

Wo sind eigentlich meine Puschen?

Workload heißt das Zauberwort der Bachelorstudiengänge. Nein, eigentlich ist es ein  allgemeines Zauberwort. Workload beschreibt die Arbeitsbelastung, also den Aufwand den man für einen Teil des Studiums betreiben muss. Der Workload beschreibt aber nur einen Teil des Alltages. Zu akademischen Belastungen kommt noch das liebe Geld, komische Freunde und nervige Familienmitglieder. All das weswegen man sich manchmal gerne in einen kleinen Turm zurückziehen will, der irgendwo auf einem hohen Berg steht und von menschenfressenden Gefahren umgeben ist. Studieren wäre nicht so kompliziert, wenn man es in Ruhe machen könnte. In Ruhe heißt in dem Fall nicht, dass es lange dauern soll, sondern einfach Ruhe. Ruhig, totenstill, wie auf dem  nächstgelegenen Friedhof um 3 Uhr Nachts. Es sei denn DarkMelancholie und Nightwish666 halten dort ein Schäferstündchen  ab. Aber sowas kommt eben auch mal vor. So werde ich mit fortschreitendem Studium immer fetter und fauler und wenn Sophie mich nicht ab und zu mal zum Klo tragen würde, hätte ich wahrscheinlich Thrombose vom sitzen. Das bisschen Studium macht doch auch eine von der Leyen ganz nebenbei und erzieht dabei noch genug Kinder für einen eigenen Kindergarten. Jetzt mal Butter bei die Puschen, wer es sich so einfach macht, hat entweder ein sehr enges Sichtfeld oder leidet an Wahnvorstellungen (im zweiten Fall lade ich solche Personen herzlich ein diesen Blog zu lesen, dann haben wir was gemeinsam). Der Workload ist auch subjektiv, egal er berechnet wird. Referate sind nicht gleich. Man kann sich unterschiedlich viel Mühe geben und trotzdem alle Punkte erfüllen, die man erfüllen muss. Gerade beim inflationären Gebrauch von Referaten in der Uni, fällt es oft schwer sich dafürüberhaupt Mühe zu geben. Wenn jemand, der wie ein sedierter Tagesschausprecher seine Zeilen abließt, die selbe Würdigung erhält, wie ein Vortragstalent, dann steigert das nicht gerade die Motivation. Aber heißt das, man soll nur das nötigste tun, um durchzukommen? Lernt man so etwas? Hilft das wohl für später? Ich denke nicht. Nur wenn man sich wirklich Mühe gibt, kann man sich verbessern. Darum ist mein Workload für ein Referat sehr viel höher als das mancher anderer Studenten. Dafür ist mein allgemeiner Seminarsworkload niedriger. Ich mache weniger Seminare als andere, dafür diese viel intensiver Zurück zu meinem Turm der Ruhe, der Festung der Einsamkeit. Den bräuchte ich wirklich. Was mich ums Studium bringt, ist der private Workload. Alleine 5 Semester Gallenblasenentzündung, die mich mehr runtergerissen hat, als ein Zementschuhe beim Baden. Dazu kommt...

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