Artikel von Oktober 3rd, 2007

Der Antichrist

Manchmal bin ich froh, dass ich in Deutschland lebe. Wenn man nicht gerade durch Pech in eine Situation gerät, in der man vom Staat gefördert wird, hat man es hier eigentlich ganz gut. Es gibt klare Regeln und Richtlinien. Das denken wird jedem, wenn man will, abgenommen und man wird auch vor sich selbst beschützt. Wo Spielzeugwaffen verboten werden sollen, damit Verbrecher nicht verletzt werden, da man denkt, sie zielen mit einer echten Waffe auf einen Polizisten, anstatt es der natürlichen Auslese zuüberlassen. Dort ist es auch nicht ungewöhnlich, dass Computerspiele mit Waffen, zum Erzfeind einer Nation voller Actionfilme und Schützenvereine werden. Der Terrorismus wird jetzt mit moderner Spyware bekämpft. In Behörden Emails versteckt sollen Trojaner die bösen Bubenüberwachen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass das auch klappt. Es klicken bestimmt ein, zwei Taliban auf die Benachrichtigungüber ihre versäumte Steuererklärung, während sie das einheimische Äquivalent für „WTF?! LOL!“ brüllen. Also, wie eben erwiesen, ist der Terrorismus im Moment keine Gefahr mehr, wenn er dasüberhaupt je in dem Ausmaß war. Nein die Gefahr ist im Inneren. Diese kleinen verkommenen Randerscheinungen der Gesellschaft. Die atheistischen, rebellischen Heranwachsenden, die sich aus irgendeinem Grund weder mit der Nation, noch mit ihrer Führung identifizieren können. Man hat entweder die Wahl, seine Zeit mit Komasaufen und Titten zu verbringen oder mit Videospielen. Als Randerscheinungen gibt es noch die, die entweder eine gesunde Mischung aus beidem hinbekommen oder die, die früher in der Adolf-Jugend (der Name wurde aus Gründen der Zensur und Angst davor, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen, unkenntlich gemacht.) ein gutes Führungsbeispiel gewesen wären. Um diese kleinen Musterbürger zu formen, haben wir ihnen erst den Blick für die Vergangenheit genommen. Leise wird spätestens in der 5. Klasseüber einen durchgedrehten Österreicher und ein 14.000 Jahre altes Symbol gemunkelt, fast so als würde Harry Potter das V-Wort sagen. Frei nach dem Motto „Forsche nicht, sondern Glaube“ wird eine allgemein gültige Version der Geschehnisse dargeboten und in dem Unterricht so lange wiederholt, bis sie sich eingebrannt hat. Eine eigene Meinung, vorallem wenn sie abweicht, ist dabei zweitrangig. Was bei mir aus der Unterreichtszeit hängen geblieben ist, ist dass der H-Mann seine Macht vorallem auf der Untätigkeit und der fehlenden eigenen Meinung der Menschen aufbauen konnte. Wobei uns heute beigebracht wird, eine eigene Meinung zu haben und was diese zu beinhalten hat. Sind wir vor dieser Art Strömung natürlich völlig sicher. Alkohol ist nicht grundsätzlich böse, es...

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