SAART und der Rest der Welt.

Ich werde im Moment nicht mehr richtig gesund, weil sich bei mir alles dreht. Seit dem Krankenhaus bin ich eigentlich nicht mehr ganz auf dem Dampfer. Alle paar Tage ist irgendwas und ich erhol mich gar nicht richtig. Was wohl erst daran lag, dass ich zwar zwei Wochen zu Hause war nach der OP, aber mir trotzdem Stress gemacht habe. Irgendwie lässt mir im Moment alles keine Ruhe. Ich komme mir vor wie Oma.
Naja nach der Zwischenprüfung habe ich mich 5 Minuten gefreut und danach weiter gemacht. Einfach davon getrieben, dass ich 25 bin und als 22 Jähriger mit 2.0 und abgeschlossenem Studium schon schlechte Karten im Arbeitsleben hätte. Naja irgendwie ist jetzt der Kragen geplatzt, die Katze aus dem Sack und die Flinte im Korn. Ich war in den letzten 8 Wochen nicht eine Woche durchgehend gesund, meine Arbeiten werden langsam zu Scheiße, genau wie meine Teilnahme in der Uni und ich mach für dieses Semsester den Sack zu. D.h. zu Hause lernen, keine Scheine bis auf einen kleinen machen und vielleicht ein sinnloses Praktikum (wenn die endlich mal Antworten).


Soweit die Theorie. So ein wenig stressfreies Ausruhen würde mir wahrscheinlich gut tun. Nur dazu durchgerungen habe ich mich noch nicht ganz. Das hiesse im Endeffekt noch ein Semester mehr Studieren. Noch mehr Studiengebühren, nochälter wenn man fertig ist. Aber wenn ich so weiter mache, laufe ich spätestens nächstes Jahr amok.
Mir wird immer gesagt, ich soll mich endlich mal wie ein Student benehmen. Auf jeden Fall leidet mein Körper im Moment drunter. Stress mit dem Krankenhaus, Zwischenprüfung, Geld, zusammenziehen – das ist einfach gerade zu viel irgendwie. Aber trotzdem gönne ich mir keine Pause.

Ich verstehe das SAART Problem, das die jüngere Generation beschäftigt gut. SAART ist vor allem durch die letzten Amokläufe bekannt geworden. Es steht für Schule Ausbildung Arbeit Rente Tod. Praktisch den Fließbandablauf des mordenen Lebens. Ich sehe das auch so, aber behandele das grundsätzlich anders. Abgesehen davon, dass in diesem Komplex nur noch der Tod gewiss ist ;-), sollte es eine Warnung sein. Eine Grenze, hinter die man nie zurückfallen sollte. Es muss im Leben mehr geben außer diesen fünf Dingen. Diesen Ausgleich muss sich jeder selbst schaffen. Liebe, Familie, Hobbies, Kreatives – SAART ist nicht das Leben, aber eine gewisse Notwendigkeit auf der das Leben aufbaut.

Ich für meinen Teil, bin im Moment tief im Grau versunken. Sorgenüber Geld, Arbeit, Ausbildung, Studium und Leben geben sich die Klinke in die Hand und feiern bei mir eine morbide Party. Ich kann zwar unendlich lange weiterpowern aber irgendwann verbrenne ich dabei mich selbst. Letztes Jahr gings hoch her. Die Trennung, das Krankenhaus, Zwischenprüfung – und dazu noch derübliche Kram. Selbst jetzt kann ich nicht sagen „Pause!“ so wie das andere Leute sagen, die ich kenne. Zwei Freunde von mir mahcen ein Urlaubssemester und arbeiten alles andere endlich mal auf. So ist das immer noch besser, als alles irgendwann hinzuschmeissen.

Hinschmeißen werde ich es aber nie. Höchtens mich selbst, was aber schlimmer wäre. Also.. Pause! Wenn ich nur schaffen würde, das ganze nicht zu flüstern.. Das liegt einfach daran, dassich nie weiß, wann es genug ist. Das war schon bei meiner Gallenblase, wo ich dachte, dass ich mich auch nur anstelle.. und jetzt isse raus ^^

.: Drowning Pool – Killin Me :.

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