Artikel von Februar 9th, 2007

Anotherone bites the dust

Nachdem ich ein paar Tage nicht mehr in WoW eingeloggt bin, habe ich angefangen mit meiner Freundin Vanguard zu spielen. Noch ein paar Tage später (Heute), schreibe ich meinen Abschied. Der Grund ist eigentlich weniger WoW, sondern mein grenzdebiler, Gildenleiter mit dem Gehirn eines Telemarkters und der Ausstrahlung dieser „3 Uhr Nachts bitte rufen sie an, das Quiz ist so einfach, man warum ruft denn keiner an, weiß das denn keiner?“ Evolutionsbremsen. Der Kragen ist mir glaube ich am letzten Samstag geplatzt. Da wurde mir langsam klar, dass das zwar eine der besten Gilden ist, die ich kenne, aber sie einen vollkommen gestörten Gildenleiter hat. Quasselstrippe wäre untertrieben. Er reiht Wörter und Sätze so meisterhaft aneinander, dass daraus die Kakophonie des absoluten Grauens entsteht. Mit anderen Worten er nervt. Er redet ohne Punkt und Komma und es kommt nur Müll dabei raus. Die Verschmutzung beträgt mehr als der Müll aller AOL CDs (+ DVDs) zusammen. Dabei ist es so schwer zu beschreiben, wie diese Kakophonie klingt. Das muss man erlebt haben, sonst kann man es sich nicht vorstellen. Dieses Dauerlästern klingt ungefähr so: „Immerdiese 3 Minuten Magier, können nur aggroziehen und werverdammthautdaaufmeinschaf? Krieger kein hirn, aber ordentlich einstecken, typsich. Oh Hexerlein hat aggro gezogen, ooochh jetzt liegt er im Dreck. Kein Wunder wenn man so eine Klasse spielt. Und och ohgottwasmachtderdududa? Hexerhatschonwiederaggrogezogen. Kriegerargheminschaf. Hahaha ich hab keine Aggro! Ich kite, ich bin Frostmage. Gott Druiden sind programmierfehler. WIESOBINICHTOT? Ich sag da jetzt nichts zu! Gar nichts! Man hätte mich auch heilen können! Hätte man, aber ich sag da nichts zu. Unser Heiler sind einfach zu langsam! Haha und jetzt wiped ihr. Ich fehle ja auch.“ Und da ganze in einer Loui de Funes – Stimme mitähnlichen Schwankungen. Orginal @WoW Forum Zitat: ……………..(___)………. ……………..|Oo|……….. ………. /„„ OO)……… ………/ |____– …….druids are fine, l2p …….*…L……L…………. .: Die Ärzte – Quark...

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Psalm 23

In letzter Zeit habe ich sehr wenig geschrieben, weil sowohl der kreative Drang als auch die negative Energie einfach nicht die kritische Masse erreicht haben. Irgendwann ist wohl das Maß voll. Ich habe in letzter Zeit alles erledigt, von Frühjahrsputzüber Aktenberge und Abrechnungen bis hin zum Anfang meiner Hausarbeit. Es war in den letzten Jahren nie so viel erledigt und so viel selbstgeschaffener Freiraum. Trotzdem ist die Anspannung groß, die Verzweiflung am Wachsen und die Ratlosigkeit gigantisch. Ich wünsche mich auf einen großen Berg mit schneebedeckter Spitze. Der Sturm reißt den Vorhang aus immer fallenden Eiskristallen auf und enttarnt mich, wie ichüber einen Hang auf die Zivilisation schaue. Die Luft ist klar und frostig, aber die klirrende Kälte in meinem Gesicht wird durch die Wärme meiner Kleidungüberstrahlt. Hier stehe ich und gehe meinen Gedanken nach, die es noch viel wilder Treiben als all die Flocken um mich herum. So ein Berg ist auch das Mindeste was so ein verkorkster Geist, wie ich, braucht, um etwas Abstand zu gewinnen. Warum sind Menschen nicht wie Maschinen? Präzise, einfach und korrekt. Entgegen der allgemeinen Meinung tun Computer genau das, was man ihnen sagt. Das Problem liegt eben nicht an der Dummheit der Computer, sondern daran, dass man sich nicht klar genug ihnen gegenüber ausgedrückt hat. Wobei entweder der Programmierer, der dem Computer beibringt, wie etwas funktioniert oder der Anwender beim Stellen der Aufgabe, Mist gebaut hat. Computer sind so Präzise, dass man ihnen weder Dummheit vorwerfen noch Intelligenz nachsagen kann. Sie tun einfach nur, was sie sollen; und das 1 : 1. Menschen sind da anders. Selbst, wenn sie versuchen zu tun, was man ihnen sagt. So hat jeder Mensch seine eigene Programmiersprache. Jeder interpretiert jedes Stück Code ein wenig anders. Es liegt an beiden Parteien eine gemeinsame Sprache zu finden. Definiert eure Variablen und geht darauf ein. Menschen und Maschinen haben doch Dinge gemein, zumindest im Ansatz zur Problemlösung. Bloß Menschen haben zusätzlich noch einen undefinierten Faktor, der uns zu dem macht, was wir sind. Es sind die Gefühle, die meistens auch der Grund für die verschiedenen Sprachen sind. Sie machen alles kompliziert und chaotisch, aber genauso schön. Bei all der vorgespielten Weisheit in diesem Beitrag, bleibt meine Frage aber offen. Wie bringt man jemanden dazu zu reden und vor allem kontinuierlich den Code zu interpretieren. Wenn ich behaupten würde, dass mein Vertrauen in mich unerschütterlich ist, dann wäre ich auf...

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