Artikel von September, 2006

Pillen, Pücher, Peulen Pest

Verrottende Grüße! Ich bin gerade das erste Mal seit Tagen wieder in der Lage zu schreiben. Wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, muß ich Pillen schlucken. Warum? Ich habe einen Herpes, den ich eigentlich nicht haben sollte. Nein, meine Kronjuwelen verrotten nicht, sondern im Gesicht. Und auch nein – ich habe nicht wieder an Toiletten gelutscht, jedenfalls nicht in der letzten Zeit. Das dritte Nein folgt sofort: Ich habe mich auch nicht bei jemandem angesteckt. Diese Art von Herpes sollte ich nicht bekommen, es sei denn, ich bin um die 80 Jahre alt. Die zweite Möglichkeit ist, daß mein Immunsystem im Arsch ist. Wir tippen also auf die Zweite. Nur jetzt stellt sich die Frage: Warum ist mein Immunsystem so weit unten? Stress ist ein Faktor, aber einer der nicht ausreicht. Der Arzt meinte, daß es alles sein kann von einer Blutkrankheit bis Gallensteine und Magengeschwüre. Ja! Magengeschwüre.. meine zufällig auftretenden Krämpfe, erinnert ihr euch? Jetzt kriege ich erstmal Antibiotika und andere Pillen, die dafür sorgen, daß ich wieder Gesund werde. Abgesehen davon sorgen sie auch dafür, daß ich ein intensives Konzentrationsproblem habe, vergesslich ohne Ende bin und mein Körpergewicht mir zu hoch zum aufstehen erscheint. Auch wenn ich nicht 80 bin, fühle ich mich jetzt so. Abgesehen davon hatte ich noch nie vorher Herpes, jedenfalls keinen der Ausbrach. Dieser hier verzichtet auf den Schnick-Schnack wie die unschönen Blasen. Er sorgt direkt für eine offene Wunde, die zum Glück schnell verschorft. Der Herpes macht mir auch keine Sorge, sondern eher was da sonst noch ist. Naja so schnell kriegt man mich nicht runter 🙂 Dafür verbringe ich die 5 Stunden am Tag, die ich wach bin jetzt meistens mit Lesen. Ich werde wohl bald die ersten Mahnungen kriegen, es bleibt ja alles liegen. Naja normale Arbeitnehmer haben auch etwas pause, wenn sie krankgeschrieben sind und das bin ich für längere Zeit jetzt auch. Gunacht .: Blind Guardian – Lion Heart...

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Wilde Mütter

Wehe wenn sie losgelassen sollte das Motto mancher Eltern manchmal heißen. Moment! Dieser Beitrag richtet sich vor allem an Mütter. Aber wenn ich hier den Mann an der Theke sehe, will ich nicht den Eindruck entstehen lassen, daß vorwiegend Frauen manchmal etwas instinktgeleitet sind. Sehr hilfsbereit zeigte der Mann gerade einer Frau den Weg zu ihren Freundinnen. Dieser Gesichtsausdruck ist nahezu unbeschreiblich. Aber ich war weniger damit beschäftigt Adjektive für diese debile Gesichtslähmung zu finden, als mir ein „Vorsicht frisch gewischt“-Schild zu besorgen. Immerhin will ich nicht, daß hier jemand auf seiner Sabberspur ausrutscht und mein Lieblingspub wegen einer horrenden Schadenersatzsumme geschlossen wird. Ja ich sitze wieder im Jacks und schreibeüber die kleinen, banalen Dinge des Lebens. Genau die gilt es manchmal zu genießen. Alles schwere, große, das uns jeden Tag zu erdrücken scheint sollte für etwas Ruhe unsere Köpfe verlassen. Der kleine Beitrag heute dreht sich um drei Köpfe. Ich habe mein Haupt mal wieder zum Frisör geschleppt und dort endlich mal wieder einer bekannte Frisöse etwas arbeit beschert. Während unseres Gesprächsüber humorvolle Moderatoren fielen uns die benachbarten Kunden auf. Eine Mutter und ihre Tochter. Die Tochter war hübsch anzusehen, nichtübertrieben gestylt, aber trotzdem eher die Clubdrossel-Gattng. Ihre Mutter sah ihr, trotz mehrfacher Versuche meinerseits diesen Punkt zu ignorieren, sehrähnlich. Aber ihre Art sich auszudrücken und ihre Gestik waren anders. Ganz davon abgesehen, daß sie eher den Stil eine Moorleiche hatte. Die Unterhaltung klang als würden sich beide sehr mögen, aber auch als hätten sie sich lange nicht mehr gesehen. Sehr lange. Die Mutter sprach wiederholt von alten Fotos während sie mehrere Hunderter zählte. „So erst Oma und dann hier zum Frisör…“ war ihr letzter Satz bevor sie mich, anscheinend erneut, wahrnahm. „Sehr viel besser! Sehr hübsch, ja so siehst du heiß aus“, warf sie zu mir rüber. Vollkommen aus dem Hinterhalt erwischt wanderten meine Blicke zwischen Spiegel, Mutter und Frisöse hin und her. Uneinig darüber welches Ziel sie anschauen sollten, ruhten meine Blicke letztendlich auf der Mutter. Dabei sagte ich etwas, das ich sehr selten sage. Nämlich gar nichts. Nachdem der Satz noch einmal wiederholt wurde, Mutter und Tochter erwartungsvoll (und in einem von zwei Fällen etwas beschämt) hinüberschauten, sprang meine Frisöse für mich ein: „Der sah schon vorher gut aus. Ts.“ Der Gegenangriff folgte sofort: „Naja, aber das ist aber kein Vergleich zu vorher. Das ist einfach super so. Wirklich extrem besser.“ Endlich hatte ich anscheinend...

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Die Sieben Samurai

Hey was habt ihr erwartet? Daß ich jeden Tag schreibe, wenn ich unbekanntes Terrain erkunde? Ich wollte ja, aber es gab dort kein Internet! Na gut, doch es gab Internet, aber ich hatte wichtigeres zu tun. Aber ab heute fange ich langsam an die Emails, PNs, Postkarten und SMS zu beantworten. Es ist schön vermißt zu werden, auch wenn es ungerecht ist das zu sagen. Ich werde wohl nach und nach Berichten was alles passiert ist. Wie ich meine neue Liebe fand und sie mit einer anderen verband. Wie ich im Schicksalsberg versuchte mein Seelenfeuer zu schmieden und es dank der Hilfe fleißiger Goblins auch schaffte. Aber um mal ganz von Hinten anzufangen: Ich sitze hier und trinke Le Filou, einen Wein, den man gut als flüssigen Zucker verkaufen könnte. Aber, wie immer, schmeckt mir süßer Alkohol. Auf meinem neuen, großen Bildschirm laufen japanische Narutofolgen während meine Freundin im Moment in Frankreich ist. Ja, Freundin. Seit dem 30.08. ist es vollkommen offiziell und gut. Gut? Ich habe nicht die Menge an Worten, die ich brauchen würde, um es wirklich zu würdigen. Glaubt mir einfach ich bin glücklich und zufrieden. Naja seit ich mit Sophie zusammen bin entwickele ich eine Liebe zu neuen alkoholischen Wundern und Animes. Eigentlich würde ich jetzt schlafen, aber WoW sich in den Kopf gesetzt zu haben, daß es die Arbeit meiner letzten Tage mit einem Bluescreen zu nichte machen müsse. Aufgeben ist aber für Sissies, dazu später mehr. Erstmal zu heute. Die Sieben Samurai Mein Therapeut hat mich vor 2 Wochen aufgrund meiner Art mit einem Samurai verglichen. Nur fürs Protokoll, ich hab den Therapeut, weil ich eine simple Antwort brauchte und dachte, 3 weitere Treffen können nicht schaden. Entgegen der allgemeinen Meinung bin ich noch nicht verrückt oder gestört, aber die Welt arbeitet dran. Wartet noch ein paar Jahre. Nun zu dem Vergleich. Es ging dabei lediglich um die Art wie man sich Aufgaben stellt. Es ist wichtig Kraft zu sammeln, die Zeit zu genießen und dann, wenn es Zeit ist mit voller Kraft an etwas zu arbeiten. Ich konnte und kann mich oft schwer entspannen, wenn aufgaben vor mir liegen. Selbst, wenn es eine kleine ist oder sie noch nicht beginnt, bin ich unruhig. Das hat mir bis jetzt mein Studium zur Nervenhölle gemacht, auch wenn ich es sehr mag. Diese Ferien war ich ganz ruhig. Ich hab erst alleine mit meinen Hobbies...

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Hic sunt dracones

Einer der Standardsätze, die einem im Leben begegnen, ist wohl:“Jedes Ende ist ein neuer Anfang.“ Es ist einer dieser Sätze, den man in den dazugehörigen Situationen selten hören will. So traurig es auch ist, daß er ein Ende vorraussetzt, so wahr ist er aber auch. Hic sunt dracones findet sich oft auf mittelalterlichen Karten. Wahrscheinlich, um das Ende der bekannten Welt und / oder Gefahren zu markieren. Ich bin wohl zwangsweise vor ein paar Monaten zu neuen Ufern aufgebrochen. Nein – nicht das andere Ufer! Hier, wo ich jetzt bin, ist viel neu für mich, viel unbekannt und nicht viel so, wie es mal war. So fängt dann wohl eine neue Reise, ein neuer Abschnitt an. Hic sunt dracones! — So hatte ich das nicht gemeint, als ich vor 11 Tagen diese Sätze schrieb. Zwar galt es einen neuen Abschnitt in meinem Leben zu entdecken, aber eine Ebbe im Blog war nicht Teil der Erwartung. Alles began mit dem Gefühl Altem nicht mehr so stark hinterher zu trauern und sich etwas neues zu suchen. Das galt für meine Zwischenprüfung genauso wie für World of Warcraft oder für meine Reallife gebeutelte Rollenspielgruppe. Irgendwann entspannte sich alles und ich konnte mir die Zeit und Ruhe nehmen, die ich brauchte. Die Ruhe ohne das Gefühl immer etwas tun zu müssen. Die Ruhe, um Kraft zu sammeln. Keine Ruhe aus Faulheit, sondern Ruhe für mich, weil sie mir gut tut und ich sie mir verdient habe. Die Ruhe vor dem Sturm. Level für Level ging es mir durch WoW besser, genauso wie Tag für Tag im Fitneßstudio. Irgendwann wußte ich, daß die alte Zeit vorbei ist. Aber das heißt nicht, daß man schon eine neue Zeit beginnen kann.übergangsphasen leiten uns in die neue Lebensphase. Meine Phase war nicht das Feiern und Wegfahren der ersten Monate, sondern das Alleinsein der letzten Wochen. Ich rede so viel von dem was war, aber was ist denn? Hier sind inzwischen Drachen. Vor kurzer Zeit sprach ich eine Dame an, an der ich kein Interesse hatte. Jedenfalls kein unplatonisches Interesse. Ich war glücklich zu dem Zeitpunkt und gerade seit ein paar Tagen an dem Punkt angekommen, daß es noch Zeit hat eine neue Beziehung zu haben. Darum war es auch völlig in Ordnung Sophie auf ihre DSA Elfe anzusprechen. Immerhin hatte ich ja beschloßen mir eine zusätzliche Rollenspielgruppe in Hannover zu suchen. Sicher nach den längeren Telefongesprächen mit...

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