Kontrollfreaks in Frieden

Diese leere Seite will beschrieben werden, denke ich mir gerade. Was ich im Kopf habe, will sogar hier hin, nur schwirre ich gerade durch die Gegend. Ich fühle mich gerade frei und leicht… und happy :-). Ich weiß gar nicht wieso, irgendwie ist mir in den letzten Stunden ein Stein vom Herzen gefallen. Ich weiß nicht was dieser Stein war, ich weiß nur, wer mir den Schubs gab ihn runterzuwerfen. Es ist gut mal die Sachen zu hören, die man selbst anderen sagt. Es ist noch besser, wenn man einiges hört, daß man selbst noch nicht weiß. Danke sehr.
Es dreht sich wieder alles um den Weg, der mein Leben ist, der ich bin, der meine Welt ist und vielleicht auch mit meinem Leben nicht zuende sein wird. Alles neue was ich in den letzten Monaten gesehen, gelernt und erfahren habe, hat mich sehr verändert, auch wenn ich immer noch gleich aussehe, gleich handle und gleich rede. Es ist etwas anders, aber was es genau ist, kann ich nicht sagen, aber es ist etwas wichtiges.
Wie mein imaginärer, aber aus stilistischen Gründen immer gerne erwähnter Großvater immer gesagt hat:“Junge, dat Leben is ken Wunschkonzert.“ Um mal Phrasen zu dreschen, erhöhe ich noch. Das Leben ist nicht mal ein Ponyhof. Lebe ich oder plane ich zu leben? Ich habe die letzten Jahre eher das zweite gemacht. Nicht nur, aber größtenteils. Ich bin wirklich zu einem kleinen Kontrolfreak geworden und ich bin gut darin. So gut wie man darin sein kann etwas zu kontrollieren, was nicht zu kontrollieren ist. Ich versuche das Leben und mich zu kontrollieren, lege mich an die Leine aus Angst alte Fehler zu begehen. Die Wahrheit ist aber, wenn man aus Fehlern gelernt hat, dann begeht man sie nicht mehr. Man kann sich nicht mit Gewalt dazu zwingen etwas zu lernen. Man kann auch andere nicht dazu zwingen. Wenn man einen wirklich einen anderen Weg gehen will, dann wird man das. Das Gefühl kommt von Innen und wird nicht, wie bei mir im Moment, vom Verstand erzwungen.
Das ist keine Rechtfertigung für zukünftige Dummheiten. Egal warum und was man tut, man muß mit den Konsequenzen leben und sich ihnen stellen. „Wehe wenn sie losgelassen“ (noch eine Phrase mehr) und ich sollte mich mal wieder von der Leine lassen. Ich habe Angst vor dem was ich tue, wenn ich nicht nachdenke. Bevor ich etwas sage, schätze ich die möglichen Enden ab. Bevor ich handle, plane ich, wie ich es tue. Man muß nicht jede Situation kontrollieren, um sie zuüberstehen oder sich in ihr wohlzufühlen. Den Gedanken scheine ich wohl immer zu vergessen. Irgendwie hat sich das Chaos im Phoenix seine Bedeutung verändert. Früher war ich ein Teil des Chaos und jetzt seit etwasüber drei Jahren, versuche ich Herrüber das Chaos zu werden. Das Chaos, das sich Leben nennt. Rückschläge und Angst, haben die Einstellung verändert, dabei war sie anfangs besser. Nur zu einer Einstellung gehört auch zu wissen was sie bedeutet.
Die Wahrheit ist: Ich bin um viele Erfahrungen reicher, aber dieser Weg, der mich oft unglücklich gemacht hat in der Vergangenheit, ist immer noch mein Weg. Vielleicht ist auch nicht nur wichtig welchen Weg man geht, sondern auch wie man ihn geht. Eines tue ich nämlich wirklich: Ich gehe ihn anders. So gern ich den Sonnenaufgang noch sehen würde, gehe ich lieber ins Bett. Heute Nacht ist in mir Frieden und ich habe keine Ahnung warum. Vielleicht weil ich keine Angst mehr vor dem Chaos habe, da im Leben nicht darum geht vernünftig zu sein, sondern zu leben. Leben ist das, was ich möchte.

.: Don McLean – Bye Bye Miss American Pie :.

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